Corona-Pandemie

„Die Maintaler sind sehr vorbildlich“: Unterwegs bei den Corona-Kontrollen der städtischen Ordnungspolizei

Die städtischen Ordnungspolizisten patrouillieren auf dem Dörnigheimer Wochenmarkt an der Maintalhalle – und achten besonders auf die Einhaltung der Corona-Regeln.
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Die städtischen Ordnungspolizisten patrouillieren auf dem Dörnigheimer Wochenmarkt an der Maintalhalle – und achten besonders auf die Einhaltung der Corona-Regeln.

Regelmäßig führt das Ordnungsamt der Stadt Maintal Corona-Kontrollen auf den Wochenmärkten der Stadt durch. Wir haben die Ordnungspolizisten bei einer Kontollrunde begleitet.

Maintal – „Mittlerweile haben die Leute es verinnerlicht“, sagt Osman Jasarevic und wirft einen prüfenden Blick in die überschaubare Menschenmenge. „Zu Beginn hatten viele noch ihre Schwierigkeiten, an die Maskenpflicht und das Abstandsgebot zu denken. Aber inzwischen müssen wir fast niemanden mehr daran erinnern. Die Maintaler sind sehr vorbildlich.“ Der Ordnungspolizist und seine Kollegin Romy Ulrich sind an diesem Dienstagvormittag auf dem Dörnigheimer Wochenmarkt unterwegs – und kontrollieren die Einhaltung der geltenden Corona-Vorschriften.

„Wir achten in erster Linie darauf, dass die Marktbesucher ihren Mund-Nase-Schutz richtig tragen und anderthalb Meter Abstand zueinander halten“, erklärt Romy Ulrich. Sie ist seit rund fünf Jahren Ordnungspolizistin in Maintal, hat in der Stadtverwaltung auch schon ihre Ausbildung absolviert. „Dieses Jahr ist schon besonders“, sagt sie. „Vor allem besonders anstrengend.“

Maintal: Leiter des Ordnungsamts sieht die Behörde als personell gut aufgestellt

Frank Meisinger leitet seit 2002 das Maintaler Ordnungsamt.

Das bestätigt auch Frank Meisinger. Seit 2002 leitet er das städtische Ordnungsamt – und hat in der ganzen Zeit keine vergleichbare Situation wie die Corona-Pandemie erlebt. „Es ist ein erheblicher Mehraufwand für meine Kollegen und mich“, erklärt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Immer wieder müssen er und sein Team auf neue Verordnungen und die zugehörigen Auslegungshinweise reagieren. „Teilweise gibt es alle zwei bis drei Tage neue Verordnungen“, sagt Meisinger.

Und natürlich würden die sonstigen Aufgaben – wie etwa die Gefahrenabwehr und die Überwachung des Verkehrs auf Maintals Straßen – nicht wegfallen. „Es ist schon ein Spagat, den wir machen müssen“, sagt Meisinger. Personell sieht er die Maintaler Ordnungsbehörde allerdings gut aufgestellt – auch für die Herausforderungen, die die Corona-Pandemie noch bereithalten könnte. „Anfang Dezember fangen drei neue Ordnungspolizisten bei uns an“, so der Fachdienstleiter.

Nur 42 Bußgeldverfahren wurden wegen Hygieneverstößen in Maintal eingeleitet

Im Januar kommt noch ein weiterer Mitarbeiter hinzu. Damit ist der Stellenplan für den Fachdienst mit insgesamt elf Mitarbeitern, davon insgesamt neun Ordnungspolizisten, wieder im Soll. „Dann können wir auch wieder die Präventionsstreife in den Abendstunden einrichten“, so der Fachdienstleiter. Diese war seit Januar aufgrund von Personalmangel ausgesetzt worden.

42 Bußgeldverfahren wurden seit Anfang der Pandemie in diesem Zusammenhang in Maintal eröffnet. Wie viel Geld damit eingenommen wurden, kann Meisinger nicht sagen: „Die Bußgelder werden vom Main-Kinzig-Kreis erhoben.“ Anders als etwa in Frankfurt, Wiesbaden oder Kassel würden die Bußgelder hier nicht bei der Stadt landen. „Aber ohnehin steht das Erheben von Bußgeldern nicht im Vordergrund“, so der Fachdienstleiter. „Im Gegenteil: Unsere Mitarbeiter sind dazu angehalten, möglichst verständ- und rücksichtsvoll in das Gespräch mit den Bürgern zu gehen.“ Gleiches erwarte Meisinger auch anders herum und wirbt für Rücksicht und Verständnis für uniformierte Beamte.

Angriffe auf die Einsatzkräfte habe es in Maintal bislang nicht gegeben, so Meisinger. Und auch mit renitenten Maskenverweigerern oder so genannten Corona-Leugnern hatte die Ordnungspolizei bislang nichts zu tun. Das bestätigen auch Romy Ulrich und Osman Jasarevic, während sie ihre Streife auf dem Wochenmarkt an der Maintalhalle fortführen. „Es gibt zwar den einen oder anderen Passanten, der genervt reagiert, wenn wir ihn auf die Maskenpflicht hinweisen. Aber die meisten haben Verständnis“, sagen sie.

Abstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen: Schilder weisen auf die Corona-bedingten Verhaltensregeln hin.

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