Ungewöhnliche Abiturfeier: Schüler der Albert-Einstein-Schule bekommen ihre Zeugnisse im Karottenhof

Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr für eine ungewöhnliche Abiturfeierlichkeiten bei der Albert-Einstein-Schule gesorgt.

  • Corona sorgt für ungewöhnliche Abiturfeier
  • Abstand war wichtig
  • Feierlichkeiten der Albert-Einstein-Schule im Karottenhof

Corona hin oder her – die Abiturientinnen und Abiturienten haben ein Anrecht auf eine offizielle, feierliche Verabschiedung und Würdigung ihrer Leistungen. Also entschied sich das Kollegium der Albert-Einstein-Schule für eine Premiere: Eine Akademische Feier als Freiluft-Veranstaltung in drei Etappen. Am vergangenen Freitag wurden im „Karottenhof“ jeweils nur zwei oder drei Leistungskurse gleichzeitig verabschiedet. Studienleiter Jons Bauer, Schulleiter Claus Wörn, die Vorsitzende des Elternbeirats (SEB), Manuela Lörke, und Dr. Irmgard Körber vom Förderverein der Schule sowie Schulsprecher Alexander Holhorst hielten ihre Reden an diesem Abend dreimal. 

Benno Gärtner (rechts) erhielt die Auszeichnung des Schulleiters. Hier ist er mit dem Deutsch-LK von Frau Lambrecht zu sehen. 

Sie taten dies gern, mit Stolz und großer Freude – und dieses Mal wohl auch mit Erleichterung darüber, dass alle 79 Abiturienten die Prüfungen bestanden haben. Alle Redner beglückwünschten die Schüler zu dem, was sie bislang erreicht haben. Sie hätten das Beste erreicht, was man erwarten könne. Das sei nicht immer einfach gewesen, deshalb sei heute ein Tag zum Feiern. Oberstufenleiter Jons Bauer sagte, er werde diesen Jahrgang eine ganz besonders in Erinnerung behalten. „Ich vergesse nicht, wie toll Ihr mit der Situation umgegangen seid.“ Zum Abschied legte er den Schulabgängern sein Lebensmotto an Herz: Wer nicht den Mut hat zu träumen, hat nicht den Mut zu kämpfen. 

Schulleiter Claus Wörn mit motivierenden Worten zum Abschied

Ähnliche Botschaften gab auch Schulleiter Claus Wörn seinen langjährigen Schülern mit auf den Weg. „Ziehen los, entdecken Sie die Welt, entdecken Sie vor allem Europa“, sagte Wörn. Beifall erhielt er für seinen Appell sich gegen Extremismus und Gewalt einzusetzen. Nicht zuletzt empfahl der Schulleiter: „Probieren Sie aus, was Sie in Ihrem Herzen bewegt, was sie begeistert. Finden Sie Ihr Talent und haben Sie den Mut, anders zu sein.“ 

Schulleiter Wörn überbrachte auch die Glückwünsche von verschiedenen Bürgermeistern wie Monika Böttcher aus Maintal, Conny Rück aus Schöneck und Klaus Büttner aus Niederdorfelden. Kurz und knapp erinnerten Dr. Irmgard Körber und Ma-nuela Lörke an den Anteil der Eltern am schulischen Erfolg und gratulierten allen zum bestandenen Abitur. Lörke mahnte humorvoll das Erwachsensein an: „Hotel Mama – das sollte ab jetzt vorbei sein.“ Schulsprecher Alexander Holhorst warf einen kurzen Blick zurück auf die turbulenten Prüfungszeiten, die mit Unsicherheiten und Ängsten einhergingen und dankte ganz besonders den Tutoren, Oberstufenleiter Bauer und Schulleiter Wörn, die immer ein offenes Ohr für die Interessen und Meinungen der Schüler hätten und für neue Lösungen offen seien. 

„Wart ab bis Oberstufe, Digger!“

Der Rahmen für die kleine Abiturfeier mache stolz, so Holhorst, dies sei eine schöne Feier und er hoffe, dass spätere Jahrgangstreffen stattfinden werden. Die Kurssprecherinnen und -sprecher blickten sehr individuell auf die vergangenen Jahre zurück. Mit Witz und Selbstironie hielt als erster Schüler Ajdin Dzafic (LK PoWi) seine Dankesrede an Lehrer und Eltern. Er erinnerte an seinen Schulstart an der AES an genau diesem Ort, an die neuen Freundschaften und Spiele in den Pausen. „Wart ab bis Oberstufe, Digger!“ meinte ein Freund, da verändere sich alles. Tatsächlich habe er die Schule als eine Ort erlebt, der ihn für die Zukunft präge, ihn reif und erwachsen habe werden lassen. 

Geschafft: Als erster Kurs hat der Leistungskurs Politik und Wirtschaft die Zeugnisse erhalten und darf nach einem Foto mit Schulleiter und der Kursleiterin endlich feiern.

Sehr nahe ging dem Auditorium die Rede von Felix Dziedo, der gefasst und mit herzlichen Worten an die erste Tutorin des Kurses, Linda Panster erinnerte, die den ersten Spanisch-LK an der Schule durchboxte und dessen Abschluss nicht mehr miterleben durfte. Sie starb an Krebs. Die Kursleiterinnen und Kursleiter blickten in ihren persönlichen, zum Teil sehr emotional bewegenden Re-den auf die ereignisreichen Zeiten zurück. Sie betonten die eindrucksvolle Persön-lichkeitsentwicklung der jun-gen Erwachsenen und attes-tierten ihren Schülern moralische Reife; mal ernst, mal humorvoll, manchmal tief berührt, gratulierten die Tutoren ‚ihren’ Abiturienten, und gaben ihnen die besten Wünsche mit auf ihren ihren künftigen Weg. Bevor Claus Wörn und Jons Bauer die lang ersehnten Urkunden überreichen konnten, wurden die Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen geehrt. 

Diverse Auszeichnungen

Den Preis des Schulleiters für ein besonderes Engagement für die Schule erhielten in diesem Jahr Benno Gärtner und Alexander Holhorst. „Benno Gärtner hat viele Jahre lang verlässlich und mit großem Einsatz schulische Veranstaltungen technisch betreut, Alexander Holhorst hat professionell und umsichtig und mit viel Herz als Schulsprecher gewirkt“, so Claus Wörn. Mit der Traumnote 1,0 haben Laura Groote und Aaliyah Lauterkranz das Abitur absolviert. Mit 1,1 haben Nils Becker und Silvana Tetens bestanden, mit der Note 1,2 Lorenz Meinen.

Quelle: Hanauer Anzeiger

Rubriklistenbild: © Ulrike Pongratz

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