Aufführung erstmals im Bürgerhaus

Neustart auf der großen Bühne: Spielgemeinschaft HdB probt für neues Stück

Freuen sich, wieder auf der Bühne stehen zu dürfen: Heike Reichel-Trabold, Icke Hessler, Usa-Maria Mozdzanowski, Andreas Lerch, Sarah Ringeling (hinten), Alicia Schultheis, Andrea Schultheis, Gerd Heinrich und Sarah Huguet-Reyes.
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Freuen sich, wieder auf der Bühne stehen zu dürfen: Heike Reichel-Trabold, Icke Hessler, Usa-Maria Mozdzanowski, Andreas Lerch, Sarah Ringeling (hinten), Alicia Schultheis, Andrea Schultheis, Gerd Heinrich und Sarah Huguet-Reyes.

Zum ersten Mal in ihrer über 40-jährigen Geschichte steht die Spielgemeinschaft Haus der Begegnung (SHdB) im Bürgerhaus Bischofsheim auf der Bühne. Anfang September kommt die Komödie „Wie wär´s denn Mrs. Markham?“ zur Aufführung.

Maintal – Die Proben laufen seit ein paar Wochen auf Hochtouren. „Angefangen haben wir im Freien auf der Bühne am Gänsseeweiher“, sagt Alicia Schultheis, die als Regisseurin Verantwortung übernimmt. Inzwischen sind die Mitglieder entweder genesen, geimpft oder getestet, sodass wieder an gewohnter Stelle im Haus der Begegnung geprobt werden kann.

„Die Komödie ist geprägt vom skurrilen Humor des Autorenduos Cooney und Chapman. Sie bietet reichlich Gelegenheiten für Komplikationen. Denn in der Wohnung der Markhams wollen gleich mehrere Paare ihr Schäferstündchen abhalten -– und das gleichzeitig. Natürlich soll keiner vom anderen wissen. Dass dies nicht gut geht, kann man sich denken. So entwickelt sich ein atemberaubendes Spiel voller Verwechslungen, Lügen und Ausreden. Ein echter Cooney eben!“, ist Ensemblemitglied Ulla Dauborn von der Komödie begeistert.

Skurriler Humor ist beim Stück „Wie wär´s denn Mrs. Markham?“ garantiert.

In die Rolle der Joanne Markham wird Andrea Schultheis schlüpfen, Andreas Lerch spielt ihren Ehemann Philip. Mit von der Partie sind Linda und Henry Lodge, gespielt von Heike Reichel-Trabold und Gerd Heinrich. Icke Hessler steht als Alistair Spenlow auf der Bühne, neben Juliane Bruna, Peter Haub, Sarah Huguet-Reyes, Usa-Maria Mozdzanowski und Sarah Ringeling. Wie groß die Freude bei der Schauspielgruppe ist, lässt sich schwer beschreiben. „Es ist was ganz anderes, physisch zu proben“, sagt die Regisseurin. Bis zu diesem Zeitpunkt war es für die Amateurgruppe ein ständiges Auf und Ab. Letztmals vor der Pandemie hatte das Ensemble zu „Frau Holle“ im Dezember 2019 in die Rhönstraße eingeladen. „Schon damals stand fest, dass wir im Sommer das Stück ‘Wie wär´s denn Mrs. Markham?’ von Ray Cooney und John Chapman spielen wollten.“ Doch seit April 2020 gab es nur noch ein Thema: Corona. Das Leiden an und in der Isolation betraf auch das Ensemble.

Die Proben für das Stück laufen auf Hochtouren. Anfang September steht die Gruppe erstmals im Bürgerhaus Bischofsheim auf der Bühne.

Um diese Misere zu durchbrechen, beschlossen die Schauspieler, digital mit den Proben für das Weihnachtsmärchen „Der Froschkönig“ zu beginnen. Im Herbst war die Hoffnung groß, das von Sarah Huguet-Reyes verfasste Stück im Bürgerhaus aufführen zu können. „Mit der Absage war der Akku dann leer.“ Das ständige Hin und Her, immer wieder Abwarten und Hoffen, hatte einfach zermürbt. Es wurde eine Pause eingelegt. Unter dem Motto „Neues Jahr, neues Glück“ nahmen die Schauspieler im Februar wiederum digital Proben auf -– jetzt für die traditionelle Sommerkomödie der SHdB, die in diesem Jahr als „Herbstkomödie“ im Bürgerhaus in Bischofsheim zu sehen ist. „Wir haben sehr viel Unterstützung und Zuspruch von der Stadt und Bürgermeisterin Monika Böttcher erfahren“, sagt Alicia Schultheis.

Informationen zum Kartenvorverkauf

Der erste Kartenverkauf findet am Samstag, 7. August, von 10 bis 12 Uhr während des Bühnenbaus im Haus der Begegnung, Rhönstraße 13, statt. Für die Karten gilt: Je früher sie erworben werden, desto weiter vorne sind die Plätze. Ab Montag, 9. August, startet der Kartenvorverkauf in der Eichwald-Apotheke, Schäfergasse 25 in Bischofsheim, bei Papeterie4You, Berliner Straße 81 in Dörnigheim, und bei Blickpunkt Kobel, Hauptstraße 26 in Hochstadt. Die Tickets kosten für Erwachsene zwölf und für Kinder acht Euro. Aufführungen finden von Donnerstag (Generalprobe), 2., bis Samstag, 4. September, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 5. September, um 17 Uhr statt. Für den Einlass müssen Impf- oder Genesenennachweise oder ein aktueller Corona-Test vorgezeigt werden. Außerdem ist beim Eintritt eine medizinische Maske zu tragen. Am Platz und während der Vorstellung kann die Maske abgenommen werden. Weitere Informationen gibt es auch im Internet.

Trotzdem gestalten sich die Vorbereitungen für die Amateurtheatergruppe sehr aufwendig. Das etwa zehnköpfige Team hinter den Kulissen, das sich um Bühnenbild, Technik und Auf- und Abbau kümmert, steht vor neuen und schwierigen Herausforderungen. „Die Bühne im Haus der Begegnung ist elf Meter breit, im Bürgerhaus haben wir doppelt so viel Raum zur Verfügung.“ Einen Tag Zeit haben Alicia Schultheis und ihre zehn Darsteller, sich auf die neue Situation einzustellen, das Bühnenbild zu transportieren, aufzubauen und zu proben. Die Anspannung ist groß, noch größer aber ist die Freude, wieder spielen zu können.

Von Ulrike Pongratz

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