Mainfähre

MS Dörnigheim bleibt stillgelegt: Kreistag entscheidet sich gegen Wiederaufnahme der Mühlheimer Fähre

Entscheidung: Die Fähre bleibt still. Archiv
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Entscheidung: Die Fähre bleibt still. Archiv

Die Mainfähre bleibt im Museum: Der Kreistag hat sich mehrheitlich sowohl gegen neue Gespräche über eine Wiederaufnahme der Fährverbindung als auch gegen eine kleinere Fähre ausgesprochen. Freie Wähler und Grüne hatten entsprechende Anträge vorgelegt.

Maintal –Neben neuen Verhandlungen mit dem Landkreis Offenbach und den Städten Mühlheim und Maintal hatten die Freien Wähler auch einen Zweckverband als Lösungsvariante ins Spiel gebracht. „In der heutigen Zeit, wo über Klimapolitik und ein Umdenken in der Verkehrspolitik gesprochen wird, ist ein Verzicht auf eine Fährverbindung, die eine 120-jährige Tradition aufweist, ein Schritt in die falsche Richtung. Mit der Wiederherstellung des Fährbetriebes würde eine nachhaltige klima- und umweltfreundliche Lösung geschaffen, die den Bürgerinnen und Bürgern in der Region am Main wieder kurze Wege schafft und viele Kilometer auf den Landstraßen erspart“, so Carsten Kauck in der Antragsbegründung.

„Unterirdisch“, war für Anja Zeller (Grüne) dieser Versuch, die bereits beendeten Gespräche über die Fortsetzung der Fährverbindung wieder aufzunehmen. Zumal sich das Fährschiff längst im Ruhehafen in Rumpenheim befinde. Stattdessen sollte geprüft werden, ob sich eine Fähre ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer realisieren lasse. „Eine Autofähre hat zwischen Mühlheim und Maintal keine realistische Zukunft mehr. Jedoch sollte die kurze Wegeverbindung für den Freizeitverkehr und die gute Anbindung der beiden Städte Maintal und Mühlheim zumindest für den Rad- und Fußverkehr erhalten bleiben. Wie so etwas gehen kann, zeigt die Freizeitfähre in Frankfurt-Höchst“, so die Antragsbegründung der Grünen.

Eine Mehrheit gab es allerdings für beide Anträge nicht: „Die Stadt Maintal hat entschieden, dass sie keine neuen Fährmodelle will und damit sind auch die Bemühungen des Kreistages beendet“, erklärte der Kreistagsabgeordnete und ehemalige Maintaler Bürgermeister Erhard Rohrbach (CDU). Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Schejna hielt es nicht für angebracht, sich in die Belange einer Stadt einzumischen, „die Initiative müsste schon von dort kommen“. Andreas Müller, Fraktionsvorsitzender von Die Linke, war offener: „Gesprochen werden kann immer“, erinnerte er daran, dass seine Partei auch schon mal eine Solar-Fähre ins Spiel gebracht hatte. Aber auch für diesen Vorschlag konnte sich bislang kein Beteiligter begeistern. (Von Andreas Ziegert)

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