Maintal

Coronavirus: AES sagt China-Austausch ab

Zu Besuch in Maintal: Wu Zhongmin (ganz rechts) und Xiong Zhi (ganz links) schauten beim letzten Austausch im Mai 2016 mit den chinesischen und deutschen Austauschschülern auch im Rathaus vorbei. Foto: PM

Maintal. Wegen des Coronavirus hat die Albert-Einstein-Schule (AES) ihren für Mai geplanten Chinaaustausch abgesagt. Dies teilte der Projektleiter des Schüleraustauschs an der AES, Bernhard Siever, mit.

Die Absage des seit 2010 regelmäßig stattfindenden Austausches mit der Zongbei-Mittelschule in Chengdu in der Provinz Sichuan ist aufgrund der aktuellen Gefährdungslage unausweichlich. Auch an anderen Schulen in Deutschland wurden in den vergangenen Tagen die Schüleraustausch-Projekte mit China vorerst auf Eis gelegt. An der Albert-Einstein-Schule führte das zu großer Betroffenheit bei den Schülern.

An sie wandte sich Siever persönlich: „Liebe Schülerinnen und Schüler, ich weiß, wie sehr ihr euch auf diesen Chinaaustausch gefreut habt, das gilt auch für mich, und wie schwer diese Entscheidung wiegt“, bekundete er sein Mitgefühl. „Wir werden unseren Chinakundekurs fortsetzen. Und ich bin sicher, dass ihr in der Zukunft einmal unter glücklicheren Umständen die Chance haben werdet, privat in das Reich der Mitte zu reisen.“

Hoffnung ruht auf Ärzten und der Regierung

Wu Zhongmin, Schulleitungsmitglied der chinesischen Partnerschule, der die chinesischen Gäste beim vorletzten Austausch begleitet hatte, zeigte großes Verständnis für die Entscheidung, drückte die große Verbundenheit der beiden Schulen aus und betonte, dass er sich bereits jetzt auf den nächsten Austausch im Jahr 2022 freue.

Sein Kollege Xiong Zhi, der beim vorletzten Besuch im Herbst 2016 in Maintal ebenfalls dabei war, meldete sich per E-Mail und beschrieb die bedrückende Atmosphäre, die zurzeit auch in Chengdu herrscht: „Meine Familie und die meisten Menschen bleiben zu Hause, sind zum Nichtstun verdammt und hoffen inständig, dass die Ärzte und die Regierung den Kampf gegen das Virus gewinnen.“

AES schickt Worte der Anteilnahme

Die internationalen Schulen in China, wie die Deutsche Botschaftsschule Peking und die Deutsche Schule Shanghai, die ebenfalls besucht werden sollten, bleiben ebenso nach Ende der Neujahrsferien bis auf Weiteres geschlossen wie alle lokalen Schulen. Betroffen ist damit auch die Partnerschule der AES. Siever drückte daher auch im Namen der Schule seine Anteilnahme aus: „Wir wünschen unseren Kolleginnen und Kollegen und den Schülerinnen und Schülern in China, dass sie von dem Virus verschont bleiben und der Höhepunkt der Gefahr bald vorüber ist.“ jj

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