Maintal

Schüsse bei Raubüberfall auf Tankstelle - Täter auf freiem Fuß

Symbolbild: Thorsten Becker

Maintal. Polizeibeamte haben in Maintal-Dörnigheim in der Nacht zu Montag einen Raubüberfall auf eine Tankstelle vereitelt und einen bewaffneten 23-Jährigen festgenommen, der später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

Bei der Festnahme hatten die Beamten von der Schusswaffe Gebrauch gemacht. Verletzt wurde dabei niemand.

Nach bisherigen Ermittlungen betrat der maskierte Täter gegen 1.45 Uhr den Verkaufsraum der Aral-Tankstelle in der Kennedystraße/Ecke Berliner Straße (Opel-Eck) und soll die Kassiererin sofort mit einer Schusswaffe bedroht haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Nur wenige Augenblicke später kam eine Polizeistreife ebenfalls in die Tankstelle.

Als der Verdächtige die Uniformierten bemerkte, soll er seine Waffe in Richtung der Beamten gerichtet haben. Bei seiner Festnahme in der Tankstelle leistete der Mann erheblichen Widerstand und schlug dabei einem Beamten heftig ins Gesicht. Dieser musste in ein Unfallkrankenhaus eingeliefert und dort mit Verdacht auf eine Fraktur behandelt werden.

Bei der Durchsuchung des Verdächtigen wurde neben einer Schreckschusswaffe ein weiteres Magazin, ein Schlagring, ein Butterflymesser und eine geringe Menge Drogen sichergestellt. Der polizeilich bereits bekannte Mann wurde ins Polizeigewahrsam eingeliefert. Staatsanwaltschaft und Kripo Hanau haben nun die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der polizeilich bekannte Mann wurde dann auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hanau einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ließ den mutmaßlichen Täter allerdings wieder laufen – der Tatverdächtige verließ das Amtsgericht Hanau am Montagabend als freier Mann.

Das bestätigte Behördensprecher, der Oberstaatsanwalt Dominik Mies, auf Anfrage unserer Zeitung. Am Montag blieb die Tankstelle zunächst geschlossen. Mit Flatterband hatten die Beamten den Tatort abgesperrt, die Spurensicherung war im Einsatz. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Hanauer Kriminalpolizei dauern an.

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Quelle: Hanauer Anzeiger

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