Ärger um Parkplatz

Arbeiten sind in vollem Gange: Glasfaserausbau in Hochstadt und Wachenbuchen schreitet voran

Die Baumaterialien für den Glasfaserausbau werden auf dem Parkplatz neben dem Sportplatz in Hochstadt gelagert. Daher fallen zahlreiche Parkplätze weg, Baufirma und Stadt versprechen zeitnahe Besserung.
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Die Baumaterialien für den Glasfaserausbau werden auf dem Parkplatz neben dem Sportplatz in Hochstadt gelagert. Daher fallen zahlreiche Parkplätze weg, Baufirma und Stadt versprechen zeitnahe Besserung.

Maintal – In Hochstadt und Wachenbuchen rollen die Bagger und bringen die Leitungen fürs schnelle Internet unter die Erde. Derzeit verlegt die Baufirma Verne Technology in vielen Straßenzügen die Leerrohre, in die dann später die Glasfasern eingeblasen werden, die das leistungsstarke Internet bis zu jedem Kundenhaushalt bringen.

34 Kilometer Glasfaser-Leitung verlegt Deutsche Glasfaser insgesamt in beiden Stadtteilen. Vom sogenannten „Point of Presence“, der Verteilerstation vor Ort, verlaufen die Datenleitungen mit Bandbreiten von bis zu 1000 mbit/s zu jedem, der sich in der Nachfragebündelungsphase für den Wechsel zu Deutsche Glasfaser entschieden hat. Hiervon sind einige wenige Straßen ausgenommen, in denen die erforderliche Mindestquote nicht erreicht worden war (wir berichteten). Kürzlich wurde der zweite Hauptverteiler in Wachenbuchen in Betrieb genommen.

Wer sich wundert, warum mancherorts Löcher im Asphalt oder der Pflasterung nur provisorisch wieder geschlossen werden, den beruhigt der Glasfaser-Anbieter in seiner jüngsten Mitteilung: Bei den Tiefarbeiten sei es zuweilen notwendig, geöffnete Stellen ein weiteres Mal aufzunehmen. Sie würden aber mit Beendigung der Bauarbeiten final verdichtet, geschlossen und von der Stadt abgenommen.

Derzeit liegen die Bauarbeiten weitestgehend im Plan. Darauf, dass die ersten Kundenanschlüsse wie geplant Ende des Jahres aktiviert werden können, lässt sich der Anbieter jedoch nicht festnageln: „Das ist auf jeden Fall unser Plan. Allerdings gibt es noch offene Themen, die diese Planung verschieben könnten“, antwortet Deutsche Glasfaser auf Anfrage. Zu den offenen Themen zählt wohl eine Autobahnquerung, die sich aktuell im Genehmigungsverfahren befindet. Ungeachtet dessen verstärkt der Baupartner Verne in den kommenden Wochen die Anzahl der Baukolonnen, um den Zeitplan halten zu können. Bislang waren drei Kolonnen mit den Tiefbauarbeiten beschäftigt, die im vierten Quartal des Jahres abgeschlossen sein sollen.

Eine Reihe von Straßenzügen konnte bereits mit der Stadt, die jeden Ausbaubereich kontrolliert und dokumentiert und so den Bauprozess engmaschig begleitet, begangen und final abgenommen werden. „Wir freuen uns, dass die Bauarbeiten so schnell voranschreiten und die Bürger und Bürgerinnen von Hochstadt und Wachenbuchen in Kürze in den Genuss des schnellen Internets mit all seinen Vorteilen kommen“, wird Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) in der Mitteilung des Unternehmens zitiert.

Für Unmut sorgen derweil Baumaterialien, die neben dem Sportplatz und der Kinder- und Jugendfarm (KiJuFa) in Hochstadt gelagert werden. Die Baufirma nehme immer mehr Platz ein, sodass für Besucher des Fußballplatzes und der KiJuFa keine Stellplätze mehr blieben, beschweren sich einige Bürgerinnen und Bürger auf Facebook. Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser (SPD) reagierte prompt und versprach, sich darum zu kümmern, dass die Baufirma den Parkplatz wie vereinbart höchstens zur Hälfte belegt. Die Deutsche Glasfaser sagte zu, den Parkplatz wieder herzustellen und Material auf einen weiteren Lagerplatz zu verschieben.

Von Bettina Merkelbach

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