Neues Lager für alle Notfälle: Kreis errichtet Anbau für größere Kapazitäten im Zivilschutz

Start für den Hallenanbau: Im Hilfeleistungszentrum in Freigericht-Somborn wird mehr Platz für den Zivil- und Katastrophenschutz geschaffen. Landrat Thorsten Stolz (vorne), Kreisbrandinspektor Markus Busanni (Dritter von links) und der Freigerichter Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz (links) geben gemeinsam grünes Licht.
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Start für den Hallenanbau: Im Hilfeleistungszentrum in Freigericht-Somborn wird mehr Platz für den Zivil- und Katastrophenschutz geschaffen. Landrat Thorsten Stolz (vorne), Kreisbrandinspektor Markus Busanni (Dritter von links) und der Freigerichter Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz (links) geben gemeinsam grünes Licht.

Bereits in der ersten Welle der Pandemie waren viele erstaunt darüber, dass der Bund den Zivilschutz offenbar vernachlässigt hat. Zentrale Lager für Schutzausrüstungen für Helfer von Wehren und Rettungsdiensten gab es nicht.

Main-Kinzig-Kreis – Auf lokaler Ebene geht es jetzt aber voran. Der Main-Kinzig-Kreis schafft zusätzliche Lagerkapazitäten für den Bevölkerungs-, Brand- und Katastrophenschutz und erweitert die bestehende Rettungswache am Hilfeleistungszentrum (HLZ) in Freigericht-Somborn.

Bereits im vergangenen Jahr haben die Bauarbeiten begonnen. „Der Zeitpunkt könnte dabei nicht passender sein“, sagte Landrat Thorsten Stolz am Rande einer Besichtigung.

„Das Hilfeleistungszentrum des Kreises mit angegliederter Rettungswache wird um ein Hochregallager sowie ein Gefahrstofflager für brennbare Flüssigkeiten, aber auch Räumlichkeiten für den öffentlichen Rettungsdienst erweitert. Der Anbau ist dringend erforderlich, da nicht zuletzt im Zuge der Pandemiebekämpfung deutlich mehr Raum für die Lagerung unterschiedlichster Güter benötigt wird“, erklärte Stolz beim Start der Bauarbeiten.

420 000 Euro für den Anbau

„Wie wichtig es ist, gut funktionierende Strukturen bei Feuerwehren und Rettungsdiensten zu haben, hat sich einmal mehr im zurückliegenden Jahr gezeigt. Deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir unser Hilfeleistungszentrum so ausstatten, dass immer eine optimale Einsatzleistung im Bevölkerungs-, Brand- und Katastrophenschutz möglich ist. In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei allen Einsatzkräften bei Feuerwehren oder im Rettungsdienst für den anspruchsvollen und anstrengenden Dienst für die Allgemeinheit herzlich bedanken“, sagte Stolz.

Markus Busanni, Kreisbrandinspektor und Leiter des Gefahrenabwehrzentrums, erläuterte die Aufteilung der neuen Lagerräumlichkeiten. In den Anbau investiert der Kreis rund 420 000 Euro. Demnach wird Platz geschaffen für rund 300 Palettenstellplätze, um dort Einsatzmittel, persönliche Schutzausrüstung sowie Desinfektionsmittel zu lagern.

Dank an die Gemeinde Freigericht

Auch der öffentliche Rettungsdienst wird weitere Räumlichkeiten erhalten. „Die Aufgaben für unsere unterschiedlichen Einsatzkräfte nehmen immer mehr zu und zuletzt sind unsere räumlichen Kapazitäten an ihre Grenzen gestoßen, was die zum Teil enormen Bevorratungen angeht, die wir zur Bekämpfung der Pandemie anlegen mussten“, erklärte Markus Busanni.

„Unser Dank gilt der Gemeinde Freigericht. Diese hat den bereits bestehenden Pachtvertrag für die betreffenden Flächen zwischen der Gemeinde und dem Main-Kinzig-Kreis erweitert. Auch die Schulleitung der Kopernikusschule sowie das Staatliche Schulamt unterstützen den notwendigen Anbau“, sagte Stolz.

„Die Gemeinde Freigericht unterstützt das Bauvorhaben gerne. Eine Rettungswache vor Ort zu haben, bedeutet für die Bürger auch, dass im Ernstfall die wichtige Hilfe schnell vor Ort ist. Umso mehr freue ich mich über die Sicherung und die Erweiterung des Standorts in Freigericht“, sagte Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz. Der Hallenanbau soll im Mai fertiggestellt sein.  thb

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