Gruselfest am 31. Oktober

Halloween-Haus öffnet heute: Hunderte Besucher erwartet

Halloween ist ihre Leidenschaft: Frank und Cornelia Haegner haben wieder tagelang dekoriert, damit sich die Besucher am Sonntag ordentlich gruseln.
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Halloween ist ihre Leidenschaft: Frank und Cornelia Haegner haben wieder tagelang dekoriert, damit sich die Besucher am Sonntag ordentlich gruseln.

Halloween wird auch im Main-Kinzig-Kreis ordentlich gefeiert. Auf ein Gruselhaus in Maintal können sich viele Fans freuen. Es öffnet heute Abend für Besucher.

Maintal – Halloween ist Schwerstarbeit. Zumindest für Frank Haegner. Seit einer Woche verteilt er riesige Spinnennetze, befestigt Gespenster und Hexen und sorgt für die richtige Sitzordnung der Skelette am Lagerfeuer. „Es ist schon ein Riesenaufwand, bis alles passt“, sagt Frank Haegner. Spätestens am Sonntagabend sind die Mühen meist vergessen. Dann ist Halloween – und das Haus der Haegners in Bischofsheim wird wieder zur Pilgerstätte für große und kleine Gruselfans.

Seit 2016 dekoriert das Ehepaar sein Haus samt Grundstück (wir berichteten). Mit dem Gruselfieber angesteckt haben sich die Haegers auf ihren USA-Reisen. „In Amerika sind die Leute totale Halloween-Fans. Da gibt es fast in jedem Ort Häuser, die von oben bis unten geschmückt werden“, erzählt Cornelia Haegner. Nach ihrer Rückkehr ist beiden klar: Was die Amerikaner können, können wir schon lange.

Halloween-Haus in Maintal: Viele Besucher bestaunen die Attraktion

Das Paar durchforstet das Internet nach Ideen, kauft Unmengen Dekoartikel. Dass es die ausgefallensten Stücke in den USA gibt, auch das ist für die Haegners kein Hindernis: Sie lassen die Teile per Spedition importieren. Was Frank und Cornelia Haeger nicht kaufen können, basteln sie selbst. So wie die fünf Meter große Spinne, die über dem Vorgarten wacht. „Der Körper ist aus Styropor, bezogen mit Teddyplüsch“, sagt Cornelia Haegner. Die restliche Zeit des Jahres lagern Skelette, Grabsteine und Geister in der Küchen- und Hausgeräte-Firma des Paares. „So groß ist unser Keller dann doch nicht“, lacht sie.

Und der Aufwand lohnt sich: Von Jahr zu Jahr kommen mehr Besucher zum Halloween-Haus in der Straße Am Tränkgarten in Maintal. Rund 300 sind es im ersten Jahr, 2019 strömen fast 600 Gruselfans zum Haus der Haegners. „Die komplette Straße war voll. Das war schon fast ein bisschen zu viel des Guten“, sagt Frank Haegner.

Selbstgebastelt: Die riesige Spinne hängt im Vorgarten der Haegners.

Maintal: Halloween-Haus mit Rundgang ist Besucher-Magnet

Im vergangenen Jahr macht Corona den Gruselhaus-Initiatoren einen Strich durch die Rechnung. Der Rundgang muss ausfallen, nur etwa 150 Besucher kommen, um sich gruseln zu lassen. „Viele waren verunsichert. Aber wir hätten ja ohnehin die Anzahl beschränken müssen“, sagt Frank Haegner. Auch in diesem Jahr gibt es keinen Rundgang. Trotzdem rechnet das Paar mit deutlich mehr Andrang.

Damit es ein corona-konformer Gruselspaß wird, sollten alle Besucher ein Kostüm mit Gesichtsmaske tragen und eine Sarglänge Abstand einhalten. Auch den Friedhof wird es in diesem Jahr nicht geben. „Ab und zu muss es ja mal was Neues geben“, sagt Cornelia Haegner. Dass sie ein bisschen verrückt sind, bestreiten die Bischofsheimer nicht. Als Geschäftsleute hätten sie bislang trotzdem versucht, Firma und Halloween-Hobby voneinander zu trennen. Insbesondere die ältere Kundschaft will das Paar nicht durch einen Rundgang vorbei an Särgen und Skeletten vor den Kopf stoßen. Doch die Sorgen sind unbegründet: „Viele Kunden haben uns darauf angesprochen, dass sie enttäuscht darüber waren, dass wir sie nicht eingeladen haben“, erzählt Cornelia Haegner. Seitdem finden sich auf der Firmenhomepage nicht nur Infos über Küchenprodukte – sondern auch zum Halloween-Spektakel am 31. Oktober.

Gegrillte Ratten über dem Lagerfeuer, das Frank Haegner aus Bauschaum und Farbe gebastelt hat.

Halloween-Haus in Maintal: Ab Sonntagabend können sich Besucher wieder gruseln

Die Eheleute freuen sich, wenn am Sonntagabend ab 18 Uhr wieder viele große und kleine Halloween-Fans durch den Vorgarten streifen, und sich gruseln lassen. „Wir machen das alles ja nur für die Leute. Wenn sie uns später sagen, dass es ein tolles Erlebnis war, hat sich die ganze Arbeit gelohnt“, sagt Frank Haegner. Mittlerweile sind die Gruselhaus-Macher nicht nur in ihrer Heimatstadt bekannt. Vergangene Woche steht Frank Haegner in einem Frankfurter Baumarkt an der Kassel, als ihn der Mitarbeiter anspricht. Er sei doch der mit dem Halloweenhaus. „Da war ich schon baff“, sagt er.

Das Halloweenhaus, Am Tränkgarten 9 in Bischofsheim, öffnet am Sonntag, 31. Oktober, von 18 bis etwa 21 Uhr seine Pforten. Kinder sollten mindestens sechs Jahre alt sein. (Kristina Bräutigam)

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