Stadt Maintal

Zwei Neue für die Stadt: Nina Stiehr und Dimitri Militschenko sind Maintals neue Klimaschutzmanager

Bürgermeisterin Monika Böttcher begrüßt die beiden Klimaschutzmanager Dimitri Militschenko und Nina Stiehr (von links). Beide sind im Fachdienst Stadtentwicklung und Stadtplanung unter Leitung von Jörg Wuff angesiedelt.
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Bürgermeisterin Monika Böttcher begrüßt die beiden Klimaschutzmanager Dimitri Militschenko und Nina Stiehr (von links). Beide sind im Fachdienst Stadtentwicklung und Stadtplanung unter Leitung von Jörg Wuff angesiedelt.

Die Stadt Maintal hat das Aufgabengebiet des Klimaschutzmanagements nach fast einjähriger Vakanz wieder besetzt. Nina Stiehr und Dimitri Militschenko sind seit Kurzem als Manager für Klimaschutz und Klimaanpassung tätig, teilt die Stadt mit.

Maintal – Das Klimaschutzmanagement sei ein vielfältiges und gleichzeitig relativ junges Aufgabenfeld. Im Fokus stehe stets die eigene Kommune: Welchen Mehrwert schafft Klimaschutz vor Ort? Welche Herausforderungen und Chancen gibt es? Wofür will man Mitstreiter gewinnen? „Dies sind die Kernfragen, die wir im Rahmen des Klimaschutzmanagements der Stadt Maintal beantworten wollen“, wird das neue Team zitiert. „Die Kommune ist dabei die Basis. Hier wohnen die Menschen, die wir primär erreichen und denen wir Unterstützung und ein offenes Ohr in Sachen Klimaschutz und Klimaanpassung bieten möchten.“

Beide wollen auf der Arbeit der vorherigen Klimaschutzmanager aufbauen, Klimaschutz sei Teamarbeit und könne nur gelingen, wenn die Verwaltung und alle Akteur mitziehen.

Unterschiedliche Werdegänge

Die Diplom-Biologin Stiehr kennt sich mit Belangen von Bürgern in Sachen Umweltschutz laut Mitteilung gut aus. „Ich habe mich mit der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt hier im Rhein-Main-Gebiet unter anderem durch meine Tätigkeit beim BUND Frankfurt und im Rahmen von Forschungsarbeiten zum Auwald ‘Bulau’ bei Hanau/Erlensee bereits intensiv auseinandergesetzt“, berichtet die 39-Jährige. Zudem habe sie während ihrer Anstellung im Klima-Bündnis, einem europaweit agierenden Städtenetzwerk, in dem auch die Stadt Maintal seit 1995 Mitglied ist, Einblicke in viele Projekte der Europäischen Kommission in Sachen Klimaschutz und -management erhalten.

Der Umweltwissenschaftler Dimitri Militschenko arbeitete zuvor als Berater für bundesweite und internationale Großprojekte, darunter im Bereich Leitungsvorhaben-Stromnetzausbau sowie Stilllegung und Abbau von Kernkraftwerken. „Erste Berührungspunkte zum kommunalen Klimaschutz habe ich während einer Projektarbeit im Landkreis Gießen in den Handlungsfeldern Bodenschutz und Landwirtschaft, Urbane Schwerpunkte sowie Kommunale Klimaschutzkonzepte gesammelt“, informiert der 28-Jährige. „Ich genieße die Vorteile, meinen Arbeitsweg mit dem Fahrrad von Schöneck-Oberdorfelden über den Hühnerberg nach Hochstadt bewältigen zu können.“

Klimaschutzkonzept als Grundlage der Arbeit

Die Grundlage ihrer Arbeit sei das Klimaschutzkonzept der Stadt Maintal, dessen finalen Entwurf der ersten Fortschreibung sie gerade erarbeitet haben und der im Frühjahr den politischen Gremien vorgelegt werden soll. Anknüpfend an das ursprüngliche Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2013 werde in der ersten Fortschreibung zum einen die Energie- und Treibhausgasbilanz Maintals für die Jahre 2010 bis 2018 fortgeführt. Zum anderen werden der Stand der 2012 gesetzten Klimaschutzziele sowie die hierfür ursprünglich vorgesehenen Maßnahmen evaluiert und neu aufgestellt.

Die beiden zentralen Themen werden Klimaschutz und Klimaanpassung sein. „Wie diese Ziele für die Stadt Maintal in die Praxis umgesetzt werden können, wird sich in den kommenden Monaten zeigen“, erklären die neuen Angestellten. Als die drei Grundpfeiler ihrer Arbeit werden ein Aktionsplan, die Öffentlichkeitsarbeit und das Klima-Controlling genannt.

Klimaschutz als eines der Topthemen für 2021

Der Aktionsplan diene als roter Faden für die Umsetzung aller geplanten Maßnahmen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit soll ein umfassendes Informationskonzept erarbeitet werden und über verschiedene Kommunikationskanäle über Vergangenes, Aktuelles und Zukünftiges auf dem Laufenden halten. Mit Klima-Controlling sind die Erfolgsüberwachung und Steuerung gemeint. Genauso wichtig seien Realitätschecks, um Fehlentwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

„Der Klimaschutz vor Ort ist eine immens wichtige Aufgabe und somit eines der Topthemen für 2021 und darüber hinaus“, erklärt Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos). Deshalb gelte es im ersten Schritt, das neue Klimaschutz-Team bekannt zu machen und als zentrale Ansprechpartner für Klima- und Energiethemen in Maintal zu etablieren.  bel

Weitere Informationen

Fragen und Anmerkungen zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Fördermöglichkeiten können unter 06181 400-417 und -436 sowie per E-Mail an klima schutz@maintal.de gerichtet werden.

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