Bereits über 700 Unterstützer

Die „Bembel“ soll bis Frankfurt-Ost fahren: Zwei Alzenauer starten Petition im Internet

Nicht besonders attraktiv: Wegen der schlechten Anschlussverbindungen in Hanau ist die „Bembel“ nach Ansicht der Initiatoren für vielen Menschen aus der Region kein sonderlich attraktives Verkehrsmittel. Archiv
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Nicht besonders attraktiv: Wegen der schlechten Anschlussverbindungen in Hanau ist die „Bembel“ nach Ansicht der Initiatoren für vielen Menschen aus der Region kein sonderlich attraktives Verkehrsmittel. Archiv

Noch bis in die 1950er-Jahre fuhr die Kahlgrundbahn von Schöllkrippen bis Frankfurt-Ost. Das soll, geht es nach dem Willen von Björn Schneider und Thomas Stein, möglichst bald wieder der Fall sein.

Alzenau/Großkrotzenburg – Die beiden haben eine Online-Petition gestartet, mit dem Ziel, dass die „Bembel“, die derzeit in Hanau endet, wieder bis Frankfurt fahren kann. Inzwischen haben 726 Menschen (Stand Freitag) die Petition unterstützt.

Bislang hatten beide nur auf Facebook und per WhatsApp für ihr Anliegen geworben. Demnächst wollen sie auch mit Aushängen in Supermärkten um Unterschriften werben.

Wobei Thomas Stein zugeben muss, dass sich die beiden Alzenauer bislang auf Alzenau fokussiert haben. Während Schneider jeden Tag nach Frankfurt pendelt, wohnt Stein inzwischen in der Main-Metropole und fährt nur noch gelegentlich in seine Heimat.

Beiden ist jedoch wichtig, dass die Verbindung nach Frankfurt besser wird. Nicht nur schneller, sondern auch komfortabler, um möglichst viele Menschen zum Umstieg auf den Zug zu bewegen.

„Spärliche Zugtaktung“

In Richtung Frankfurt seien die Verbindungen schon gut, sagt Thomas Schneider, in der Gegenrichtung dagegen weniger. Öfters habe er den Anschluss an die „Bembel“ in Hanau verpasst, weil sein Zug aus Frankfurt Verspätung hatte.

„Bedauerlicherweise ist die Bahn, wegen der spärlichen Zugtaktung und den schlechten Anschlussverbindungen in Hanau, für vielen Menschen aus der Region kein sonderlich attraktives und verlässliches Verkehrsmittel. Um die oftmals langen Wartezeiten am Bahnhof Hanau zu umgehen, nutzen zahlreiche betroffene Pendler weiterhin den PKW für Fahrten nach Frankfurt am Main und Umgebung§, schreiben beide.

Unterschriften sollen den Bemühungen Gewicht verleihen

Vorbild ist für Scheider die Odenwaldbahn, die seit ihrer Neustrukturierung 2005 rund 50 Prozent zusätzliche Fahrgäste gewinnen konnte. Auch für Frankfurter wäre eine direkte Zugverbindung in den Kahlgrund interessant, findet er. Etwa, um dort wandern zu gehen. Mit seiner Aktion möchten beide auch den Alzenauer Bürgermeister Stephan Noll sowie Landrat Alexander Legler (beide CSU) unterstützen, die sich gerade für bessere Verbindungen in Richtung Rhein-Main einsetzen.

Die Unterschriften sollen ihren Bemühungen bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund mehr Gewicht verleihen.

Bis Ende März haben die Bürger Zeit, die Petition zu unterstützen. Auf der Online-Plattform ist zwar ein Mindestziel von 430 Unterschriften angegeben. Für Thomas Schneider wäre es aber schon wünschenswert, wenn sie mindestens 1000 Unterschriften zusammenbekämen.  thb

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