Corona-Pandemie

Corona: Main-Kinzig-Kreis meldet 60 Neuinfektionen und erreicht neue Warnstufe

Coronavirus - Berlin
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Im Main-Kinzig-Kreis wurde eine neue Warnstufe überschritten.

Der Main-Kinzig-Kreis hat mittlerweile die fünfte Warnstufe überschritten. Weitere verschärfte Maßnahmen wurden angekündigt. Die Zahl der Neuinfektionen steigt weiter.

Update 22.10.2020: Die aktuelle Entwicklung im Main-Kinzig-Kreis macht weitere Einschränkungen zum Schutz vor dem SarsCoV-2-Virus erforderlich. Das teilte der Kreis am Abend mit. Nach wie vor steigen die Fallzahlen und damit verbunden der Inzidenzwert für den Main-Kinzig-Kreis, der nun eine weitere Coronawarnstufe des Landes Hessen erreicht hat. Nach 60 neuen laborbestätigten Coronavirus-Fällen am Donnerstag hat der Sieben-Tage-Wert am Nachmittag die 75 und damit Stufe 5 erreicht.

Update 21.10.2020: Die Infektionszahlen steigen im Main-Kinzig-Kreis weiter an. Am Mittwoch hat das Kreisgesundheitsamt 69 neue Covid-19-Fälle melden. Damit erhöht sich auch noch einmal der Inzidenzwert deutlich auf jetzt 67,5. Inzwischen ist keine Region im Main-Kinzig-Kreis mehr von dieser Entwicklung ausgenommen. 

Die neuen Fälle kommen aus Hanau (24), Maintal (9), Rodenbach (7), Wächtersbach (7), Gelnhausen (3), Bad Soden-Salmünster (3), Schlüchtern (3), Gründau (2), Schöneck (2), Langenselbold, Großkrotzenburg, Freigericht, Sinntal, Hammersbach, Birstein, Bad Orb, Bruchköbel und Erlensee. Unter den neuen Fällen ist auch eine Schülerin der Kaufmännischen Schulen in Hanau, außerdem ist der Kindergarten Kinderburg in Hammersbach betroffen.

Die Zahl der aktiven Fälle beträgt jetzt 544. 18 Personen werden derzeit stationär behandelt. Wie das Kreisgesundheitsamt dazu aktuell mitteilt, finden sich darunter „überwiegend Personen mittleren Alters“. 

Update 20.10.2020: Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat am Dienstag insgesamt 35 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Obwohl deutlich weniger positive Fälle als am Montag gemeldet wurden, steigt der Inzidenzwert für den Main-Kinzig-Kreis weiter an. Dieser liegt nun bei 58,5. Die Neuinfizierten wohnen in: Hanau (8), Maintal (6), Wächtersbach (5), Freigericht (3), Schöneck (3), Bad Orb (2), Erlensee (2), Großkrotzenburg, Schlüchtern, Steinau, Rodenbach, Sinntal, Gründau. 16 Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis werden stationär behandelt

Der gestern gemeldete Ausbruch bei der SG Bad Soden ist auf ein Heimspiel der zweiten Mannschaft am 9. Oktober zurückzuführen. Bei der anschließenden Zusammenkunft im Clubhaus haben sich nachweislich zehn Personen angesteckt. In der Folge wurden inklusive der betroffenen Mannschaften, der Besucher sowie der Angehörigen der erkrankten Personen schon rund 160 Kontaktpersonen ermittelt. 

Update 19.10.2020: Der Main-Kinzig-Kreis hat am Montag 75 neue Infektionen mit dem Coronavirus vermeldet. Damit steigt der Inzidenzwert für das Kreisgebiet sprunghaft auf 53,7. Ein Großteil der Ansteckungen hat im häuslichen Umfeld stattgefunden. Darüber hinaus wird aktuell ein Ausbruch beim Fußballverein SG Bad Soden untersucht., teilte der Kreis mit.

  • Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote sind nur zulässig, wenn die Teilnehmerzahl unter freiem Himmel 100 Personen nicht überschreitet. Im geschlossenen Räumen liegt diese Grenze bei 50 Personen. 
  • An privaten Feiern und privaten Veranstaltungen mit vornehmlich geselligem Charakter dürfen im öffentlichen Raum nicht mehr als zehn Personen teilnehmen. Das gilt auch für angemietete Räume in Bürgerhäusern, Gaststätten und Dorfgemeinschaftshäusern. Hierunter fallen etwa Hochzeits- und Geburtstagsfeiern.
  • Für Feiern in privaten Räumen, insbesondere in Wohnungen, wird dringend empfohlen, die Teilnehmerzahl von zehn Personen nicht zu überschreiten. 
  • Mund-Nasen-Bedeckungen müssen überall dort getragen werden, wo Menschen dichter oder auch länger zusammenkommen. Diese Pflicht gilt insbesondere auf stark frequentierten Plätzen wie Fußgängerzonen, Marktplätze, aber auch in allen öffentlichen Gebäuden, etwa in Fahrstühlen, Kantinen und Eingangsbereichen von Hochhäusern, in den Schulen und Bildungsstätten auch im Unterricht. Davon ausgenommen sind die Grundschulen. Mund-Nasen-Bedeckungen müssen auch von Zuschauern bei sportlichen Veranstaltungen sowie durchgängig auf Tagungen, Kongressen, Messen und in Kulturstätten getragen werden – auch am Platz. 
  • Für den Wettkampfbetrieb des Breiten- und Freizeitsports gilt eine Obergrenze von 100 Zuschauern unter freiem Himmel sowie von 50 Zuschauern im geschlossenen Räumen. 
  • Der Main-Kinzig-Kreis orientiert sich am Robert-Koch-Institut und empfiehlt dringend das Tragen von textilen Mund-Nasen-Bedeckungen und nicht das Tragen sogenannter Gesichtsschilde, auch „Faceshields“ genannt. 
  • Der Ausschank, die Abgabe und der Verkauf von alkoholischen Getränken sind in der Zeit von 23 bis 6 Uhr an allen Verkaufsstätten und ähnlichen Einrichtungen, insbesondere Tankstellen, Kiosken, Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten untersagt. Die Sperrzeit für das Gastgewerbe wurde auf 23 Uhr festgesetzt.
  • Ältere und pflegebedürftige Menschen dürfen in ihren jeweiligen Einrichtungen innerhalb einer Woche drei Mal Besuch von einer Person erhalten, diese darf jeweils eine Stunde lang bleiben.  

Die neuen Infektionen vom Montag verteilen sich auf insgesamt 20 Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis: Hanau (20), Rodenbach (8), Schlüchtern (6), Wächtersbach (5), Bad Orb (5), Maintal (4), Langenselbold (4), Bruchköbel (3), Schöneck (3), Linsengericht (3), Niederdorfelden (2), Gründau (2), Erlensee (2) und Nidderau (2). Jeweils ein Fall wurde aus Ronneburg, Großkrotzenburg, Biebergemünd, Freigericht, Gelnhausen und Bad Soden-Salmünster gemeldet.

Update 18.10.2020:

Das Kreis-Gesundheitsamt hat für das Wochenende 38 neue laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zwei Menschen aus Hanau und Bad Orb sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Die Person aus Bad Orb war bereits im Mai als „genesen“ gemeldet, da die akute Infektion mit dem Virus überstanden war. Jedoch waren die durch Covid-19 verursachten Folgeschäden so gravierend, dass diese Person nun gestorben ist. Der Inzidenzwert für den Main-Kinzig-Kreis klettert mit den neuen Fallzahlen auf 43 und hat bereits seit Freitag die dritte Coronawarnstufe überschritten.

Kreis: Bürger sollen Kontakte auf Minimum beschränken

„Die hohe Zahl an Neuinfektionen bleibt besorgniserregend. Der Verwaltungsstab hat daher am Wochenende über weitere Maßnahmen gesprochen, um das Infektionsgeschehen schnellstmöglich einzudämmen und sich dabei an den Vereinbarungen von Bund und Ländern sowie zwischen dem Land Hessen und den Landkreisen orientiert“, erklärt Landrat Thorsten Stolz (SPD) in einer Mitteilung. „Wir appellieren dringend an die Bürgerinnen und Bürger, in den nächsten 14 Tagen ihre Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und sich weiterhin an die Hygienebestimmungen zu halten.“

Die vom Kreis erlassene Allgemeinverfügung zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in den weiterführenden Schulen ab der fünften Klasse tritt heute in Kraft und wird 14 Tage lang gelten. In diesem Zusammenhang weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass das Tragen von sogenannten „Faceshields“ nur in gesundheitlich begründeten Ausnahmefällen erlaubt ist, da diese Vorrichtungen Mund-Nase-Bedeckungen nicht ersetzen können.

