Maintal

Volker Bouffier besucht Maintaler Kranunternehmen Eisele AG

Hatten ihren Spaß auf der Arbeitsbühne: Beate Heraeus, Firmengründer und Gastgeber Claus Eisele und Ministerpräsident Volker Bouffier (von links) wagten sich auf über 40 Meter Höhe. Im Falle eines Wahlsieges will der CDU-Politiker über 100 Meter hoch hinaus. Foto: Adrian

Maintal. Im Rahmen seines Wahlkampfes zur Landtagswahl hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier am gestrigen Donnerstag die Eisele AG in Maintal besucht. Dabei machte er sich ein Bild von der Kranfirma und wollte hoch hinaus.

Von Michael Bellack

Wahlkampf auf einer kleiner Arbeitsbühne in über 40 Metern Höhe dürfte auch für den Ministerpräsidenten eine Seltenheit sein. Natürlich ließ es sich Bouffier beim Besuch der Kranfirma im Bischofsheimer Gewerbegebiet nicht nehmen, einmal in luftige Höhen gehoben zu werden. Exakt 103 Meter hoch schaffen es die Ausleger des riesigen Krans, für Bouffier war allerdings schon nach etwas über 40 Metern Schluss. „Ich wäre auch noch höher gefahren“ , verkündete Bouffier. Vielleicht wird er bereits nach der Wahl am 28. Oktober an diese Aussage erinnert, denn Firmengründer Claus Eisele kündigte an: „Wenn die Wahl gewonnen wird, fahren wir auf 100 Meter hoch.“

Damit das eintrifft, rührte Bouffier in den vergangenen Tagen kräftig die Werbetrommel, war quer durch Hessen unterwegs. In Maintal war es nicht nur eine Wahlkampfveranstaltung, sondern auch ein Treffen guter Bekannter. Denn Eisele und Bouffier kennen sich seit etlichen Jahren, laut Bouffier habe sich eine „besondere Form der Verbundenheit“ zwischen den beiden entwickelt. Überhaupt war der CDU-Mann voll des Lobes für den Maintaler, der es innerhalb von 30 Jahren vom Schlosser zum europaweit tätigen Unternehmer gebracht hat. „Solche mittelständischen Unternehmen sind der Kern des Erfolges des Landes“, so Bouffier. Mit „Herz“ und „Besessenheit“ im positiven Sinne hat es Eisele laut Bouffier geschafft, sein Unternehmen stetig weiterzuentwickeln.

Gespräch mit Beate Heraeus und Heiko Kasseckert

Beim Rundgang über das Firmengelände wurde deutlich, in welchen Sphären die Eisele AG mittlerweile unterwegs ist. 130 zugelassene Fahrzeuge umfasst der Fuhrpark. Kräne, die von 30 bis zu 750 Tonnen schwere Lasten heben können, sind darunter. „Sechs neue Maschinen habe ich in diesem Jahr gekauft. Dafür wurden sechs Millionen Euro investiert“, erklärte Eisele stolz, bevor es auf die Hebebühne ging. Was dann in luftigen Höhen, unter anderem gemeinsam mit Unternehmerin Beate Heraeus und CDU-Landtagskandidat Heiko Kasseckert, besprochen wurde, bleibt aber ein Geheimnis. Dass die kommende Landtagswahl das beherrschende Thema war, dürfte allerdings wahrscheinlich sein.

Zuvor hatte Bouffier bereits scherzhaft eine einstündige Grundsatzrede zur Politik angekündigt, hielt sich dann aber doch zurück und widmete sich nur kurz der aktuellen politischen Lage. Mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse des Deutschlandtrends, in dem die CDU sich weiter im Abwärtstrend befindet, sprach der Ministerpräsident von einem „niederschmetternden Ergebnis“. „Das ist – und das gilt bundesweit – ziemlich traurig“, fand der 66-Jährige deutliche Worte. Positiver fiel sein Blick auf das Land Hessen aus. „Wir sind ein starkes Land, ein Land das gut läuft. Politische Instabilität und Abenteuer können wir uns nicht leisten.“ In der Landtagswahl gehe es für die kommenden fünf Jahre „nur um uns“.

„Wir für Bouffier“

Die Unterstützung von Eisele und dessen Frau Angela hat Bouffier sicher, beide trugen einen Button mit dem Wahlkampfmotto „Wir für Bouffier“. „Die Menschen bekennen sich“, freute sich Bouffier daher. Es gebe einige Menschen, die sagen, er solle weitermachen. „Das finde ich auch“, erklärte er mit einem Augenzwinkern, „und meine Frau auch.“ Die allerdings dürfte im Falle eines Wahlerfolges die Augen verdrehen, sollte sich Bouffier tatsächlich auf der Arbeitsbühne nach ganz oben wagen. „Drei Meter reichen auch schon“, hatte sie etwas besorgt bereits vor der ersten Fahrt in die Höhe erklärt.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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