Netzwerk

Hilfe für krebskranke Frauen: Selbsthilfegruppe bringt Broschüre zum 40-jährigen Bestehen heraus

Die Jubiläumsbroschüre der Selbsthilfegruppe soll einen Einblick in die Vielfalt der Veranstaltungen und Aktivitäten geben.
+
Die Jubiläumsbroschüre der Selbsthilfegruppe soll einen Einblick in die Vielfalt der Veranstaltungen und Aktivitäten geben.

„Lust auf Leben – jetzt!“ so lautet das Motto, unter das die Frauenselbsthilfe Krebs in Maintal anlässlich ihres Jubiläums ihre Festschrift gestellt hat. Seit 44 Jahren bietet die Organisation bundesweit und in Maintal seit 40 Jahren ein Netzwerk für an Krebs erkrankte Frauen.

Maintal – Betroffene werden aufgefangen, können sich zu unterschiedlichsten Fragestellungen informieren und finden Begleitung durch die verschiedenen Phasen ihrer Krankheit. „Wir wollen uns nicht zurückziehen, Krebs darf kein Tabu sein, wir wollen Kraft ausstrahlen, wollen zeigen, dass sich das Leben auch mit einer schweren Erkrankung lohnt“, so Nieves Schwierzeck, die langjährige Leiterin der Gruppe. Mit und durch den Krebs leben lernen, darin sehen die Frauen das Potential ihrer Erkrankung.

Die Jubiläumsbroschüre soll einen Einblick in die Vielfalt der Veranstaltungen und Aktivitäten geben. „40 Jahre sind eine lange Zeit. Immer noch erleben wir die Wichtigkeit unserer Arbeit, deren Grundlage die eigenen Erfahrungen sind“, erklärt Karin Daferner, stellvertretende Gruppenleiterin. „Durch unser Beispiel zeigen wir, dass Krebs nicht gleichbedeutend mit Tod sein muss, sondern immer mehr zu einer Erkrankung wird, die gut bewältigt werden kann.“

Die Pandemie hat die Arbeit der Frauenselbsthilfe Krebs radikal verändert. Seit dem ersten Lockdown im März gab es fast keine Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mehr. Das Onko-Café im Klinikum Hanau musste genauso eingestellt werden wie Besuche von Patiententagen, Infoveranstaltungen und Zusammenkünfte zum Austausch untereinander.

Trotz der Kontaktbeschränkungen konnten unter Einhaltung der Kontakt- und Hygieneauflagen noch einige Kreativ-Workshops und Besinnungstage im Kloster Engelthal angeboten werden. Mit dem neuen Format „Walk and Talk“ wurden wie bereits berichtet auch mehrere Treffen im Freien organisiert. Alles Weitere verlagerte sich jedoch ins Digitale. Sehr geholfen haben hier laut Mitteilung neu eingerichtete Messenger-Gruppen. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit und werden regelmäßig genutzt.

Hoffnungsvoll blickt die Frauenselbsthilfe Krebs auf das Jahr 2021. Das nächste Live-Treffen ist – vorbehaltlich der dann geltenden Kontaktregelungen – für den 5. Januar geplant. Nähere Auskünfte gibt es bei Nieves Schwierzeck z 06181 493820. Auch die Festschrift ist hier verfügbar.  ccc

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare