Maintal

Was der neue Fahrradbeauftragte für die Maintaler tun will

Wird häufig zu Fuß oder mit dem Rad auf Maintals Straßen anzutreffen sein: Peter Schieche, der neue Fahrrad- und Fußgängerbeauftragte. Foto: Pongratz

Maintal. Peter Schieche ist der neue ehrenamtliche Fahrrad- und Fußgängerbeauftragte der Stadt Maintal. Er will erreichen, dass sich mehr Maintaler umweltfreundlich und gesund fortbewegen – und dies auch sicher und komfortabel tun können.

Von Ulrike Pongratz

Sobald das Wetter es zulässt, will Schieche die Maintaler Stadtteile mit dem Rad und auch zu Fuß erkunden und sich selbst ein Bild machen von den Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger. „Ich will mit denen, die bisher tätig waren, mit allen, die Interesse haben, ins Gespräch kommen“, sagt der passionierte Radfahrer. Und das am besten vor Ort. Im November hat er die ehrenamtliche Aufgabe übernommen, sich für die Interessen von Radfahrern und Fußgänger in Maintal einzusetzen.

Peter Schieche lebt seit mehr als 30 Jahren in Hochstadt. Von seinem Wohnort aus radelte er mehrmals pro Woche, manchmal täglich, zu seinem Arbeitsort in Hanau-Wolfgang. „Zwölf Kilometer sind es etwa von Hochstadt bis zu Degussa, jetzt Evonik“, sagt Schieche. „Ich war nicht der Einzige, eine Gruppe von Kollegen kam mit dem Fahrrad. Deshalb wurde am Arbeitsplatz eine Dusche eingebaut.“

Schieche will die gewonnene Zeit nutzen

Der neue ehrenamtliche Fahrrad- und Fußgängerbeauftragte der Stadt Maintal ist Gymnasiallehrer und Betriebswirt und war viele Jahre als Controller tätig. Seit einigen Monaten kann Schieche die passive Phase der Altersteilzeit genießen. „Die damit gewonnene Zeit möchte ich nutzen, um meine Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen – für die Gemeinschaft und für den Verkehr der Zukunft“, erklärt er seine Motivation. Rund um Maintal legt Schieche Strecken bis 15 Kilometer auf seinem Fahrrad zurück. Deshalb kennt er das Radwegenetz und seine Schwachstellen. „Plötzlich endende Wege oder irreführende Beschilderungen können zur echten Herausforderung werden“, sagt er.

Bislang habe er sich in die Historie eingearbeitet, meint der 60-jährige Hochstädter. Das Stadtleitbild, das als integrierte Stadtteilentwicklung seit 1984 fortgeschrieben wird und der von der ehemaligen Stadtleitbildgruppe „Radfahrer- und fußgängerfreundliches Maintal (RUFF) erarbeitete Maßnahmenkatalog gehören beispielsweise zu den Konzepten, Ideen und Planungen, auf denen der Fahrrad- und Fußgängerbeauftragte aufbauen will.

Leitlinien sind bereits beschlossen

„Bürger und Verwaltung haben 2012/13 Leitlinien beschlossen, die umweltverträgliche Mobilität in Maintal zu verankern. Auf Initiative der sehr engagierten RUFF-Gruppe wurden verschiedene Maßnahmen realisiert, wie beispielsweise rund 100 Fahrradständer an öffentlichen Einrichtungen, das Radfahren gegen die Einbahnstraße oder das Absenken der Bordsteine“, erinnert Erster Stadtrat Ralf Sachtleber. Viele kleine Punkte seien umgesetzt worden, vor allem aber habe sich das Bewusstsein der planenden Verwaltung verändert. Die umweltfreundliche Mobilität weiter nach vorne zu bringen, zu befördern und Anregungen zu geben, sei eine wichtige Aufgabe des neuen städtischen Fahrrad- und Fußgängerbeauftragten.

Peter Schieche wird seine Themenfelder nicht alleine bewältigen. Unter dem Motto „miteinander Ziele erreichen“ will Schieche in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft, verschiedenen Interessengruppen und den zuständigen Behörden die Bedeutung des Radfahrens in Maintal und das Zusammenwirken in der Region stärken.

Peter Schieche will – sobald es das Wetter zulässt – mit der Bestandsaufnahme und der Klassifizierung der Maintaler Radwege beginnen, Tipps und Hinweise sind willkommen per E-Mail an verkehrsplanung@ maintal.de.

Quelle: Hanauer Anzeiger

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare