Corona-Pandemie

Einheit der Bundeswehr soll in Altenheimen des Kreises bei Tests helfen

Die Bundeswehrsoldaten lernen in der Sporthalle des Jugendzentrums die detaillierte Durchführung eines Corona-Abstrichs.
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Die Bundeswehrsoldaten lernen in der Sporthalle des Jugendzentrums die detaillierte Durchführung eines Corona-Abstrichs.

Kräfte der Bundeswehr helfen in mehreren Altenheimen im Kreis bei den Corona–Schnelltests. Die rund 50 Soldaten waren zuvor im Jugendzentrum Ronneburg von Beschäftigten des Deutschen Roten Kreuzes auf diese neue Aufgabe vorbereitet worden.

Ronneburg - „Wir haben bereits vor Wochen dafür geworben, diesen notwendigen Schritt zu gehen“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Es sei eine gute Entscheidung, dass nun bundesweit diese wichtige Unterstützung anläuft. Mit den zusätzlichen Kräften sollen das Pflegepersonal sowie Besucher von Alten- und Pflegeheimen getestet werden.

Für die entsprechende Anleitung konnten Fachkräfte der DRK-Kreisverbände Hanau sowie Gelnhausen/Schlüchtern gewonnen werden. Die Notfallsanitäter und Desinfektoren haben zu diesem Zweck unter anderem mehrere Stationen in der Sporthalle des Jugendzentrums aufgebaut.

Hier wurden das korrekte Desinfizieren der Hände, das Anlegen der Schutzkleidung und die Durchführung des Abstrichs im Detail geübt. Doch zum Einstieg gab es zunächst eine theoretische Einweisung zum Ablauf und zur Funktionsweise der PoC-Antigentests, der sogenannten Schnelltests.

Einsatz zunächst für drei Wochen vorgesehen

An der Spitze der „Kräfte Unterstützungsleistung“ steht Zugführer Oberleutnant Pascal Schmid. Wie er berichtet, kommen die im Kreis eingesetzten Soldaten aus Stützpunkten in Holzminden und Delmenhorst.

Ihr Einsatz ist hier zunächst für drei Wochen vorgesehen. Bereits seit mehreren Wochen sind zudem Kräfte der Bundeswehr im Gesundheitsamt bei der Kontaktpersonennachverfolgung tätig (wir berichteten).

Zum Auftakt des neuen Einsatzes waren auch Major Alexander Waitz vom Kreisverbindungskommando und Oberstleutnant der Reserve Sebastian Dieckhoff als Verbindungsoffizier vor Ort, um die ersten Maßnahmen zu koordinieren.

Begrüßt wurden sie an dem zwischenzeitlichen Quartier vom stellvertretenden Leiter des Gefahrenabwehrzentrums, Günther Seitz, sowie von Reinhold Walz, Leiter des Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen.

Zusammenarbeit „zuverlässig und reibungslos“

Im Gespräch bestätigten die Führungskräfte der Bundeswehr, dass der Standort sowohl als Unterkunft als auch als Ausbildungsstätte bei den Soldaten sehr geschätzt werde.

Auch die Zusammenarbeit funktioniere auf allen Ebenen „zuverlässig und reibungslos“. „Wir sind sehr daran interessiert, dass auch diese Kooperation für alle Beteiligten erfolgreich verläuft“, bestätigte Seitz das hohe Engagement auf beiden Seiten. So werde der Main-Kinzig-Kreis unter anderem aus seinem Kontingent die persönliche Schutzausrüstung für die Soldatinnen und Soldaten bereitstellen und auch sonst mit konkreter Hilfe zu Seite stehen.

Der Einsatz der Bundeswehrsoldaten in den Pflegeheimen wird koordiniert von der Abteilung Leben im Alter der Kreisverwaltung. Irmhild Neidhardt und ihr Team standen in den letzten Tagen in engem Austausch mit den Einrichtungen, um die Abläufe miteinander zu organisieren.

„Wir haben sowohl Soldaten, die fest in Einrichtungen sind, als auch mobile Testteams, die tageweise vor Ort die Testungen des Personals durchführen“, erläutert Neidhardt die Organisation.

Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit werde nun im Weiteren die Personalakquise für einen dauerhaften Testeinsatz vor Ort organisiert. „Die Arbeitsagentur und wir stehen seit einigen Tagen in engem Kontakt. Dort wird sich ebenfalls ein eigenes Team bilden und direkt Kontakt aufnehmen und sich um den sukzessiven Ersatz der Bundeswehrsoldaten kümmern. Das ist deshalb wichtig, damit die Einrichtungen auch dauerhaft entlastet werden“, so Neidhardt weiter. Die drei vom Main-Kinzig-Kreis eingerichteten zentralen Anlaufstellen für Schnelltests in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern sollen zunächst parallel weiter betrieben werden. (PM/PAR)

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