Doppelte Auszeichnung: Diese Schüler haben den Preis des Schulleiters der Albert-Einstein-Schule erhalten

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Preis des Schulleiters an der Albert-Einstein-Schule: Für besonderes Engagement ausgezeichnet wurden in diesem Jahr Benno Gärtner (links) , der fünf Jahre lang die Veranstaltungstechnik der Schule gemanagt hat und Alexander Holhorst. Er war drei Jahre lang im SV-Vorstand und hat bei verschiedenen Anlässen Reden gehalten.

Zwei Schüler haben in diesem Jahr die Auszeichnung des Schulleiters der Albert-Einstein-Schule erhalten. Mit ihren besonderen Leistungen haben sie sich für diesen Preis qualifiziert.

Der eine hat sich jahrelang um die Veranstaltungstechnik gekümmert, der andere sich im Vorstand der Schülervertretung engagiert: Benno Gärtner und Alexander Holhorst haben in diesem Jahr ihr Abi an der Albert-Einstein-Schule gemacht und wurden mit dem Preis des Schulleiters ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden seit knapp acht Jahren Schüler, die sich im besonderen Maße für ihre Schule eingesetzt haben, durch den Schulleiter gewürdigt. Vergeben wird der Preis jedoch nur dann, wenn es auch würdige Kandidaten gibt. Bei Benno und Alexander habe dies klar auf der Hand gelegen, erzählt Schulleitungsmitglied Bernhard Siever. „Das war schon außergewöhnlich, was die beiden geleistet haben“, sagt er. 

Rund fünf Jahre lang hat Benno bei Theaterabenden, Konzerten und schulischen Veranstaltungen aller Art für Licht und Ton gesorgt und jedem, der etwas zu sagen hatte, das Mikrofon gereicht. Oft auch Alexander, der vor zwei Jahren zum Schulsprecher gewählt wurde und vorher bereits als Sportvorstand in der SV mitgewirkt hat. „Alexander Holhorst hat sich sehr stark für die Belange der Schüler eingesetzt, vor allem die der jüngeren und schwächeren“, sagt Siever. „Und das professionell, umsichtig und mit viel Herz.“ 

Beide Schüler kommen aus Niederdorfelden

Die jüngeren Schüler kannten ihn oft schon vom Sportplatz, da Alexander bereits seit fünf Jahren im Niederdorfelder Fußballverein als Jugendtrainer mitwirkt. In Niederdorfelden sind beide aufgewachsen und kennen sich daher bereits seit dem Kindergarten. Bei ihrem Engagement für die Schule haben die beiden sich immer auf einander verlassen können, wie Alexander erzählt: „Wenn bei Veranstaltungen mal etwas nicht geklappt hat, war Benno immer da und hat schnell eine Lösung gefunden“, sagt Alexander und lacht. Auch wenn Benno dafür durch das mit Eltern, Schülern und Lehrern voll besetzte Atrium flitzen und geduldig auf Fehlersuche gehen musste, wie er erzählt. Zur Technik kam Benno eigentlich über seinen Freund Stelio Rauch, mit dem er eine neue Anlage in der Schule installierte. Als Stelio jedoch die Schule verließ, musste Benno sich einiges selbst beibringen. „Das war ‘learning by doing’“, sagt er und lacht. „Das Wichtigste war immer eine gute Absprache mit Lehrern und Schülern und die nötige Ruhe, wenn mal etwas nicht geklappt hat.“ 

Auch hier betont Siever: „Benno hat sich darüber hinaus um viele andere Dinge gekümmert und immer eine helfende Hand angeboten.“ Wie wichtig Kommunikation, Organisation und der Mut, Entscheidungen zu fällen, sind, hat Alexander durch seine Aufgaben als Schulsprecher erfahren. Er hatte Politik und Wirtschaft sowie Chemie als Leistungskurse und sagt: „Was Demokratie bedeutet, lernt man ja theoretisch im Unterricht, aber das hautnah in einer demokratischen Organisation wie der Schülervertretung zu erleben, ist etwas ganz anderes.“ So hat er Schülerversammlungen abgehalten, Sportveranstaltungen und Schulfeste organisiert, an Konferenzen teilgenommen, die Meinung der Schüler erfragt und an die Schulleitung weitergegeben und die Arbeit der SV nach außen hin vertreten. 

Benno und Alexander brachten die SV ins Atrium der Albert-Einstein-Schule

Zusammen haben Benno und Alexander auch die SV in das Atrium gebracht, wo sie mehr Platz samt Bühne und Technik zur Verfügung hatten. „Vorher war sie in einem kleineren Raum, wo man teilweise ziemlich laut sprechen musste, damit man von allen gehört wurde – gerade, wenn es im Raum unruhig wurde“, sagt Alexander. „Benno hat mir dann ein Mikro gegeben und über die Anlage hat es viel besser geklappt.“ Die Anlage und das Mikrofon geben die beiden nun nach ihrem Abi an andere weiter. „Im Winter hab ich ein kleines Team aus Nachwuchstechnikern zusammengestellt, die ich angelernt habe“, sagt Benno, der immer noch nicht ganz von seiner Aufgabe in der Schule loslassen möchte. 

„Ich werde aber auch noch bei den nächsten Veranstaltungen da sein und die Technik begleiten, damit es einen halbwegs runden Übergang gibt.“ „Ich glaube, die Schulleitung war kurz davor, Bennos Abizeugnis zu schreddern“, sagt Alexander und lacht. „Das wäre die einzige Möglichkeit gewesen, uns hier zu behalten.“ Denn nach dem Abi wird auch Alexanders Posten als Schulsprecher frei, ein Nachfolger habe sich noch nicht angekündigt. Durch ihre Tätigkeit fühlen Benno und Alexander sich der Schule sehr verbunden und wollen auch nach dem Abitur vorbeischauen. Benno, der nach dem Abi Deutsch und Physik auf Lehramt studieren will, gibt sogar in den Sommerferien im Rahmen des Sommercamps mit anderen Lehrkräften erste Unterrichtsstunden. Alexander wird dann bereits sein duales Studium Betriebswirtschaftslehre und internationales Management beginnen.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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