Maintal

Ausschuss gibt grünes Licht für Neubau des Maintalbads

Maintal. Die Zeichen stehen auf Neubau: Die Fraktionen haben in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montagabend die Weichen für die Zukunft des Maintalbades gestellt.

Von Carolin-Christin Czichowski

Sie sprachen sich einstimmig dafür aus, dass das Maintaler Hallen- und Freibad abgerissen und in erweiterter Form neugebaut wird. In etwa vier bis fünf Jahren könnte das neue Maintalbad samt Sauna, neuem Kursbecken und einer Röhrenrutsche dann in Betrieb genommen werden.

Der Magistrat hatte eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die eine Sanierung und mehrere Neubau-Varianten hinsichtlich ihrer Attraktivität, Wirtschaftlichkeit und Funktionalität bewertet. Zum einen wurde eine Neubau-Variante geprüft, in der das Hallen- und das Freibad eins zu eins in der jetzigen Größe ersetzt werden, zum anderen eine einfach Erweiterung sowie zusätzlich die Ergänzung durch eine Sauna.

Neubau langfristig wirtschaftlicher

Alle Neubauten würden an anderer Stelle auf dem Maintalbadgelände, im Bereich des ehemaligen Mainflusslaufs, realisiert. Das eindeutige Ergebnis der Studie: Eine Sanierung würde nicht zuletzt aufgrund einer mehrjährigen Schließung des Bades während der Bauzeit zu erheblichen Umsatzeinbußen führen. Zwar seien die Kosten für eine Sanierung des 1973 errichteten Hallen- und des 1974 angefügten Freibades mit geschätzt 9,1 Millionen Euro deutschlich geringer als bei einem Neubau.

In zehn bis 15 Jahren seien aber erneut Sanierungen notwendig, und dann hätte der Rohbau ein Alter von rund 60 Jahren erreicht und somit seinen „normalen Lebenszyklus“ abgeschlossen. Ein Neubau sei langfristig gesehen wirtschaftlicher.

Betrieb könnte weitergehen

„Aus Belegungsgründen würde eine Vergrößerung des Schwimmbeckens Sinn machen“, so Erster Stadtrat Ralf Sachtleber. Er sprach sich für den erweiterten Neubau aus, bei dem das Hallenbecken sechs statt bislang fünf Bahnen hat, es zudem ein Kursbecken gibt sowie eine Röhrenrutsche samt Landebecken. Weitere Vorteile dieser Variante: Durch die Erweiterung wird laut Machbarkeitsstudie die Attraktivität des Bades erheblich gesteigert, und durch den Erhalt des Hallenbades während der Bauzeit kann der Betrieb auch während der Bauzeit durchgehend weitergehen.

Auch die Ausschussmitglieder favorisieren diese Variante, für die in der Machbarkeitsstudie rund 20 Millionen Euro veranschlagt werden. „Wir sind mindestens für die Variante 'Neubau plus', wollen die Variante 'Neubau plus Sauna' aber nicht um jeden Preis“, sagte Karl-Heinz Kaiser (SPD). Die übrigen Fraktionen sahen das ähnlich und einigten sich darauf, dass der Magistrat zunächst den erweiterten Neubau samt Sauna plant und die fertigen Pläne den Parlamentariern schließlich noch einmal zur Abstimmung vorlegt.

Entscheidung am 11. Juni

„Es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung“, bewertete Schwimmbadleiter Roland Allmannsdörfer, der sich von Beginn an für den erweiterten Neubau ausgesprochen hatte, den Beschluss. „Eine positive Entscheidung für Maintal“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch Hannelore Eimer von der Stadtleitbildgruppe „Maintalbad“ freute sich über die Entscheidung der Ausschussmitglieder. „Es geht vorwärts“, sagte sie.

Denn das Hallen- und Freibad aus den 1970er Jahren weist erhebliche Mängel auf und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein Schwimm- und Freizeitbad. So ist unter anderem die Lüftungsanlage veraltet und zu klein, das Dach des Hallenbades undicht und auch das Freibadbecken ist sanierungsbedürftig.

Eine endgültige Entscheidung treffen die Parlamentarier voraussichtlich in der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 11. Juni. Es ist aber anzunehmen, dass sie der Empfehlung des Hauptausschusses folgen. Für die Ausschreibung und Vergabe der Planungsarbeiten kalkuliert der Magistrat aktuell mit etwa neun Monaten, die Planungs- und Bauphase würde insgesamt bis zu drei Jahre dauern. Mit einer Eröffnung des Neubaus könnte also in etwa vier bis fünf Jahren gerechnet werden.

Die Stadtverordnetenversammlung findet am Dienstag, 11. Juni, ab 18 Uhr im Bürgerhaus Bischofsheim statt. Die Sitzung ist öffentlich.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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