Main-Kinzig-Kreis bereitet weitere Maßnahmen vor

Zusätzlich zu dieser Allgemeinverfügung zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckungen in den Schulen bereite der Kreis ein weiteres Maßnahmenpaket vor. Dieses betreffe Veranstaltungen und Feierlichkeiten im öffentlichen und privaten Raum mit Einschränkungen bei der Teilnehmerzahl, aber auch eine Sperrstunde für die Gastronomie.

„All diese Maßnahmen sollen dabei helfen, das Infektionsgeschehen kontrollierbar zu halten. Deshalb die dringende Bitte an die Menschen im Main-Kinzig-Kreis, die beschlossenen Maßnahmen jetzt mitzutragen, um damit jene zu schützen, die aufgrund ihres Alters oder einer Vorerkrankung große gesundheitliche Probleme durch eine Viruserkrankung bekommen könnten“, betont Stolz.  

Erstmeldung, 16.10.2020: 39 neue Infektionsfälle wirken sich auf den für das Mehrstufenkonzept maßgeblichen Inzidenzwert aus, der nun bei 40 liegt. Im Zuge dessen werden zurzeit neue Maßnahmen in rechtsform gebracht, die ab Montag in Kraft treten sollen.

Main-Kinzig-Kreis – „Wir verzeichnen einen fortlaufenden Anstieg der Infektionszahlen und auch des Inzidenzwerts. Mit dem Überschreiten der nächsten Schwelle müssen wir nun eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg bringen, die zwischen Bund und Ländern und zwischen Land Hessen und den Kreisen am Donnerstag vereinbart worden sind. Es geht klar darum, die Corona-Pandemie beherrschbar zu halten, das Wiederanfahren der Wirtschaft nicht zu gefährden sowie Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen offenzuhalten. Dazu ist es notwendig, private Kontakte zu reduzieren. Genau hier setzen die Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern an“, sagte Landrat Thorsten Stolz.

Weitere Maßnahmen sollen ab Montag im Main-Kinzig-Kreis gelten

Konkret gilt ab dem kommenden Montag zum Wiederbeginn des Unterrichtsbetriebs die Maskenpflicht in Schulen ab der fünften Jahrgangsstufe. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat der Kreis am Freitag herausgegeben, sie tritt zum Montag für zunächst 14 Tage in Kraft. Der Verwaltungsstab des Kreises bringt darüber hinaus am Wochenende – auf Grundlage der Bund-Länder-Vereinbarungen – weitere Maßnahmenverschärfungen in eine rechtssichere Form, die zeitnah in Kraft treten sollen:

  • Für Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis im öffentlichen Raum gilt eine Begrenzung auf höchstens 25 Personen (z.B. Hochzeits- und Geburtstagsfeiern in Gaststätten, Bürgerhäusern etc.)
  • Für Feiern im privaten Raum gilt die dringende Empfehlung, sie auf 15 Personen zu begrenzen,
  • In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr,
  • Die Teilnehmerzahl für öffentliche Veranstaltungen wird weiter begrenzt.

Inzidenzwert im Main-Kinzig-Kreis noch weit von Frankfurt oder Offenbach entfernt

Der Main-Kinzig-Kreis erwartet noch das überarbeitete Eskalationskonzept des Landes Hessen, das zum Wochenende angekündigt ist. Und daraus abgeleitet werden die weiteren Maßnahmen konkretisiert. „Wir wollen mit der kurzfristigen Einführung der Maskenpflicht im Unterricht den sensiblen Bereich Schule besser schützen. Darüber hinaus müssen wir es schaffen, eine Weiterverbreitung im privaten und Freizeitbereich deutlich zu reduzieren. Noch sind wir von Inzidenzwerten wie in Frankfurt und Offenbach entfernt. Aber die Entwicklung bei uns im Landkreis ist derzeit äußerst dynamisch und muss mit Blick auf die Tendenzen im Rhein-Main-Gebiet insgesamt als sehr besorgniserregend eingestuft werden“, begründete Landrat Stolz das Maßnahmenpaket.

Die Neuinfizierten wohnen in Hanau (14), Maintal (8), Nidderau, Schöneck (je 3), Gründau (2), Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Birstein, Freigericht, Gelnhausen, Hammersbach, Langenselbold, Linsengericht und Wächtersbach. Die Gesamtzahl der Fälle seit Ausbreitung im März stieg damit auf 1.686, davon gelten 1.281 als genesen. 352 Fälle sind „aktiv“. Stationär behandelt werden derzeit acht Patientinnen und Patienten aus dem Main-Kinzig-Kreis. jmg

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