Gesellschaft

Rettung des Lorbass: Initiative nimmt wichtige Hürde

Heiner Hartmann (rechts), 40 Jahre Betreiber des Lorbas unterstützt seine potentiellen Nachfolger Alexander Schmidt (links) und Nicolas Jung (Mitte).
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Heiner Hartmann (rechts), 40 Jahre Betreiber des Lorbas unterstützt seine potentiellen Nachfolger Alexander Schmidt (links) und Nicolas Jung (Mitte).

Die Initiative zur Rettung der Gelnhäuser Szenekneipe Lorbass hat eine wichtige Hürde in ihrem Kampf um den Erhalt des Lokals genommen, indem sie Zustimmung aus der Politik erhalten haben. Nun wollen sie den nächsten Schritt gehen.

Überwältigt von den Ereignissen der letzten beiden Wochen zeigten sich die Initiatoren der Rettungsaktion „#SaveLorbass“, die sich für den Weiterbetrieb des von Schließung bedrohten Gelnhäuser Szeneclubs einsetzt. „Es ist großartig, in welchem Umfang und mit wieviel Engagement sich Stadtgesellschaft und Politik unserem Appell angeschlossen haben. All das zeigt eindrucksvoll: Das Lorbass zählt zu den unverzichtbaren Standbeinen des jugendkulturellen Lebens in Gelnhausen, war und ist für viele junge Leute quasi ihr zweites Wohnzimmer und steht heute generationsübergreifend für eine alternative Gelnhäuser Szene, mit der sich eine ganze Region identifiziert“, freuen sich Alexander Schopbach und Julia Hott, die Sprecher der Initiative. Mittlerweile zählen nach eigenen Angaben hunderte Stammgäste, ehemalige „Lorbass“-Gänger, Kulturschaffende, Vertreter unterschiedlicher Parteien sowie die Mitarbeiter der Kultkneipe zur Initiative..

Wie die Initiative am Freitag in einer Mitteilung bekanntgab, führten Hott und Schopbach in den letzten beiden Wochen zahlreiche Gespräche zum Erhalt des Lorbass. Auch Alexander Schmidt und Nicolas Jung waren an diesen Gesprächen beteiligt. Beide stehen als potentielle Nachfolger des bisherigen Pächters mit einem tragfähigen, nachhaltigen Konzept für den Weiterbetrieb in den Startlöchern

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Besonders positiv für die Initiative war die Entscheidung der Stadtverordneten am Mittwochabend, die einstimmig einen gemeinsamen Eilantrag von SPD, CDU, Grünen und FDP zum „Weiterbetrieb der Kultkneipe Lorbass“ beschlossen und somit der offenkundig geplanten Umwandlung in Büroflächen eine Absage erteilten. „Dieses parteiübergreifende Signal der Geschlossenheit freut uns umso mehr, weil die Parteien in allen Gesprächen sofort ganz klar deutlich gemacht haben, dass das geschichtsträchtige Lorbass fester Bestandteil der Jugendkultur und der Gastronomie am Bahnhof ist und erhalten werden muss“, danken Schopbach und Hott allen Fraktionen.

Einen weiteren ganz wichtigen Schritt auf dem Weg zum Erhalt des „Lorbass“ ging die Initiative bereits einige Tage zuvor: Der ehemalige Pächter Heiner Hartmann, der den Szeneclub 40 Jahre lang betrieb, überließ Nicolas Jung und Alexander Schmidt das komplette Interieur. „Für diesen grandiosen Beitrag zur Sicherung seines Lebenswerkes sind wir Heiner mehr als dankbar“, freuen sich die beiden über diese Unterstützung von Hartmann. Sie ermöglicht einen reibungslosen, authentischen Weiterbetrieb der Kultkneipe. Lediglich die Zustimmung des Immobilienbesitzers für die Fortführung des „Lorbass“-Betriebes fehle noch.. „Hier stehen jetzt zeitnah Gespräche an“, so die Initiative.

Weitere Ergebnisse der aktuellen Entwicklungen rund um den Szeneclub am Gelnhäuser Bahnhof sind ganz praktischer Natur, kündigen Nicolas Jung und Alexander Schmidt an: Der ab dem 14. September angekündigte Räumungsflohmarkt findet nicht statt. Außerdem appellieren die beiden an das Verständnis aller Gäste, dass selbstverständlich auch weiterhin der coronagemäße Betrieb oberste Priorität genießt: „Wir bitten deshalb um Verständnis, dass es am Eingang zur Wartezeiten kommen kann, wenn die maximal zulässige Besucherzahl erreicht ist“.

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