Kultur

Junges Theater Wachenbuchen inszeniert Alice im Wunderland als Theaterspaziergang für Familien

Das Junge Theater Wachenbuchen organisiert corona-konforme Theaterspaziergänge. Wir habe mit Initiator Chistoph Goy über das Konzept gesprochen.
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Das Junge Theater Wachenbuchen organisiert corona-konforme Theaterspaziergänge. Wir habe mit Initiator Chistoph Goy über das Konzept gesprochen.

Mit einer eigenen, für Wachenbuchen verfassten Version von „Alice im Wunderland“ erprobt das Junge Theater Wachenbuchen ein neues Konzept für Theateraufführungen unter Corona-Bedingungen. „Es ist ein sicheres Konzept“, sagt Regisseur und Ideengeber Chris Goy, „die Gesundheit des Publikums und der Schauspieler steht an erster Stelle. Die Vorstellung wird mit Abstand stattfinden, alle halten Distanz, die Darsteller und das Publikum.“

Maintal – Chris Goy und das Junge Theater Wachenbuchen, seit Jahren bekannt für wunderbare Inszenierungen, werden ihr neues Stück „Alice im Wunderland“ als Theaterspaziergang durch Wachenbuchen aufbauen. Jeweils zehn Personen bilden eine Gruppe, die von einem Guide durch die Stationen im Wunderland begleitet wird. Gespielt wird an insgesamt zwölf Orten, zehn davon sind im Freien. Start ist am evangelischen Gemeindehaus, dort spielt auch die erste Szene. Dann führt der etwa drei Kilometer lange, 90-minütige Theaterspaziergang durch Wachenbuchen. Jede Szene wird ungefähr fünf bis sieben Minuten dauern. Zum kurzen Ausruhen können jeweils zwei Stühle angeboten werden, die nach jeder Nutzung desinfiziert werden.

Für das Finale wird die Kirche in das Schloss der Herzkönigin verwandelt. Das sind die Rahmenbedingungen, unter denen gutes Theater wieder möglich sein soll. „Die Spieler wollen wieder auf die Bühne“, sagt Chris Goy. Auch ihm ist die Freude darüber, wieder mit den Schauspielern proben zu können, anzumerken.

Theatergruppe aus Maintal wurde hart von dem Lockdown getroffen

Im März war das JTW hart vom Lockdown getroffen worden. Die Generalprobe zum „Theaterdinner“ konnte noch stattfinden, die erste Ausführung fiel bereits in das allgemein verhängte Verbot von Veranstaltungen, eine bittere Pille für Darsteller und Catering-Service. Die kontaktlose Zeit der letzten Monate hatte man beim JTW genutzt, um die Requisiten und Kostüme zu ordnen und zu archivieren. Auch das Gemeindehaus wurde renoviert. Doch eigentlich will man wieder spielen.

Jetzt, nachdem Chris Goy das neue Format dem Kirchenvorstand präsentiert hat, kann es mit den Proben endlich wieder losgehen. „Ich hätte mir nicht träumen las-sen, für eine Inszenierung jemals ein Hygienekonzept entwerfen zu müssen“, sagt der kreative Kopf des JTW, dessen Konzept eines Thea-terspaziergangs bereits von anderen Städten als Gastspiel angefragt worden ist.

Theatergruppe aus Maintal führt auch neue Figuren in den Klassiker ein

Das Publikum darf sich auf eine leichte, bunte und heitere Vorstellung und beste Unterhaltung freuen, wenn es einige Abenteuer im Wunderland erlebt. Schräge, neu erfundene Figuren tauchen auf, wie ein Zauber-Zeisig, der Maulwurf ‚Blinda’ oder die Grinsekatze, die Alice mit Ratschlägen weiterhelfen. Doch diese muss ihren eigenen Weg finden. „Alice im Wunderland kann man auch als Initiationsreise verstehen,“ sagt Goy. Vor der Abenteuerreise in das Land der Fantasie gilt es eine Frage zu beantworten: „Wie kommt man dorthin, wenn die Tür so klein ist?“

Karten für den Theaterspa-ziergang „Alice im Wunder-land“ sind als Zeittickets bis zum 27. September zu bu-chen unter z 0177 1494 543, auch über WhatsApp. Die Tickets werden gedruckt, personalisiert und können eine Woche später im Sonnenstudio Sommersprosse in Wachenbuchen gegen Barzahlung abgeholt werden.

Vorverkauf und Termine

Tickets kosten 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Es gibt keine Tageskasse. Die Termine für den Theaterspaziergang sind Samstag, 3. Oktober, Sonntag, 4. Oktober, Samstag, 10. Oktober, und Sonntag, 11. Oktober, jeweils um 14.20, 14.40, 15, 15.40, 16, 16.40, 17 und 17.40 Uhr.

Die Verfügbarkeit der Tickets ist online einsehbar.

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