Mehrgenerationen-Haus geplant

Ein Ort für alle Generationen: Stadt erwirbt Kirchengrundstück an der Hermann-Löns-Straße

Wohnen, ein Mehrgenerationen-Haus und ein Jugendzentrum unter einem Dach: Es ist ein bislang einzigartiges Projekt in Maintal, auf das sich (von links) Pfarrer Eckhard Sckell, Bürgermeisterin Monika Böttcher und Ludwig Weiler freuen.
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Wohnen, ein Mehrgenerationen-Haus und ein Jugendzentrum unter einem Dach: Es ist ein bislang einzigartiges Projekt in Maintal, auf das sich (von links) Pfarrer Eckhard Sckell, Bürgermeisterin Monika Böttcher und Ludwig Weiler freuen.

Wohnen und Leben für alle Generationen unter einem Dach. Diese Idee soll in der Hermann-Löns-Straße in Dörnigheim Wirklichkeit werden. Dort hat die Stadt Maintal kürzlich das Grundstück der Evangelischen Kirchengemeinde Dörnigheim erworben. Auf einer Gesamtfläche von knapp 5000 Quadratmetern soll Wohnbebauung realisiert werden. Vorgesehen ist auch ein Mehrgenerationen-Haus mit zusätzlichen Räumlichkeiten für die Jugendarbeit der Kirchengemeinde.

Maintal –„Es ist ein Projekt mit Leuchtturmcharakter – nicht nur für die Waldsiedlung, sondern für Maintal und die Region. Denn die Verbindung von Wohnraum, Mehrgenerationen-Wohnen und Jugendzentrum ist bislang einzigartig in Maintal. Dadurch entsteht ein Brückenschlag zwischen den Generationen – und das alles unter einem Dach“, heißt es in der Mitteilung der Stadt zu dem Erwerb des Grundstücks. „Es ist ein Projekt, von dem alle profitieren“, freute sich Bürgermeisterin Monika Böttcher, als sie sich vor Ort mit Pfarrer Eckhard Sckell und Ludwig Weiler von der Stadtleitbildgruppe „Mehrgenerationen-Wohnen“ traf. „Wir schaffen nicht nur bedarfsgerechten Wohnraum, der so dringend benötigt wird, sondern ermöglichen den unmittelbaren Kontakt und damit einen lebendigen Austausch zwischen den Generationen“, ergänzte Böttcher, die davon überzeugt ist, dass sich das Projekt positiv auf das gesamte Quartier auswirken wird.

Die Verbindung von Mehrgenerationen-Wohnen und Räumen für die Jugendarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Dörnigheim findet auch Weiler äußerst spannend. Er ist Pate der Stadtleitbildgruppe „Mehrgenerationen-Wohnen“.

Mehrgenerationen-Wohnen soll entstehen

Die ehrenamtliche Gruppe befasst sich seit 2010 intensiv mit der Idee, in Maintal ein Mehrgenerationen-Haus zu verwirklichen. Als besonders anspruchsvoll erwies sich in der Vergangenheit die Suche nach einem geeigneten Grundstück und einem Bauträger. Durch die städtischen Flächen könne die Stadt Maintal die Baumaßnahme nun in Eigenregie planen und umsetzen.

„Die Gruppe freut sich über den großen Schritt auf dem Weg zum Mehrgenerationen-Wohnen. Das wird eine Hausgemeinschaft mit abgeschlossenen Wohnungen und gemeinschaftlich genutzten Räumen. Ein Haus, in dem Menschen von jung bis alt lebendigen Austausch pflegen, sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen, eine Gemeinschaft, die lebendige Nachbarschaft pflegt mit den Menschen in den umliegenden Häusern und vor allem mit den jungen Menschen im Jugendzentrum. Wir freuen uns darauf und über die wohlwollende und beständige Unterstützung durch alle Gremien der Stadt und der Kirche“, so Weiler.

Auch die Kirchengemeinde soll Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen

Möglich wurden Planung und Umsetzung des Vorhabens durch den Erwerb des Kirchengrundstücks, auf dem die Gemeinde ein Jugendzentrum unterhält. Die benachbarten Grundstücke befinden sich bereits im Eigentum der Stadt. „Der Kauf bedeutet aber keinesfalls das Aus für die Jugendarbeit in der Waldsiedlung. Im Gegenteil. Der Stellenwert des Jugendzentrums in der Hermann-Löns-Straße ist allen Akteuren bewusst. Deshalb wird das Juz bis zum Beginn der Baumaßnahmen weiterhin geöffnet bleiben. Später stehen der Kirchengemeinde Räumlichkeiten im Neubau zur Verfügung, die sie anmieten wird“, erklärt die Stadt im Zuge ihrer Mitteilung.

„Unser Juz besteht schon seit über 50 Jahren. Wir wollen auch in Zukunft für die Kinder und Jugendlichen in der Waldsiedlung da sein. Mit der Stadt und der Stadtleitbildgruppe ,Mehrgenerationen-Wohnen’ wollen wir uns absprechen, wie wir das konkret am Besten gestalten“, wird Pfarrer Sckell in der Mitteilung der Stadt zitiert.

„Ich freue mich, dass wir auf diesem städtischen Grundstück eine Idee umsetzen können, die Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Interessen und Herkunft miteinander in Kontakt bringen und verbinden wird. Dieses Vorhaben ist einzigartig und etwas ganz Besonders“, so Bürgermeisterin Böttcher abschließend.  jmg

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