Maintal

Stadtratswahl: SPD-Kandidatin will mit ihrem Netzwerk punkten

Wen wählen die Stadtverordneten ins Rathaus? Am 3. Februar entscheiden die Parlamentarier darüber, wer die Nachfolge des derzeit noch amtierenden Ersten Stadtrats Ralf Sachtleber antreten soll. Die SPD schickt Marlies von der Malsbug ins Rennen. Archivfotos: Kalle/PM

Maintal. Zwei Wochen vor der Stadtratswahl hat die Maintaler SPD am Wochenende bekanntgegeben, wen sie ins Rennen um das Hauptamt schicken wird: Wie berichtet, nominierten die Genossen die Frankfurterin Marlies von der Malsburg für die Stelle im hauptamtlichen Magistrat.

Von Carolin-Christin Czichowski

„Ich freue mich immer über neue Herausforderungen“, sagt die 46-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Die gebürtige Westfälin ist seit 2002 SPD-Mitglied und gehörte 2018 zum geplanten Regierungsteam von Thorsten Schäfer-Gümbel. Aktuell ist sie Büroleiterin des SPD-Europaabgeordneten Udo Bullmann.

Ihre beruflichen Stationen führten sie unter anderem für das Auswärtige Amt schon zur Deutschen Botschaft nach Lissabon. Seit 2016 ist sie Mitglied im Frankfurter Ortsbeirat Nordend I, mittlerweile auch als stellvertretende Vorsitzende.

Aufgewachsen im westfälischen Hamm

Über die Anfrage ihrer Parteikollegen aus Maintal habe sie nicht lange nachdenken müssen. „Ich habe mit meinem Mann gesprochen und mit Freunden, die mich gut kennen“, sagt sie. „Und natürlich habe ich mir Maintal angeschaut.“ Die Strukturen einer im Rahmen der Gebietsreformen der 1970er Jahre zusammengeführten Stadt kennt von der Malsburg gut. Geboren und aufgewachsen ist sie im westfälischen Hamm, in das – ähnlich wie in Maintal – 1975 sechs „Dörfer“ eingemeindet wurden.

Bildung, Wohnraum, Mobilität und Klimaschutz – das sind laut von der Malsburg die zentralen Themen der Zukunft in Maintal. „Diese Themen kann man aber nur gemeinsam in der Region angehen“, sagt sie. „Da bringt es nichts, nur bis zu den Stadtgrenzen zu denken.“ Um diese Themen umzusetzen, sei sie genau die richtige Person. „Ich bin in der Region enorm gut vernetzt“, so die Politikerin.

Kommunalpolitische Erfahrung für SPD ausschlaggebend

Für die Maintaler SPD ist von der Malsburg vor allem aufgrund ihrer kommunalpolitischen Erfahrung die Richtige für den Posten im Rathaus. „Mit Marlies von der Malsburg hätten wir nach Erhard Rohrbach erstmals wieder jemanden im Hauptamt, der diese Erfahrungen mitbringt“, sagt SPD-Fraktionschef Sebastian Maier auf Anfrage unserer Zeitung. „Für uns ist wichtig, dass der Erste Stadtrat oder die Erste Stadträtin weiß, wie die Fraktionen arbeiten, wie die Stadtverordneten arbeiten“, so Maier weiter.

Von der Malsburg wird in der Stadtverordnetenversammlung am Montag, 3. Februar, von der SPD-Fraktion für das Amt vorgeschlagen. Beim Wahlvorbereitungsausschuss beworben hat sie sich nicht. „Es gab zunächst einen anderen Kandidaten aus der SPD“, sagt Maier. Dieser habe aber seine Bewerbung aus beruflichen Gründen wieder zurückgezogen. Einen Namen möchte der SPD-Fraktionschef nicht nennen.

SPD braucht Stimmen anderer Fraktionen

Mit 14 von 45 Sitzen ist die SPD die stärkste Kraft im Maintaler Parlament. Um die im ersten Wahlgang notwendige Mehrheit von 23 Stimmen zu erhalten, müssen von der Malsberg und die SPD also weitere Stadtverordnete überzeugen.

Bei zwei Fraktionen wird die SPD-Kandidatin sich in den nächsten Tagen vorstellen. Zudem habe die Maintaler SPD bereits vor der Nominierung von der Malsburgs das Gespräch mit einer anderen Fraktion gesucht, so Maier. Welche das ist, will er aber nicht sagen.

CDU und FDP haben eigene Kandidaten

Die CDU schickt mit Partei- und Fraktionschef Martin Fischer und die FDP mit Anahit Schäfer, Mitglied im ehrenamtlichen Magistrat, jeweils einen eigenen Kandidaten ins Rennen. Die Wahlalternative Maintal (WAM) und die Grünen haben bislang noch keine mögliche Kandidatur aus ihren Reihen bekannt gemacht. Letztere werden als Unterstützer von Amtsinhaber Ralf Sachtleber (parteilos) voraussichtlich auch niemanden ins Rennen schicken.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare