Startschuss für das schnelle Netz

Maintal: Glasfaserausbau in Wachenbuchen und Hochstadt beginnt mit dem Spatenstich

Spatenstich zum Glasfaserausbau auf dem Gelände der Hochstädter Feuerwehr: Florian Frommherz, Projektleiter Deutsche Glasfaser, Wirtschaftsförderin Anke Prätzas, Peter Vix vom Baupartner Verne Technology, Bürgermeisterin Monika Böttcher und Wirtschaftsförderin Sara Eisenmann (von links).
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Spatenstich zum Glasfaserausbau auf dem Gelände der Hochstädter Feuerwehr: Florian Frommherz, Projektleiter Deutsche Glasfaser, Wirtschaftsförderin Anke Prätzas, Peter Vix vom Baupartner Verne Technology, Bürgermeisterin Monika Böttcher und Wirtschaftsförderin Sara Eisenmann (von links).

Auch wenn die trockene Erde den offiziellen Spatenstich zu einem kleinen Kraftakt machte, können sich große Teile von Hochstadt und Wachenbuchen schon bald über schnelleres Internet freuen. Denn wenn die Bauarbeiten für den Kotenpunkt, den Point of Presence, der Deutschen Glasfaser auf dem Gelände der Feuerwehr Hochstadt beginnen, dürften die Bagger weit weniger Mühe mit dem Erdreich haben.

Maintal – „Das ist ein super Tag, jetzt geht es endlich los“, freute sich Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) bei der Veranstaltung im kleinen Rahmen. „Das Thema schnelles Internet hat nicht zuletzt durch Homeschooling und Homeoffice an Wichtigkeit gewonnen“, betonte sie, Unternehmen und Privatpersonen würden künftig optimale Rahmenbedingungen vorfinden.

Wie Florian Frommherz, Projektleiter der Deutschen Glasfaser, erklärte, stehe nun ein strammer Zeitplan bevor. Ende des dritten Quartals 2021 sollen die Arbeiten soweit erledigt sein. Die nötigen Kabel müssen vom bisherigen Fixpunkt im Dörnigheimer Gewerbegebiet zunächst nach Hochstadt und dann nach Wachenbuchen verlegt werden. Unter anderem auch unter der Autobahn hindurch. „Das ist natürlich nicht immer ganz leicht, die entsprechenden Genehmigungsverfahren laufen bereits“, so Frommherz.

Wenn die Baumaschinen dann anrollen, werden im ersten Schritt Leerrohre in die Straßen eingebracht, in diese werden dann die Glasfasern verlegt. Auch in künftige Neubaugebiete werden bereits Leerrohre verlegt, damit dann nur noch die Glasfaserkabel eingebracht werden müssen.

Glasfaseranschluss verspricht schnellste Internetverbindung

Alle, die sich für einen Anschluss der Deutschen Glasfaser entschieden haben, können sich dann über Übertragungsraten von einem Gigabyte freuen. „Streaminganbieter wie Netflix bieten immer wieder eine höhere Qualität und setzen uns unter Druck. Wenn die Anschlüsse aktiv sind, sind wir denen voraus, die sonst den Druck aufbauen“, erklärte Frommherz.

Zumal die jetzt verlegten Glasfaseranschlüsse wegweisend für die Zukunft sein werden, auch wenn sich die Technologie noch weiter entwickelt. „Theoretisch sind mit den Anschlüssen auch höhere Bandbreiten möglich, das ist nach oben noch skalierbar“, so Frommherz. Das sah auch Böttcher so: „Damit haben wir für die Zukunft erst mal ausgesorgt. Das, was dann in der Erde drin ist, reicht.“

Nicht alle in Wachenbuchen und Hochstadt erhalten Glasfaseranschluss

Der Weg hin zum nun beginnenden Glasfaserausbau in Wachenbuchen und Hochstadt verlief bisweilen so, wie die ein oder andere Internetverbindung – ruckelig. Im Herbst vergangenen Jahres hatte die Deutsche Glasfaser begonnen, die Maintaler über das Projekt zu informieren und anschließend eine Nachfragebündelung durchgeführt, um zu ermitteln, wie viele potenzielle Anschlüsse es geben wird. Obwohl diese Nachfragebündelung im November verlängert wurde, blieb die Nachfrage unter den Erwartungen. Als Zielquote wurden 40 Prozent der Haushalte in Wachenbuchen und Hochstadt ausgegeben. Obwohl diese Zahl nicht erreicht wurde, entschied sich die Deutsche Glasfaser im März dieses Jahres, das Glasfasernetz dennoch zu bauen – jedoch mit Ausnahmen.

Sowohl in Hochstadt als auch in Wachenbuchen werden kleine Teilbereiche bei dem Ausbau nicht berücksichtigt, da sich hier nur circa ein Prozent der Haushalte für einen Glasfaseranschluss angemeldet hatte. In Hochstadt betrifft dies einige Mehrfamilienhäuser im Maulbeerweg, in der Bernauer Straße, der Wachenbucher, Vogelberg- und Kalkhausstraße. In Wachenbuchen sind einige Mehrfamilienhäuser auf westlicher Seite am Ortseingang in der Saalburg- und Hahnekammstraße ausgenommen.

Einschränkungen wegen Arbeiten

Bei den anderen Haushalten beginnen nun schon bald die Arbeiten, die zum Teil Einschränkungen für Fußgänger und Autofahrer zur Folge haben. Im Rahmen der Arbeiten werden geöffnete Stellen im Asphalt vorerst nur provisorisch geschlossen. Der mögliche Unmut verfliegt laut den Verantwortlichen jedoch meist recht schnell, wenn im Netz mit Highspeed gesurft werden kann.

Von Michael Bellack

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