Maintal

Neue Technik im Feuerwehr-Gerätehaus Bischofsheim

Maintal. Am Sonntag hat die Bischofsheimer Stadtteil-Feuerwehr ihre frisch renovierte Zentrale mit Gerätehaus im Rahmen eines Tags der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert.

Von Rainer Habermann

Zahlreiche Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, nicht nur leckeren Spießbraten von gleich zwei riesigen Grillwannen und ein kühles Blondes dazu zu genießen, sondern auch die Baulichkeiten von innen zu besichtigen. Rund 1,1 Millionen Euro sind laut Stadtbrandinspektor Andreas Matz, Chef der Maintaler Feuerwehr mit insgesamt vier Stadtteilwehren, bislang in die technische und optische Sanierung der Bischofsheimer Baulichkeiten geflossen.

Dabei haben die Vereinsmitglieder und Aktiven der Blauröcke bisher weit über 2000 Stunden an Eigenleistung ins Gebäude gesteckt, wie Hauptfeuerwehrmann Frank Robanus bei der ersten Führung durch die erweiterten, umgebauten und grundsanierten Räume im Beisein der Maintaler Bürgermeisterin Monika Böttcher erläuterte. An der Führung nahmen auch Magistratsmitglieder und Stadtverordnete teil. Robanus schildert weiter, dass erste Überlegungen, das in die Jahre gekommene Gebäude „mit dem typischen Charme der Siebziger“ zu modernisieren und zu sanieren, bereits 2011 innerhalb der Stadtteilwehr kursierten.

Sanierungsarbeiten begannen 2017

Gut Ding will Weile haben: das alte Sprichwort gilt auch für Feuerwehren und nicht zuletzt für die Politik, welche ja die Investitionen absegnen musste. Keine getrennten Duschen für Frauen und Männer, Umkleiden lediglich durch Vorhänge getrennt für beide Geschlechter, heruntergekommene sanitäre Anlagen und eine marode Elektrik, neben Putz- und Fassadenschäden: ein unhaltbarer Zustand.

So begannen im Jahr 2017 schließlich die Sanierungsarbeiten zuallererst an der Elektrik, den Wasser- und Abwasserleitungen. Die sind heute auf einem zeitgemäßen Stand, obwohl die Dachkonstruktion keine Photovoltaik-anlage zuließe, wie Matz einräumte. Alle Sanierungsarbeiten erfolgten seitdem im laufenden Betrieb: „Es gab keinerlei Einschränkungen der Einsatzbereitschaft“, bekräftigt der Stadtbrandinspektor.

Anstrich und Elektroinstallation der Fahrzeughalle wurden erneuert, die Handwerksbereiche innerhalb der Feuerwache – Bischofsheim übernimmt beispielsweise die komplette Schlauchwäsche und Instandsetzung für alle Maintaler Wehren – fanden ebenfalls eine Erweiterung und Erneuerung.

Küche in Feuerwehr-Farbe: An einer Kochinsel können sich die Bereitschafts-Feuerwehrleute mit Essen versorgen. Foto: Rainer Habermann

Und nicht zuletzt wurden neue Umkleiden nach Geschlechtern getrennt gebaut, mit nagelneuen roten Spinden und einem Video-Informationssystem zur Alarmsituation mit großen Bildschirmen im gesamten Gebäude. Über 2000 Stunden Arbeit leisteten die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte dafür zusätzlich zu der ohnehin bestehenden Alarmbereitschaft und den zahlreichen Einsätzen seit 2017.

Die Modernisierung kommt nun auch gerade der Ausbildung junger Feuerwehrkräfte zugute. Denn die 28 Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr haben jetzt ebenfalls ein eigenes Refugium im Obergeschoss, so wie die rund 44 Aktiven in einem großen Saal mit Beamer und Videowand einschließlich „Eigenbau-Theke“.

Ein bisschen was bleibt weiter zu tun, noch sind die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten des 1974 erbauten Feuerwehrhauses am Dörnigheimer Weg nicht gänzlich abgeschlossen. Aber wie das so ist: Kleinigkeiten machen oft die meiste Arbeit.

Quelle: Hanauer Anzeiger

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare