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„Freizeitwert im Umkreis erhöhen“: Betreiber des Gibson planen Beachclub in Maintal

So sehen die Pläne für den „Mainstrand“ aus, über die die Parlamentarier morgen diskutieren. 
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So sehen die Pläne für den „Mainstrand“ aus, über die die Parlamentarier morgen diskutieren.

Eine Freizeit- und Eventfläche direkt am Wasser – das plant die Gibson GmbH, die seit 2012 den gleichnamigen Club auf der Frankfurter Zeil betreibt. Eine Entscheidung über das Projekt soll voraussichtlich in der Stadtverordnetenversammlung kommenden Montag (26. Oktober 2020, ab 18 Uhr im Bürgerhaus Bischofsheim) fallen, insofern diese wegen der neuen Corona-Beschränkungen stattfinden kann.

Maintal – „Es soll ein im Rhein-Main-Gebiet einzigartiges Projekt werden“, heißt es in der Beschreibung. Für die Umsetzung haben die Gesellschafter nun eine geeignete Fläche gefunden – und zwar in Maintal. Auf Antrag der SPD-Fraktion sollten die Parlamentarier in der kommenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses über die Realisierung des Projektes diskutieren., ehe die Entscheidung final in der Stadtverordnetenversammlung getroffen wird.

Konkret plant die Gibson GmbH, auf dem privaten, bislang ungenutzten Gelände zwischen dem Maintaler Sportboothafen und dem Campingplatz unweit der Rumpenheimer Fähre eine 36 000 Quadratmeter große Erholungs- und Eventlocation zu errichten – unter anderem mit einem Restaurant, einem Badestrand sowie einem Badeschiff. Auch für die sportliche Betätigung wollen die Gesellschafter der Gibson GmbH sorgen: Es soll Wassersportangebote genauso geben wie ein Beachvolleyball- sowie ein Boulefeld.

Betreiber des Gibson wollen in Maintal „einen deutlich siebenstelligen Betrag investieren“.

Für die Realisierung will die Gibson GmbH eigenen Angaben zufolge „einen deutlich siebenstelligen Betrag investieren“. Das bringe auch das langfristige Interesse der Betreiber zum Ausdruck, heißt es in der Beschreibung des Projektes, das auf mindestens 20 Jahre ausgelegt sein soll. Das Einzugsgebiet für den Beach Club soll das gesamte Rhein-Main-Gebiet umfassen und sogar darüber hinausgehen. „Bis nach Aschaffenburg im Osten und Heidelberg im Süden“, heißt es. Und weiter: „Wir werden auf einem Teil des Geländes einen Parkplatz errichten, gehen aber davon aus, dass ein Großteil der Gäste aus dem Umkreis mit dem Fahrrad anreist.“ Auch die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln werde in Zukunft, wenn die Straßenbahnlinie 11 ausgebaut ist, eine größere Rolle spielen.

Mit dem Projekt will die Gibson GmbH rund um ihren geschäftsführenden Gesellschafter Madjid Djamegari sich neben dem Club in der Frankfurter Innenstadt breiter aufstellen. „Nicht erst durch Corona stellen wir fest, dass der Freizeitwert im Rhein-Main-Gebiet stark limitiert ist“, heißt es in der Projektbeschreibung. An heißen und trockenen Tagen, die aufgrund des Klimawandels immer häufiger auftreten, würden die Menschen in Frankfurt und den anderen Städten mangels Alternativen auf die wenigen vorhandenen öffentlichen Flächen am Main drängen. Außerdem ziehe es Menschen seit jeher ans Wasser. „Die vorhandenen Badeseen in der Region sind an einem Sommertag bereits morgens um 10 Uhr überfüllt“, heißt es weiter.

Projekt in Maintal soll laut Betreibern des Gibson 2021 in die erste Saison gehen - Falls die Politik zustimmt

Das Gelände unweit des Sportboothafens ist nach Ansicht der Betreiber bestens für ihr Vorhaben geeignet: „Der Main bei Maintal bietet ein einmaliges romantisches Naturschauspiel.“ Umso bedauerlicher sei es, dass diese Flächen bisher ungenutzt „vor sich hin darben“ würden und zum Teil nicht öffentlich zugänglich seien. „Sowohl das Hafen-Areal als auch der Campingplatz sind wenig attraktiv, von der abgezäunten Wiese dazwischen ganz zu schweigen.“ Das möchte die Gibson GmbH gern ändern.

Sollten die Stadtverordneten dem Projekt zustimmen, kann es schon schnell losgehen. „Sollte im Herbst eine Entscheidung für die Umsetzung fallen, könnten wir das Projekt bereits in 2021 in eine erste Saison starten.“ Im Jahr darauf könnten dann die festen Gebäude errichtet werden.

Die öffentliche Sitzung des Hauptausschusses, in der das Projekt federführend beraten werden soll, beginnt morgen um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Bischofsheim. Besucher werden jedoch dringend darum gebeten, sich an die geltenden Vorschriften und Beschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus zu halten.

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