Städtische Pläne

Maintal blickt voraus: Diese Aktivitäten sind 2021 geplant

Viele Veränderungen stehen am Opel-Eck und auf dem Real-Gelände an. In Dörnigheim könnte ein komplett neues Viertel entstehen. Archiv
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Viele Veränderungen stehen am Opel-Eck und auf dem Real-Gelände an. In Dörnigheim könnte ein komplett neues Viertel entstehen. Archiv

Maintal – Kinderbetreuung, Wohnungsbau, Klimaschutz und natürlich Corona. Bei einem Pressegespräch haben Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) und Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser (SPD) die Projekte und Planungen der Stadt Maintal für 2021 vorgestellt. Die wichtigsten Themen zusammengefasst.

  • Bürgerservice: Wie Kaiser verkündete, soll der Bürgerservice stärker digitalisiert werden. Bereits in den nächsten Wochen soll beispielsweise die Terminvergabe für den Stadtladen online erfolgen. Zusätzlich plant die Stadt ein sogenanntes 24/7-Terminal vor dem Rathaus aufzustellen. Dieses soll es ermöglichen, unabhängig von Öffnungszeiten Ausweise, Zertifikate oder ähnliches abholen zu können.
  • Klimaschutz: Seit Ende 2020 sind die beiden Klimaschutzmanager in Maintal im Amt. Sie sollen das Klimamanagement der Stadt vorantreiben wie die Schaffung eines Klimarates oder das Klima-Controlling für Beschlussvorlagen in der Politik.
  • Ausbau von Betreuungsplätzen: Bürgermeisterin Böttcher stellte die geplanten Kitaerweiterungen und Neubauten (wir berichteten) noch einmal vor. Auch die Betreuungssituation war ein Thema. „Wir können als Träger einiges in die Waagschale werfen. Maintal ist dafür bekannt, dass Qualität in der Kinderbetreuung einen hohen Stellenwert hat“, sagte Böttcher. Daher sei man erfreut, dass man bereits im vergangenen Jahr zehn weitere pädagogische Fachkräfte gewinnen konnte. Da man jedoch noch lange nicht bei einer vollen Auslastung der Betreuungsräume angekommen sei, bleibe es eine Daueraufgabe, weiterhin Personal zu gewinnen.
  • Spielplätze: Kaiser erklärte, dass man sich bei der Planung von Spielplätzen nach den Wünschen der Kinder richten wolle. „Das sehen Sie am Flugzeugspielplatz in Bischofsheim, wo auch in den nächsten Wochen eine entsprechende Erweiterung in Betrieb gehen wird“, erklärte der Erste Stadtrat. Darüber hinaus wolle man, wenn neuer Wohnraum entsteht, direkt die Spielplätze einplanen. Kaiser verwies hierbei auf die Eichenheege oder den Berghof.
  • Kinder- und Jugendangebote : Weil Angebote für Kinder und Jugendliche immer mit persönlichen Angeboten verbunden seien, arbeite man zurzeit an alternativen Möglichkeiten, die Ferienspiele umzusetzen. Zudem bestehe die Hoffnung , dass man sie wie gewohnt anbieten kann.
  • Kunst und Kultur in der Pandemie: Auch für dieses Jahr sind wieder Open-Air-Lesungen geplant. Diese konnten bereits 2020 erfolgreich unter anderem am Hochstädter Schützenhäuschen umgesetzt werden. Darüber hinaus sollen mit gezielten Graffiti-Aktionen die Verteilerkästen im Stadtgebiet verschönert werden. Abgesehen davon sollen abhängig vom Infektionsgeschehen alternative Kultur- und Kunstangebote geplant werden.
  • Mobilität : Neben der Stärkung des Radverkehrs plant die Stadt auch einen barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen. Hier sollen im nächsten Schritt die Bushaltestellen Raiffeisenstraße, Betriebshof, Waldsiedlung, Plättenweide und Opel-Eck umgebaut werden.
  • .Friedhofsentwicklung: Neben neuen Bestattungsformen sollen auch der Friedhof Bischofsheim erweitert und die Friedhöfe in Wachenbuchen und Hochstadt saniert werden.
  • Stadtentwicklung : Bei dem Pressegespräch stellte Böttcher noch einmal alle wichtigen Bauprojekte vor, mit denen sich die Stadt Maintal 2021 beschäftigen wird. Erstmals öffentlich wurden die Planungen zum Real-Gelände. Hier soll bis zum Frühjahr ein städtebauliches Konzept vorgelegt werden. Auf dem etwa 3,2 Hektar großen Areal könnten Wohnungen, eine Kindertagesstätte und Einzelhandel entstehen. Die Bedeutung des Einzelhandels auf dem Gelände als Nahversorger in Dörnigheim hob Böttcher hervor. Auch der Schandfleck Opel-Eck soll mittelfristig aufgewertet werden. Hier könnten bis zu 76 Wohneinheiten entstehen. Zusammen mit dem Bauprojekt am Alten Kesselstädter Weg entsteht laut Böttcher „ein neues Viertel im Stadtteil Dörnigheim.“ Die Machbarkeitsstudie „Dörnigheim Ost“ zeigt zudem Möglichkeiten für die Fläche gegenüber des Real-Geländes auf. Wo derzeit noch Ackerland ist, könnte ein Mischgebiet mit Gewerbe und Wohneinheiten entstehen.
  • Sicherheit: Die Stadtpolizei soll personell verstärkt werden, damit vor allem in den Abendstunden an bekannten Punkten öfter kontrolliert werden kann. „Es gibt viele Erwartungen der Bürger in puncto Sicherheit“, erklärte Kaiser, „nicht alle können erfüllt werden.“ Derzeit sei die Stadtpolizei vor allem damit beschäftigt, die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. (Von Michael Bellack Und Jan Max Gepperth)

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