Corona-Krise

Maintaler Arzt infiziert: Praxis bleibt nach Rücksprache mit Kreis-Gesundheitsamt offen

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Der Corona-Virus hat Maintal erreicht und einen Arzt infiziert.

Corona erreicht Maintal. Am Montag gab der im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Maintal an der Hochstädter Ringstraße tätige Arzt Thomas Blaschek auf der Internetseite der Praxis bekannt, dass er sich als freiwilliger Helfer im Coronatestcenter Gelnhausen mit dem Coronavirus infiziert habe.

Dies, so Blaschek, müsse am Dienstag, 10. März, nachmittags geschehen sei. Nach überstandener Erkältung und Kehlkopfentzündung habe er am Samstag, 14. März, erneut Halsschmerzen, trockenen Reizhusten und Temperatur um 37,6 bekommen. Zudem sei ihm etwas schwindelig gewesen und er habe sich schwach gefühlt. Daraufhin habe er selbst einen Abstrich vorgenommen. 

„Das Ergebnis des Tests zeigte am Sonntag dann den Beginn einer Viruslast, sodass nach eingehender Rücksprache mit dem Labor und dem Leiter des Kreisgesundheitsamtes Gelnhausen, Dr. Siegfried Giernat, besprochen wurde, dass eine Infektionsgefahr für meine Patienten, Kollegen und Mitarbeiter sehr unwahrscheinlich ist“, berichtet der Hochstädter Arzt auf der Internetseite der Praxis. Blaschek führt weiter aus, dass es sehr unwahrscheinlich sei, „dass sich jemand in meiner Sprechstunde am Dienstagnachmittag beziehungsweise Abend oder am Mittwoch angesteckt hat. Donnerstag und Freitag hatte ich frei“. 

Ausführung von Blaschek sei laut Kreis  „fachlich plausibel“

In Rücksprache mit dem Kreisgesundheitsamt in Gelnhausen bleibe die Praxis in Hochstadt weiter offen. Dort praktizieren somit weiterhin Blascheks Kollegen Dr. Jochen Schellmann und Anke Nitzl. Auf Rückfrage unserer Zeitung bestätigte Kreispressesprecher Frank Walzer Montagnachmittag den Fall und die zwischen Thomas Blaschek und Dr. Siegfried Giernat erfolgte Rücksprache sowie die Entscheidung, die Praxis weiter offen zu lassen. Die Ausführungen von Blaschek auf der Internetseite des MVZ seien „fachlich plausibel“ und die Entscheidung von Dr. Giernat nach eingehender und gewissenhafter Prüfung des Falls erfolgt. Thomas Blaschek, seine Ehefrau und die Töchter befinden sich seit Sonntag in häuslicher Quarantäne. 

„Glück‧licherweise hatten wir schon vor einer Woche den Kontakt zu älteren und chronisch kranken Familienangehörigen eingestellt, nun zeigt sich, wie effektiv diese einfachen Maßnahmen sind“, erklärt der Mediziner dazu weiter auf der Homepage der Hochstädter Praxis. Wichtig ist Thomas Blaschek außerdem der Hinweis, dass er mit seinem Beitrag auf der Internetseite „zu maximaler Transparenz beitragen möchte, damit Sie die Lage gut einschätzen können“. Zuversichtlich gibt sich der Maintaler Arzt abschließend, dass er – einen milden Verlauf vorausgesetzt – seinen Patienten in „zwei Wochen wieder vollumfänglich und inzwischen immunisiert für die schwierigen Zeiten zur Verfügung“ stehen könnte.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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