Besteht seit zwei Jahren in Maintal

Für die Ortsgruppe des allgemeinen deutschen Fahrradclubs (ADFC) gibt es noch viel zu tun

+
Setzen sich für die Belange der Maintaler Radfahrer ein: Die ADFC-Ortsgruppe hat erreicht, dass es vor dem Stadtteilzentrum Bischofsheim Fahrradständer gibt.

Seit mehr als zwei Jahren gibt es nun eine Ortsgruppe des allgemeinen deutschen Fahrradclubs (ADFC) in Maintal. Diese Mitglieder setzen sich für die konsequente Förderung des Fahrradverkehrs in Maintal ein und haben auch schon einige Anliegen umsetzen können.

Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder des AFDC im Stadtteilzentrum in Bischofsheim und diskutieren über die Anliegen. 

Das Ziel ist es, die Infrastruktur in ganz Maintal und die Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer zu verbessern und dabei auch ein kompetenter Ansprechpartner für die Stadt zu sein. Zudem engagiert sich der ADFC auch ehrenamtlich. Vergangenes Jahr konnten einige Einnahmen durch das Codieren von Fahrrädern eingenommen werden, wie die Mitglieder erklären. Dabei wird im Rahmen des jeweiligen Fahrrads ein verschlüsselter Code eingraviert. 

ADFC konnte mit Freiwilligenarbeit sogar Einnahmen generieren

Damit kann man den Besitzer und dessen Adresse ausfindig machen, falls das Fahrrad geklaut und irgendwo wiedergefunden wird. Bei der Freiwilligenarbeit bauen die Mitglieder des ADFC dann ihre Gerätschaften in einem der Maintaler Fahrradläden auf und bieten den Kunden an, die Fahrräder zu codieren und die dazugehörigen Daten aufzuschreiben: mit Erfolg, wie sie erklären. 

„Wir haben da immer eine sehr hohe Nachfrage“, erklärt Regina Kirsch, die Vorsitzende des ADFC Maintal. Mit der Freiwilligenarbeit konnten sie und ihre Mitstreiter im vergangenen Jahr sogar ein paar Einnahmen generieren. Da sie ein gemeinnütziger Verein sind, sei von Beginn an klar gewesen, dass das Geld gespendet oder zu einem guten Zweck eingesetzt werden soll, sagt Kirsch. Vor ziemlich genau einem Jahr kam dann die Idee auf, der Stadt Maintal Fahrradständer zu schenken, die vor dem Stadtteilzentrum angebracht werden können. 

Mehrere Projekte wurden in Maintal bereits verwirklicht

Der ADFC nutzt schon länger die Räumlichkeiten des Stadtteilzentrums und dabei ist den Mitgliedern aufgefallen, dass es für Besucher bisher keine Möglichkeit gab, sein Fahrrad dort anzuschließen. Mit Hilfe der städtischen Freiwilligen Agentur trat der ADFC dann in Kontakt mit der Stadtverwaltung. 

Das Angebot: Sie schenken der Stadt die Fahrradständer, wenn sie die Montage organisiert. Im April gab es dann schließlich grünes Licht: Die Stadt nahm das Angebot an und die Fahrradständer konnten gekauft werden. Bis die Montage dann erfolgte und die neuen Fahrradständer standen, dauerte es zwar noch ein paar Monate, aber das Warten hat sich gelohnt. Seit vergangenem November stehen nun die Fahrradständer vor dem Stadtteilzentrum in Bischofsheim für Radfahrer bereit. Trotzdem gibt es noch vieles zu erarbeiten in Maintal, sagen die Mitglieder des ADFC. Vor allem wenn es um die Sicherheit für Fahrradfahrer geht. 

Ein Kompromiss zwischen Autofahrern und Radlern

Die vielen Anliegen des ADFC sind noch lange nicht umgesetzt oder überhaupt in der Debatte angekommen: „Wie ein Baum, der spät Früchte trägt“, meint Markus Behrendt aus Dörnigheim. „Und wir sind nicht einmal bei den Blüten“, entgegnet ihm Dominik Tillmanns aus Bischofsheim. Beispielweise fordert der ADFC schon seit Langem einen Fahrradstreifen in der Berliner Straße in Dörnigheim. Einen Kompromiss zwischen den Interessen der Fahrrad- und der Autofahrer zu finden ist allerdings eine schwere Aufgabe, die noch ihre Zeit brauchen wird.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare