Zielquote nicht erreicht

Deutsche Glasfaser dementiert Gerüchte in den sozialen Medien: Noch keine Entscheidung zu Glasfaser

Kommt das schnellere Internet nach Hochstadt und Wachenbuchen? Diese Frage wird wohl erst im Laufe dieses Monats beantwortet. Die angestrebte 40-Prozent-Quote wurde zum Stichtag nicht erreicht.
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Kommt das schnellere Internet nach Hochstadt und Wachenbuchen? Diese Frage wird wohl erst im Laufe dieses Monats beantwortet. Die angestrebte 40-Prozent-Quote wurde zum Stichtag nicht erreicht.

Ob das zukunftsfähige Glasfaser-Netz für Hochgeschwindigkeitsinternet-Verbindungen in Hochstadt und Wachenbuchen verlegt wird, bleibt auch nach der verlängerten Nachfragebündelungsphase offen.

Maintal – Bis zum Stichtag am 23. Januar blieb die Anzahl der abgeschlossenen Verträge hinter der Zielquote zurück. Denn damit die „Fiber to the Home“-Anschlüsse (FTTH) bis zu jedem Kundenhaushalt verlegt werden, müssen sich mindestens 40 Prozent in beiden Stadtteilen für den Anbieter Deutsche Glasfaser entscheiden. In der ersten Akquisephase hatten nicht genug Maintaler Haushalte einen Vertrag abgeschlossen. Daher hatte der Anbieter die Nachfragebündelung bis zum 23. Januar verlängert (wir berichteten).

Ob sich die Quote nun erfüllt, ist derzeit noch offen, wie die Deutsche Glasfaser diese Woche mitteilte. 1000 Verträge seien dank des Engagements vieler Fürsprecher und Multiplikatoren unterzeichnet worden. Dennoch sei die Beteiligung in einigen Ortslagen und Straßenzügen unterdurchschnittlich. „Derzeit werden die eingegangenen Verträge noch verifiziert und verschiedene Lösungsansätze geprüft“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. „Mit einer Entscheidung ist voraussichtlich im Februar zu rechnen. Die Projektleitung sowie die Netzplanung von Deutsche Glasfaser werden nun einen wirtschaftlich umsetzbaren Rahmen ermitteln.“

Deutsche Glasfaser hat keine Erklärung zum Ursprung der Informationen

Dennoch kursiert seit vergangener Woche in einigen Maintaler Facebook-Gruppen das Gerücht, der Ausbau sei beschlossene Sache. Nutzer berichten, sie seien von Mitarbeitern der Deutschen Glasfaser angerufen und informiert worden, dass sie einen Anschluss erhalten. Sogar Details wie eine zu hohe Quote von Mehrfamilienhäusern und eine Anpassung der Zielquote auf 30 Prozent werden diskutiert.

Woher diese Informationen stammen, kann sich die Deutsche Glasfaser auf Nachfrage nicht erklären. Die Facebook-Gruppe „Deutsche Glasfaser Maintal“ sei kein offizieller Kommunikationskanal des Anbieters, erklärt die Pressestelle. Die Kunden der Deutschen Glasfaser würden auch nicht einzeln angerufen, sondern nach der Entscheidung eine Auftragsbestätigung per E-Mail erhalten.

Bis final feststeht, ob das Projekt umgesetzt wird oder nicht, können sich Interessenten weiterhin melden, um einen Vertrag zu den vergünstigten Konditionen der Nachfragebündelung abzuschließen. (Von Bettina Merkelbach)

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