Begegnungsstätte

Maintal: FTD Dörnigheim eröffnet neuen Raum für Jugend

Mit Maskottchen „Anneliese“ auf dem Arm freut sich Jugendleiter Dennis Herpich (links) gemeinsam mit Rolf Eisenhauer, dem Vorsitzenden der Freien Turnerschaft 06 Dörnigheim, auf die Eröffnung der neuen Begegnungsstätte „Schwanennest“ am 26. September.
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Mit Maskottchen „Anneliese“ auf dem Arm freut sich Jugendleiter Dennis Herpich (links) gemeinsam mit Rolf Eisenhauer, dem Vorsitzenden der Freien Turnerschaft 06 Dörnigheim, auf die Eröffnung der neuen Begegnungsstätte „Schwanennest“ am 26. September.

Auf das Miteinander in seinem Verein ist Rolf Eisenhauer, Vorsitzender der der Freien Turnerschaft 06 Dörnigheim, besonders stolz. Selbst während der Pandemie habe der Traditionsverein kaum Mitglieder verloren, erzählt er. „Wir sind eine große Familie.“

Maintal – Doch genau in der Zeit, als der Trainingsbetrieb still stand, habe man gemerkt, was fehlt: Ein Raum für die Kinder und Jugendlichen im Verein, in dem sie auch abseits der Übungsstunden eine Anlaufstelle finden.

Jugendleiter Dennis Herpich wollte das ändern. „Ein Verein ist vielmehr als nur Sport. Er hat eine große soziale Komponente. Es geht um die Gemeinschaft und den Austausch. Genau dafür wollten wir einen Raum schaffen.“

Ein Jahr, nachdem er die Idee im Jugendvorstand besprochen hatte, ist sein Traum jetzt Wirklichkeit geworden: Am Sonntag, 26. September, eröffnet der Verein seine Begegnungsstätte „Schwanennest“. In dem Raum im Vereinshaus an der Uferstraße, einer ehemaligen Wohnung, sollen die Kinder und Jugendlichen künftig gemeinsam basteln, kochen und backen, außerdem soll es Vorlesestunden, Filmabende oder Erste-Hilfe-Kurse geben. Manchmal sei es schon genug, einfach zuzuhören. „Wir möchten unserem Nachwuchs im Verein ein Zuhause geben. Eben ein Nest, in dem sie sich geborgen fühlen“, sagt Herpich.

Möglich gemacht haben den Traum von der Begegnungsstätte zahlreiche Spender. Dennis Herpich hatte ein Video im vereinseigenen Youtube-Kanal hochgeladen und um Spenden gebeten. Mit riesigem Erfolg: „Innerhalb einer Woche hatten wir alles zusammen. Sessel, Sofa, Schränke, Geschirr, Brettspiele und sogar eine Playstation 3, es war gigantisch“, erzählt der 29-Jährige, der selbst seit Geburt an Mitglied im Verein ist. Genau wie der Rest der Familie.

Am Tag der Einweihung wird auch das Maskottchen des „Schwanennest“ getauft. Der Stoffschwan, den eine Freundin von Dennis Herpich genäht hat, wird den Namen „Anneliese“ erhalten; in Erinnerung an Anneliese Schmitt, deren Familie den Verein mitgegründet hatte. „Ihr war der Vereinsnachwuchs immer mit das Wichtigste. Ohne ihre Pionierarbeit im Jugendbereich würde es unseren Verein so nicht geben“, sagt FTD-Vorsitzender Rolf Eisenhauer.

Im März 2020 ist Anneliese Schmitt mit 90 Jahren verstorben. „So aber hat sie weiterhin ein Auge auf uns und unseren Verein“, so Eisenhauer. Und noch eins ist dem Vorsitzenden wichtig. Auch wenn die neue Begegnungsstätte eigentlich für die Kinder und Jugendlichen des Vereins bestimmt ist. Befreundete Nicht-Mitglieder sind ausdrücklich willkommen. „So können wir unser Angebot weiter publik machen. Wer weiß, vielleicht bekommen wir ja so neue Mitglieder.“

Aufgrund der Pandemie ist für die Teilnahme an der Einweihungsfeier eine Anmeldung erforderlich bei Marion Herpich unter 0171 7416103. Von Kristina Bräutigam

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