Verkehrsentwicklung

Den Verkehr in Fluss bringen: Bauausschuss beschließt Planung zur Veränderung der Bahnhofsstraße

Ein Kreisel soll die Ampelanlage ablösen. Visualisierung: Planungsbüro Von Mörner
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Ein Kreisel soll die Ampelanlage ablösen.

„Es ist wichtig, die Nahmobilität zu fördern und dafür zu sorgen, dass der Verkehr in Fluss kommt“, warb Bürgermeisterin Monika Böttcher am Dienstagabend im Verkehrsausschuss für eine Vorlage des Magistrats zu den Planungen des Verkehrsknotenpunktes Südumgehung/Bahnhofsstraße.

Maintal – In diesem Konzept, das von dem Darmstädter Planungsbüro Von Mörner ausgearbeitet wurde, soll vor allem die Bahnhofsstraße deutlich verändert werden. So wurde unter anderem die Einrichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung zwischen Landesstraße und Bahnhofsstraße thematisiert.

Christian Wolf von der WAM-Fraktion stand dem Konzept gespalten gegenüber. „Ich bin ein großer Freund von Kreiseln, aber eine große Dringlichkeit sehen wir in diesem Fall nicht“, fasste er die Position seiner Fraktion zusammen. Stattdessen solle man die Gelder vor allem in Hinblick auf den kürzlich beschlossenen Haushalt im Blick behalten.

Ampelanlage müsste erneuert werden

Wie Jörg Wuff, Fachdienstleiter für Stadtplanung und -entwicklung, am Dienstagabend im Ausschuss erklärte, sei die dortige Ampelanlage veraltet. Sollte nicht kurz- oder mittelfristig eine andere Lösung gefunden werden, würde Hessen Mobil auf eine Erneuerung der Lichtanlage bestehen.

Der Vorlage des Magistrats ist zu entnehmen: „Die Ampelanlage ist nicht auf dem neuesten Stand und sollte bereits 2018 von Hessen Mobil modernisiert werden. Da der Knotenpunkt im Integrierten Verkehrsentwicklungsplan 2017 (IVEP 2017, Maßnahme H1.2) als Kreisverkehrsplatz geplant ist, wurde Hessen Mobil gebeten, die Erneuerung der Ampelanlage zurückzustellen.“ Daher sah es der Magistrat für notwendig, jetzt diesen Beschluss zu tätigen.

Kosten von 1,3 Millionen Euro sind bereits im Haushalt eingearbeitet

Zudem stellte der vom Planungsbüro anwesende Ingenieur Moritz von Mörner eine Förderung unter anderem durch das Land in Aussicht und schätzte den Förderumfang auf bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten ein.

Bürgermeisterin Böttcher ergänzte zudem, dass die Kosten in Höhe von ungefähr 1,3 Millionen Euro bereits im Haushalt 2021 eingestellt wurden und damit zur Verfügung stehen. Die CDU ergänzte den Antrag anschließend um den Auftrag an den Magistrat, sich um die entsprechenden Fördermittel zu bewerben.

Förderungen seien möglich

Laut Von Mörner sei es bei dem Knotenpunkt der Wunsch gewesen, auch den Fußgängern und Radfahrern Beachtung zu schenken. Daher sollen zusätzlich zu dem in dem Entwurf vorhandenem Kreisel auf der Bahnhofsstraße Fahrradschutzstreifen zur Verbesserung des Radverkehrs integriert werden.

Insgesamt wurden sowohl die Vorlage des Magistrats als auch der Änderungsantrag der CDU vom Aussschuss mehrheitlich angenommen. Somit kann die Planung für die Anpassung der Bahnhofsstraße fortgeführt werden. (Von Jan Max Gepperth)

Hintergründe zur Umsetzung

Aussagen zur Verkehrsregelung können von der Stadt noch nicht getroffen werden, da diese erst im Rahmen der Ausführung geklärt würden. „Aufgrund der Verkehrsbelastung der Straße ist eine Fahrtrichtung offen zu halten – jeweils eine Fahrtrichtung kann durch Baustellensignalisierung frei gegeben werden“, heißt es von Seiten der Stadt. Die Maßnahmen sollen 2022 beginnen und werden auf ungefähr sechs Monate geschätzt.

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