Maintal

AES-Schulleiter war zur Zeit der Anschläge in Sri Lanka

Die Frauenklinik in Beruwala erhält regelmäßig Spenden aus Deutschland. Claus Wörn (Vierter von rechts) begleitete Altlandrat Charly Eyerkaufer (Dritter von rechts) und den ehemaligen Kreisbeigeordneten Matthias Zach (links) nach Sri Lanka. Fotos: PM

Maintal. Große Trauer breitete sich auf der Welt aus, als am Ostersonntag drei Kirchen und drei Hotels in Sri Lanka Ziele von Selbstmordattentaten wurden. Bei den Anschlägen kamen mindestens 253 Menschen ums Leben und 485 weitere Personen wurden verletzt.

Von Jan Max Gepperth

Claus Wörn, Schulleiter der Albert-Einstein-Schule, war zu dieser Zeit in Sri Lanka. Dort hatte er die Partnerschule des Kreises, das Wisdom International College in Beruwala, besucht.

„Wir waren am Ostersonntagmorgen gerade bei der Einweihung einer durch die Spenden von Bürgern des Kreises sanierten katholischen Schule, die durch den Tsunami 2004 zerstört und wegen Geldmangels seit 15 Jahren nicht aufgebaut wurde, als in Colombo die Attentate passierten“, erinnert sich Wörn. „Erst mit dem Eintreffen der Polizei vor Ort erfuhren wir, was passiert war.“

Eine wirkliche Nähe habe Wörn zu den Attentaten jedoch nicht gefühlt. „Die Anschlagsorte waren ungefähr eineinhalb Autostunden von Beruwala entfernt.“ Er selbst habe in dieser Situation keinerlei Angst gespürt. „Die Menschen in Beruwala haben uns so freundlich empfangen, dass diese Umgebung vermutlich die Angst, die hätte aufkommen können, unterdrückt hat.“

Die Auswirkungen der Anschläge hatten auch kaum Auswirkungen auf die Planungen des Aufenthalts. Lediglich ein Besichtigungstermin wurde aufgrund einer abendlichen Ausgangssperre vom Abend auf den Vormittag gelegt. Ansonsten habe man vor allem in Hotels die Auswirkungen bemerkt. „Die Menschen in Sri Lanka haben jetzt sehr große Angst, dass weniger Besucher kommen“, erklärt Wörn.

Wörn nimmt viel Gutes mit

„Und das Land braucht natürlich die Einnahmen aus dem Tourismus.“ Claus Wörn selbst war einer Einladung des Schulleiters der AES-Partnerschule in Beruwala gefolgt. „Seit 2014 besteht ein Schüleraustausch mit dem Wisdom International College und nun hatte ich in den Osterferien die Gelegenheit, der Einladung zu folgen, um die Partnerschaft voranzutreiben.“ Vor Ort schloss er sich dann der Delegation der ‧Initiative „Main-Kinzig-Kreis hilft Beruwala“ unter der Leitung von Altlandrat Karl Eyerkaufer an. „Die Delegierten der Initiative fahren jedes Jahr im Frühling und Herbst nach Beruwala und ich habe den Aufenthalt auch genutzt, um mir die Hilfsprojekte vor Ort anzusehen.“

Insgesamt nahm Wörn trotz der schlimmen Ereignisse, die seine Reise überschattet haben, sehr viel Gutes mit nach Hause. „Die Herzlichkeit der Menschen, die Dankbarkeit und Freude über die Hilfe und den Willen zur Partnerschaft überwiegen die Schatten, die im Augenblick über dieser Reise liegen. Sicher werde ich Sri Lanka wieder besuchen.“

Quelle: Hanauer Anzeiger

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