Überschaubares Interesse

„Zumindest ein Anfang ist gemacht“: Heimatmuseum öffnet wieder seine Pforten

Aufgrund der Corona-Beschränkungen muss das Museumscafé zunächst geschlossen bleiben, was diesmal vermutlich einige Stammbesucher von einer Stippvisite ins Heimatmuseum abhielt.
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Aufgrund der Corona-Beschränkungen muss das Museumscafé zunächst geschlossen bleiben, was diesmal vermutlich einige Stammbesucher von einer Stippvisite ins Heimatmuseum abhielt.

Es hat sich wohl noch nicht überall in der Gründaustadt und ihrer Umgebung herumgesprochen – das Heimatmuseum auf dem Schlossberg ist für Besucher aus nah und fern wieder zugänglich. Anlässlich des Tages des Denkmals hatte der Selbolder Verein für Geschichte und Heimatkunde die Pforten der Ausstellungsräume am Sonntagnachmittag für zwei Stunden geöffnet.

Langenselbold – Das Besucherinteresse hielt sich jedoch in Grenzen. Möglicherweise lag es auch daran, dass die Besucher die derzeit üblichen Vorsichtsmaßnahmen wie Mund-Nasen-Schutz und Abstandsregeln beachten und vor allem auf eine Sitzgelegenheit in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen verzichten mussten.

Museumsleiterin Maria Vetter kennt viele Geschichten rund um den alten Langenselbolder Marktplatz.

„Das ist sehr schade, denn viele unserer zumeist älteren Gäste kommen eigentlich am Sonntagnachmittag zum Kaffeetrinken her, um am großen Tisch ein kleines Schwätzchen zu halten“, erzählt Dr. Manfred Keil. Der Vorsitzende des Vereins präsentiert zur Wiedereröffnung des Museums im Vitrinenraum eine kleine Sonderausstellung mit Aquarellen und Federzeichnungen bekannter Selbolder Künstler. Zu diesen zählen Friedrich Reuther, Wilhelm Völker und Werner Lott.

Die fein gezeichneten Werke, die auf einer großen Posterwand im Vitrinenraum ausgestellt sind, befinden sich allesamt im Eigentum des Vereins. Eine herausragende Stellung in der Sonderausstellung nimmt die historische Ansicht des Selbolder Marktplatzes ein, dessen alte Gebäude in der damaligen Ansicht zu sehen sind.

Die Sonderausstellung faszinierte an diesem Nachmittag insbesondere Bürgermeister Timo Greuel (SPD), der mit seiner Verlobten dem Museum einen kurzen Be-such abstattete und auf einem der Bilder sein Elternhaus wiedererkannte. „Hier oben ist das Fenster meines Kinderzimmers zu sehen“, freute sich der Rathauschef bei einem genaueren Blick auf das Bild und schilderte den Anwesenden seine eigenen Erinnerungen aus Kindertagen.

Bürgermeister Timo Greuel zeigt sich fasziniert von der Sonderausstellung und erkennt auf einem Bild das Fenster seines Kinderzimmers.

Leider konnten Manfred Keil, die Museumsleiterin Maria Vetter sowie Eva-Maria Cziommer als Schriftführerin des Vereins an diesem Nachmittag neben dem Stadtoberhaupt nur etwas mehr als ein halbes Dutzend weitere Besucher begrüßen.

„Das waren zwar noch recht wenige, aber zumindest ist ein Anfang gemacht“, meinten die Vorstandsmitglieder unisono. Das Führungstrio des Vereins hofft, dass die Corona-Beschränkungen in der kommenden Zeit derart gelockert werden, dass auch ein gemütliches Kaffeetrinken am Sonntagnachmittag für alle Besucher wieder möglich sein wird.

Normalerweise hat das Heimatmuseum am Schlosspark immer am ersten Sonntag im Monat in der Zeit von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Während der Pandemie ist diese Regelmäßigkeit zunächst ausgesetzt. Der Verein wird die Öffentlichkeit rechtzeitig über den nächsten Öffnungstermin des Heimatmuseums informieren.

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