Bussicherheitstraining an der Albert-Einstein-Schule

Fünftklässler lernen den richtigen Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln

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Lernen alles über das richtige Verhalten an der Haltestelle: die Schüler der Albert-Einstein-Schule.

Die Fünftklässler der Albert-Einstein-Schule nehmen am Dienstagvormittag an einem Bussicherheitstraining teil. Sie üben den zügigen Ein- und Ausstieg und erhalten wertvolle Tipps für eine sichere Busfahrt

Die Idee entwickelten 2015 der Einstein-Schulleiter Claus Wörn, Martina Sadat, Betriebsleiterin der Stadtverkehr Maintal (SVM), und Sylvia Mohr-Bimmel von der Stadt Maintal. 

Jährliches Bussicherheitstraining für fünfte Klassen der Albert-Einstein-Schule

Seitdem findet das Bussicherheitstraining jährlich mit zwei Trainingstagen statt. Sechs fünfte Klassen erhielten kürzlich die Einweisung in sicheres und korrektes Busfahren. Voraussichtlich im Herbst 2020 wird es für die neuen fünften Klassen zwei weitere Trainingstage geben. 

„Damit wollen wir sicherstellen, dass sich die Inhalte bei den Schüler verstetigen, um so eine dauerhafte Verbesserung in der Schülerbeförderung zu erreichen“, erläutert Sylvia Mohr-Bimmel, städtische Fachdienstleiterin für den Öffentlichen Personennahverkehr und Interne Dienste. 

Unterstützung von Seiten der Stadt Maintal

Die Bussicherheitstrainings basieren auf einer Kooperation zwischen dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Stadt Maintal. Die gute Zusammenarbeit mit der Albert-Einstein-Schule und dem SVM ermöglicht, das Bussicherheitstraining regelmäßig durchzuführen. 

„Wir als Stadt Maintal unterstützen dieses Angebot sehr gerne. Schließlich geht es um die Sicherheit der Schüler. Gerade die in der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oft unerfahrenen Fünftklässler profitieren von den wertvollen Tipps. Und wer sich beim Busfahren wohlfühlt und Spaß daran hat, der nutzt vielleicht regelmäßiger öffentliche Verkehrsmittel. Dadurch ließe sich die Zahl der Elterntaxis weiter reduzieren und ein zusätzlicher Beitrag zur Verkehrswende leisten“, so Bürgermeisterin Monika Böttcher. 

Konzentriertes Training bei Annika Kühner von der Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft (rms)

An diesem Vormittag übt Annika Kühner von der Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft (rms) mit den Schülern die sichere Busnutzung. Alle sind konzentriert bei der Sache, während die Trainerin erläutert, dass beim Ein- und Aussteigen nicht gedrängelt und geschubst wird. 

Trotzdem sollen die Schüler nicht trödeln. Kühner kontrolliert das Tempo deshalb mit einer Stoppuhr. In einer rund 90-minütigen, handlungsorientierten Praxiseinheit am und im Bus lernen die Schüler alles über das richtige Verhalten an der Haltestelle, beim Ein- und Aussteigen und über sicheres und partnerschaftliches Verhalten während der Fahrt in Bus und Bahn. 

„Die Schüler sollen spüren, welche Kräfte hier wirken", sagt Annika Kühner

Außerdem erhalten die Fünftklässler Informationen zu Fahrkarten, verlorenen Gegenständen sowie den vielfältigen Aufgaben des Fahrpersonals. Darüber hinaus erfahren die Schüler, wie sie sich vor unangenehmen Situationen schützen können und was in Notfällen zu tun ist.

Selbstverständlich gehört auch eine Testfahrt zum Programm. Dabei erfolgt bei einer geringen Geschwindigkeit von etwa zehn Stundenkilometern eine Notbremsung. „Die Schüler sollen spüren, welche Kräfte hier wirken. Nur so lernen sie auch, dass sie sich sogar auf einem Sitzplatz bei der Fahrt stets gut festhalten müssen“, berichtet Kühner.

Kosten für das Projekt tragen der RMV und die Stadt

Die Kosten für das Angebot tragen RMV und Stadt Maintal gemeinsam. Der SVM stellt einen Bus und den dazugehörigen Fahrer zur Verfügung. „Uns ist das richtige Verhalten der Schüler besonders wichtig. Gefährliche Situationen wollen unsere Busfahrer unbedingt vermeiden. Deshalb engagieren wir uns gerne bei diesem Angebot“, so Betriebsleiterin Martina Sadat.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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