Fähre Maintal/Mühlheim

Mainfähre: Bürgerinitiative erneuert Vorwürfe

Die Anlegestelle bleibt trotz der Bemühungen der Initiative verwaist. Archiv
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Die Anlegestelle bleibt trotz der Bemühungen der Initiative verwaist. Archiv

Die Bürgerinitiative Fähre Mühlheim/Maintal hat sich in einer Mitteilung erneut zu den Umständen der Einstellung des Fährbetriebs geäußert. Demnach habe die Initiative die Unterlagen zur Fähre, die von der Stadt Maintal zur Verfügung gestellt wurden, ausgewertet. Aus Sicht der Initiative gehe daraus hervor, dass „von Beginn an eine Einstellung des über 120-jährigen Fährbetriebs zwischen Mühlheim und Dörnigheim vorgesehen war“.

Maintal – „Dem Kreis Offenbach war die Fähre aus finanziellen Gründen lästig geworden. Spätere Begründungen wie technische Mängel, Unzuverlässigkeit des Personals oder Missachtung von Sicherheitsvorschriften wurden erst nachträglich aufgesattelt“, lauten die Vorwürfe der Fähraktivisten in der Mitteilung.

Außerdem habe man keine Antworten zu Anfragen rund um die Havarie der Fähre im Juli 2019 und die Bewerbungen auf die Ausschreibung des Fährbetriebs erhalten. Dies habe am Kreis Offenbach gelegen. Da dieser im Gegensatz zur Stadt Maintal nicht über eine Informationsfreiheitssatzung verfüge, war der Kreis nicht verpflichtet, diese Unterlagen herauszugeben.

Das sei nach Ansicht der Bürgerinitiative ein klares Indiz dafür, dass der Kreis Offenbach innerhalb der dreijährigen Auseinandersetzung zur Fähre nicht mit offenen Karten spielte. Die Fähraktivisten kritisieren zudem, dass Bewerbungen von ausgebildeten Fährleuten vorgelegen hätten, obwohl deren Fehlen für den Kreis Offenbach die Hauptbegründung für den Beschluss zur „endgültigen“ Einstellung des Fährbetriebs gewesen sei. Der Kreis hatte diese Bewerbungen jedoch nie dementiert, sondern nur darauf hingewiesen, dass es nicht ausreichend Bewerbungen gegeben hätte. Zudem wirft die Initiative den Verwaltungen mangelnde Bürgernähe und Einbeziehung vor, die man drei Jahre lang wiederholt eingefordert hatte.  bel

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