Stadtleitbildgruppe plant weitere Aktionen

Für einen fairen Handel: Maintal erhält Fairtrade-Siegel

Meilenstein: Nathalie Scholz, Sprecherin der Stadtleitbildgruppe, freut sich über die Auszeichnung.
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Meilenstein: Nathalie Scholz, Sprecherin der Stadtleitbildgruppe, freut sich über die Auszeichnung.

Maintal ist seit dem vergangenen Frühjahr offiziell Fairtrade-Stadt. Schon zweimal musste die Auszeichnungsfeier Corona-bedingt abgesagt werden. Deshalb wird das Ereignis jetzt mittels einer Videobotschaft kommuniziert, teilt die Stadt mit.

Maintal – In dem digitalen Beitrag kommen laut Mitteilung Aktive der Stadtleitbildgruppe, Unterstützer sowie eine Vertreterin von Fairtrade Deutschland zu Wort.

Als Fairtrade-Stadt mache sich Maintal für fairen Handel und nachhaltigen Konsum stark. Dabei wird die Stadt durch Kooperationspartner unterstützt, die bewusst Produkte anbieten oder verkaufen, die unter gerechten Bedingungen erzeugt und gehandelt werden, heißt es weiter. Als Fairtrade-Stadt leiste Maintal so einen aktiven Beitrag für faire Arbeits- und Lebensbedingungen von Kleinbauern und Beschäftigten in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Siegel steht für fairen Handel und Arbeitsbedingungen

Seit 1992 gibt es das markante blau-grüne Siegel mit dem Schriftzug „Fairtrade“. Es steht unter anderem für gerechte Preise, die Kleinbauern für ihre Erzeugnisse erhalten, für das Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und die Förderung einer ökologischen Landwirtschaft. Wer Produkte mit dem Fairtrade-Siegel kauft, zeigt soziales Engagement und unterstützt den fairen Handel. Hier auch auf kommunaler Ebene ein klares Zeichen zu setzen, sei den Stadtverordneten ein wichtiges Anliegen.

2017 entschied das Gremium deshalb, dass Maintal Fairtrade-Stadt werden soll. Seitdem setzte sich eine Steuerungsgruppe mit Bürgermeisterin Monika Böttcher, Vertretern der Maintaler Fraktionen, Kirchengemeinden, des Einzelhandels und der Zivilgesellschaft dafür ein, dass Maintal die notwendigen Kriterien erfüllt, um die Zertifizierung als Fairtrade-Stadt zu erhalten.

Voraussetzung: Mindestens zwei Produkte aus fairem Handel

So konnte die ehrenamtlich aktive Gruppe um Sprecherin Nathalie Scholz Einzelhandelsgeschäfte, Floristen und Gastronomiebetriebe, aber auch Schulen, Kirchengemeinden und Vereine gewinnen, die mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten. Für den Magistrat der Stadt Maintal sei es laut Mitteilung bereits seit einigen Jahren selbstverständlich, zu offiziellen Anlässen ausschließlich fair gehandelten Kaffee und Tee anzubieten. Dies gelte auch für den Getränkeautomaten im Foyer des Rathauses.

Bürgermeisterin Monika Böttcher hat das Engagement der ehrenamtlichen Stadtleitbildgruppe begleitet.

Damit sei ein entscheidendes Kriterium für die Verleihung des Siegels erfüllt. Für die Beteiligten ist dies ein wichtiger Meilenstein, der motiviert, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. „Motiviert durch die Auszeichnung wollen wir uns nun Projekten, Veranstaltungen und der Sensibilisierung für dieses wichtige Thema widmen. Denn eine Fairtrade-Stadt braucht auch Fairtrade-Menschen beziehungsweise -Konsumenten“, sagt Nathalie Scholz.

Dabei erhält die Leitbildgruppe weiterhin Unterstützung aus der Stadtverwaltung. Nachdem Birgit Müller-Schrodt die Aufgabe als städtische Projektpatin an Christine Empter übergeben hat, wird diese der Gruppe mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wegen Corona: Glückwünsche nur per Video-Botschaft

Bevor aber die nächste Etappe beschritten wird, ist die Freude über die Zertifizierung groß. Gerne hätten die Beteiligten die Auszeichnung zum Anlass genommen, gemeinsam zu feiern und sich mit interessierten Bürgern über die Themen Fairtrade und Nachhaltigkeit auszutauschen. Doch aufgrund steigender Infektionszahlen musste die geplante Auszeichnungsfeier abgesagt werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen über Auszeichnung als Fairtrade-Stadt oder die Aktivitäten der Steuerungsgruppe gibt es bei zu Christine Empter unter Telefon 06181 400 709 oder per E-Mail an fairtrade@maintal.de oder im unter diesem Link.

Stattdessen trafen die Glückwünsche und Grüße von Lisa Herrmann, Kampagnen-Leiterin von Fairtrade Deutschland, digital ein. „Maintal ist die 708. Fairtrade-Stadt in Deutschland und nun Teil des Netzwerkes. Gerne wäre ich persönlich vorbeigekommen und hätte die Urkunde im Rahmen einer Feier überreicht. Leider fällt die Auszeichnung in die Zeit einer globalen Pandemie, die uns alle vor große Herausforderungen stellt“, so Herrmann.

Steuerungsgruppe hat weitere Projekte geplant

„Als Fairtrade-Stadt möchten wir einen Beitrag dazu leisten, die Welt ein kleines Stück gerechter zu machen. Als öffentliche Institution können wir mit gutem Beispiel vorangehen. Aber es braucht die Unterstützung jedes Einzelnen, wenn wir die prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Eine-Welt-Ländern verbessern möchten“, appelliert Bürgermeisterin Monika Böttcher.

Nach der Auszeichnung ist die Arbeit für die Steuerungsgruppe noch nicht beendet. Neben jährlichen Aktionen rund um den fairen Handel gilt es, den Kreis der Unterstützer weiter auszubauen und das Thema in Maintal bekannter zu machen

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