Frauenselbsthilfe

„Walk and Talk“: Neue Veranstaltungsreihe der Frauenselbsthilfe Krebs Maintal kommt gut an

Mit 900 Euro unterstützt die DAK-Gesundheit Hanau die neue Veranstaltung „Walk and Talk“.
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Mit 900 Euro unterstützt die DAK-Gesundheit Hanau die neue Veranstaltung „Walk and Talk“.

„Tatsächlich ist dies heute eines der ersten Treffen seit dem Lockdown im März“, sagen Nieves Schwierzeck, Karin Daferner und Susanne Hoffmann.

Maintal – Die drei Ansprechpartnerinnen der Frauenselbsthilfe (FSH) nach Krebs in Maintal freuten sich deshalb besonders über die rege Teilnahme der Frauen am Spaziergang, der vergangenen Dienstag am Sportplatz „Dick Buche“ in Dörnigheim startete. Die Freude war umso größer, da es sich Tanja Schreiber-Ries, die Leiterin des Servicezentrums der DAK-Gesundheit in Hanau, und ihre Kollegin Tanja Rodowski nicht nehmen ließen, an diesem Nachmittag persönlich vorbeizukommen und einen großen Scheck zu übergeben. Mit 900 Euro unterstützt die Krankenkasse aus ihrem Budget für Selbsthilfegruppen die Initiative der FSH. Die Maintaler Frauen hatten eine Förderung für Wander- und Einkehrtage im Kloster Engelthal im Rahmen des neuen Veranstaltungsreihe „Walk and Talk“ erfolgreich beantragt.

„Örtliche und regionale Selbsthilfegruppen können nach § 20 h SGB V einen Antrag auf Förderung stellen“, so Schreiber-Ries. „Das Formular hierzu ist auf der Website der DAK online gestellt.“

„Walk & Talk" kam bei der Maintaler Gruppe der FSH gut an

Nach der symbolischen Scheckübergabe am Dörnigheimer Waldrand ging es in kleinen Gruppen durch den deutlich kühleren Forst. Die Route führte die Frauen rund um die kleinen Seen. Nieves Schwierzeck hatte während des Corona-Lockdowns viele Spazierwege rund um Maintal für sich neu entdeckt. „Leider“, sagte sie, „waren die Bänke oft besetzt.“ Inzwischen hat Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos), unter anderem auf ihre Anregung hin, sechs neue Holzbänke aufstellen lassen, sehr zur Freude der Spaziergängerinnen. Denn nicht alle Frauen wollten die ganze Runde laufen und nutzten eine kleine Pause auf der Bank für ein ausführliches Gespräch.

Gute Gespräche kann man auch beim Spazierengehen führen: „Walk and Talk“ kommt gut an bei den Mitgliedern der Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs Maintal an.

„Walk & Talk“ kommt gut an bei der Maintaler Gruppe der FSH. Vor allem den etwa zehn Frauen, die sich seit März neu der Frauenselbst-hilfe Maintal angeschlossen haben, war gerade der persönliche Kontakt wichtig. Man wollte sich kennenlernen, sich nicht nur über Telefon, E-Mail oder WhatsApp austauschen. So entstand schließlich die Idee, dies im Freien zu organisieren.

Gemeinsame Ausflüge und Spaziergänge schon vor Corona

Schon vor Corona haben die Frauen hin und wieder gemeinsame Ausflüge und Spaziergänge unternommen. Jetzt haben sie diese Aktivitäten im Freien fest in ihr Programm aufgenommen. Anfang Juli hatte nach viermonatiger Pause das erste Mal „Walk and Talk“ im Park Wilhelmsbad stattgefunden. Es folgte eine Wanderung im Grünen rund um den Lausbaum an der Hohen Straße und schließlich die dritte kleine Seen-Wanderung.

In der Regel kommen 20 bis 30 Frauen zu jeder Veranstaltung der FSH, die Vorträge sind häufig noch besser besucht. Bislang nutzte die Frauenselbsthilfe kostenfrei einen Raum des DRK Maintal. Doch hier können sich aktuell – unter Einhaltung der Abstandsregeln und des vorgeschriebenen Platzbedarfs pro Person – maximal acht Personen aufhalten. Das reicht bei Weitem nicht aus, um die monatlichen Treffen in gewohnter Weise fortzuführen. Die Frauen tauschen in vertrauli-cher Runde ihre Erfahrungen aus, sie geben Wissenswertes aus dem Gesundheitssystem weiter, organisieren Vorträge zu onkologischen Fragestel-lungen und machen sich vor allem gegenseitig Mut.

Der Wunsch nach einem größeren Raum

Und auch die Lebensfreude kommt dabei nicht zu kurz. „Wir bräuchten dringend einen größeren Raum“, sagt Nieves Schwierzeck. Die Katholische Kirchengemeinde Allerheiligen in Dörnigheim hat bereits Anfang August für einen Vortrag von Frau Dr. Richter zum Thema Impfungen den Gemeindesaal zur Verfügung gestellt. Noch allerdings ist nicht sicher, ob die FSH diesen großen Raum regelmäßig wird nutzen können. Bis auf Weiteres unter-halten sich die Frauen also beim Laufen. „Das tut uns gut“, ist die einhellige Mei-nung. Sie kommen raus aus dem Alltag, sehen sich wie-der, tauschen sich aus.

Der nächste „Walk and Talk“ findet wieder statt am 1. September um 14.30 Uhr. Geplant sind Spaziergänge durch die „Grüne Mitte“ in Dörnigheim. Auskunft und Anmeldung unter Frauen selbsthilfe-maintal@gmx.de. Mehr Infos hier. (Von Ulrike Pongratz)

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