Neue „Wohnung" für Turmfalken-Paar

Nabu-Ortsgruppe stellt neuen Nistkasten auf 

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Bringen das neue Nest an: Georg Spielberger vom Nabu (links) und Florian Kaufhold (Feuerwehr Maintal).

Die Maintaler Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) hat am Montag mit Hilfe der städtischen Feuerwehr den etwa 30 Jahre alten, kaputten Nistplatz an der nördlich des Weinberghofs gelegenen Feldscheune in Hochstadt gegen einen neuen ausgetauscht.

Um die in zirka neun Meter Höhe angebrachte alte Vorrichtung abzumontieren und durch einen neuen Nistkasten zu ersetzen, rückte die Feuerwehr Maintal mit einem Drehleiterfahrzeug an. 

„Ich bin froh, dass es so geklappt hat“, sagte Nabu-Teamvorstand Georg Spielberger

Am Montagmittag wechselten sich um Maintal stärkere Regenschauer mit trockenen Phasen ab – zum Glück blieb der Naturschützer jedoch in den für den Austausch benötigten 45 Minuten trocken. „Ich bin froh, dass es so geklappt hat“, freute sich Nabu-Teamvorstand Georg Spielberger, nachdem er handwerklich geschickt den neuen Nistkasten angebracht hatte. 

Nachdem die Ortsgruppe von Spaziergängern darauf aufmerksam gemacht worden war, dass der alte Holzkasten vermutlich in Folge des Sturmtiefs „Sabine“ nicht mehr intakt sei, organisierte die insbesondere in Sachen Vogelschutz aktive Gruppe eine neue Lösung.

Acht Brutpaare der Turmfalken sind in und um Maintal zu Hause

Ungefähr acht Brutpaare der Turmfalken seien in und um Maintal zu Hause, erklärte Ortsgruppen-Mitglied Heinz Hausotter. In Hochstadt niste ein Paar der Greifvogelart im Kirchturm, das andere nutze den nun erneuerten Nistkasten. 

Der nach Südosten ausgerichtete Platz an der Wand der nördlich des Weinberghofs gelegenen Feldscheune ist gut gewählt. „Nistkästen sind oft nach Süd-Ost ausgerichtet. In nordwestlicher Richtung bestünde die Gefahr, dass es reinregnet“, erklärt Spielberger und ergänzt, dass die dortige, von Streuobstwiesen geprägte Umgebung für Turmfalken geeignet sei. 

Warum das so ist, erklärt Jean-Marie Larson-Golez, die ebenso zum Teamvorstand des Maintaler Nabu gehört: „Weil die Turmfalken hier ihr Futter finden, wie beispielsweise Mäuse.“ 

Drehleiter-Fahrzeug sorgt für sichere Montage

Zu den Austauscharbeiten fanden sich einige Ortsgruppenmitglieder ein, die sich die doch vergleichsweise spektakuläre Aktion nicht entgehen lassen wollten. Dem Ruf der Pflicht folgten hingegen die Feuerwehrmänner Florian Kaufhold und Lukas Nöthlich, die mit Hilfe des Drehleiter-Fahrzeugs für eine gesicherte Montage sorgten. 

Es zeige sich, dass die Feuerwehr vielfältige Aufgaben habe, so Kaufhold. „Es ist natürlich einfacher als bei einem Einsatz auf Zeit, dennoch muss man immer auf die sichere Aufstellung aufpassen, das ist bei der Übung wie im Einsatz“, antwortet er auf die Frage nach den Herausforderungen dieser Aktion. 

Nun hofft die Maintaler Nabu-Ortsgruppe, dass sich das Turmfalken-Paar auch im neuen Nistkasten niederlässt. Eine Vorkehrung hat Georg Spielberger dafür schon getroffen: Eine Bodenschicht aus dem alten Nistkasten hat er als Grundlage in den neuen gestreut, in der Hoffnung, dass das Turmfalken-Paar den neuen Brutplatz an der gleichen Stelle besser annimmt.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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