SPD-Wahlkreiskonferenz im DGB-Haus

Bundestagswahlkreis 180: Entscheidung über Kandidatur fällt im zweiten Wahlgang

Bewerben sich um die SPD-Nachfolge von Sascha Raabe im Bundestag: die Neubergerin Yasmin Schilling, der Nidderauer Lennard Oehl (rechts) sowie der Hanauer Abdullah Unvar. Keiner der drei konnte bei der Wahlkreiskonferenz die absolute Mehrheit erreichen. Deshalb findet am 1. April eine Stichwahl statt.
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Bewerben sich um die SPD-Nachfolge von Sascha Raabe im Bundestag: die Neubergerin Yasmin Schilling, der Nidderauer Lennard Oehl (rechts) sowie der Hanauer Abdullah Unvar. Keiner der drei konnte bei der Wahlkreiskonferenz die absolute Mehrheit erreichen. Deshalb findet am 1. April eine Stichwahl statt.

Der SPD-Unterbezirk Main-Kinzig hat am Samstagnachmittag darüber abgestimmt, welcher Bewerber für den Bundestag kandidieren soll. Zur Wahl standen die Neubergerin Yasmin Schilling, der Nidderauer Lennard Oehl sowie der Hanauer Abdullah Unvar. Das Ergebnis ist denkbar knapp.

Hanau – Bei der Wahlkreiskonferenz des SPD-Unterbezirks Main-Kinzig, die am Samstagnachmittag unter strengen Hygienemaßnahmen im Hanauer DGB-Haus stattfand, gab es für die Delegierten keinen klaren Favoriten. Vorne liegt der Nidderauer Lennard Oehl mit 33 Stimmen, gefolgt von dem Hanauer Abdullah Unvar mit 31 Stimmen. An dritter Stelle folgt die Neubergerin Yasmin Schilling mit 24 Stimmen.

Da keiner der drei Kandidaten die notwendige 50-Prozent-Marke überschreiten konnte, findet am kommenden Donnerstag, 1. April, eine Stichwahl statt. Die Delegierten können zwischen 18 und 21 Uhr ihre Stimme im DGB-Haus abgeben, wie Christoph Degen, Vorsitzender des Unterbezirks, unserer Zeitung erklärte. Im zweiten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit. Dann entscheidet sich, ob Lennard Oehl, Abdullah Unvar oder Yasmin Schilling Nachfolger von Sascha Raabe wird und um den Einzug in den Bundestag kämpft.

Nachfolger von Sascha Raabe wird gesucht

Der Rodenbacher Raabe gehört dem Bundestag bereits seit 2002 an und ist dort Sprecher seiner Fraktion für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit. Er hatte bereits im Sommer 2018 angekündigt, dass er für eine sechste Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung steht (wir berichteten). Für seine Entscheidung nannte der 52-Jährige hauptsächlich persönliche Gründe.

Der Sieger der Stichwahl wird bei der Bundestagswahl am 26. September gegen Katja Leikert (CDU) antreten. Sie hatte die letzten beiden Male das Direktmandat für den Bundestagswahlkreis 180 (westlicher Teil des Main-Kinzig-Kreises) geholt und bewirbt sich in diesem Jahr um eine erneute Verlängerung. fmi

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