Vorbereitungen laufen

Gottesdienste: Start in den Maintaler Gemeinden ist am kommenden Wochenende

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Auch in den Maintaler Kirchen werden bald wieder Gottesdienste gefeiert.

Gottesdienste und religiöse Feiern dürfen in Hessen wieder stattfinden – allerdings mit Einschränkungen und Auflagen. Wir haben die bei uns eingereichten Informationen der Maintaler Gemeinden gesammelt und nachfolgend zusammengetragen.

Evangelische Gemeinde Bischofsheim 

In der evangelischen Gemeinde Bischofsheim werde am Sonntag, 10. Mai, ein „Ostergottesdienst“ gefeiert, so Pfarrer Heller, dies habe der KV schon seit Längerem so festgelegt. Für den Gottesdienst am Sonntag gelten unter anderem Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen sowie besondere Vorschriften beim Betreten und Verlassen der Kirche sowie für den Ablauf des Gottesdienstes. Über die „10 Corona-Regeln“ sowie Sitzordnung und Bewegungsplan informiert die Kirchengemeinde auf ihrer Internetseite. In einer Rundverfügung an die Dekanate rät die Landeskirche Kurhessen-Waldeck zu einer sorgfältigen Prüfung. Es bestehe keine Verpflichtung zur Wiederaufnahme der Gottesdienste. Besucher, Pfarrerinnen und Pfarrer und selbstverständlich die ehrenamtlichen Mitarbeiter müssten größtmöglichen Schutz vor einer Ansteckung mit Covid-19 erhalten. In der Kirche dürfe niemand mit der Atemwegserkrankung, die durch das Coronavirus Sars 2 verursacht wird, infiziert werden. 

In Bischofsheim findet zudem am  Freitag wieder die Orgelmusik zur Marktzeit statt; diese unterliegt den gleichen Bedingungen wie ein Gottesdienst. Evangelische Gemeinde Dörnigheim In der Alten Kirche am Main können nur 23 Personen an einem Gottesdienst teilnehmen, damit sie genügend Abstand halten. Das teilte die Gemeinde mit. Die Kirche sei demnach klein, die Emporen müssen frei bleiben. Paare und Familien können zusammensitzen. Auch hier sollen die Besucher einen Mund-Nase-Schutz tragen. Zudem müssen sie ihre Kontaktdaten angeben. Musik wird erklingen, doch die Gemeinde darf nicht singen. Die Kirchengemeinde verzichtet weiterhin auf die Feier des Abendmahls. 

Damit möglichst viele Menschen einen Gottesdienst besuchen können, gibt es an allen Sonn- und Feiertagen zwei Gottesdienste: um 10 und um 17 Uhr. „Sie werden etwas kürzer als gewohnt“, heißt es. Am kommenden Sonntag, 10. Mai, und am 21. Mai (Himmelfahrt) findet zudem auch um 11 Uhr ein Gottesdienst statt. Jeder, der möchte, soll an einem Gottesdienst teilnehmen können. Sollten Besucher keinen Platz mehr finden, können Gottesdienste wiederholt werden. Außerdem ist sonntags weiterhin die Kirche von 15 bis 17 Uhr zum Gebet geöffnet. Taufen und Trauungen sind in Dörnigheim ebenfalls wieder möglich, allerdings nur in separaten Gottesdiensten im Familienkreis. Die für Sonntag geplante Konfirmation wird verschoben und soll im Spätsommer stattfinden. „Auch der beliebte Himmelfahrtsgottesdienst am Mainufer ist nicht möglich. Stattdessen feiert die Kirchengemeinde drei kleine Gottesdienste im Kirchhof“, heißt es von der Gemeinde.

Katholische Gemeinde St.  Edith Stein 

Bereits seit Anfang der Woche finden wieder Gottedienste mittwochs ab 9 Uhr in der Kirche Maria Königin, donnerstags um 9 Uhr in der Kirche St. Bonifatius, samstags ab 18 Uhr die Vorabendmesse in der Kirche Allerheiligen sowie sonntags um 10 und 11.30 Uhr die Sonntagsmessen in der Kirche Allerheiligen statt. Für die Durchführung gelten verschiedene Sicherheitsmaßnahmen, die unter anderem auch vom Bistum Fulda vorgegeben sind. Als Wichtigstes ist der übliche Abstand von 1,50 Metern einzuhalten. Die erlaubte Anzahl an Kirchenbesuchern ergibt sich nach Angaben der Pfarrgemeinde jeweils aus den räumlichen Gegebenheiten vor Ort. „Die Gemeinde St. Edith Stein verfügt mit der Kirche Allerheiligen in der Waldsiedlung Dörnigheim über eine sehr große Kirche, in der aus diesem Grund alle Sonntagsgottesdienste stattfinden werden. Unter der Woche ist aber auch in den beiden anderen Kirchen die Teilnahme an Gottesdiensten möglich“, heißt es. 

Um die Anzahl der Gottesdienstbesucher vorher zu kennen und niemanden vor Ort abweisen zu müssen, wird es für die Gottesdienstbesucher ein Anmeldeverfahren geben, das sich an das Schutzkonzept des Bistums Fulda anlehnt: Gottesdienstbesucher können sich von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0 15 75/1 23 85 77 zu einem der Wochenendgottesdienste anmelden. Die Kirchengemeinde bittet um Verständnis für diese außergewöhnliche Maßnahme, sie dient ausschließlich dazu, die Gottesdienste so reibungslos wie möglich mit den nötigen Sicherheitsabständen stattfinden zu lassen. 

Für die Eucharistiefeier gelten dann weitere Hygienemaßnahmen. „Wir werden jetzt alles dafür tun, die Gottesdienste auch unter diesen ungewöhnlichen Umständen für die Besucher in einem sicheren und würdigen Rahmen stattfinden zu lassen“, teilt die Pfarrgemeinde mit. Pfarrei St. Theresia Bischofsheim Auch in der Pfarrkirche St. Theresia in Bischofsheim werden am kommenden Wochenende wieder Heilige Messen gefeiert. „Auch hier sind allerdings besondere Vorschriften einzuhalten, die uns der Bischof von Fulda aufgetragen hat, um eine Virus-Infektion möglichst zu vermeiden“, heißt es in einer Mitteilung. Die ersten Heiligen Messen werden am kommenden Samstag um 18 und am Sonntag um 10 Uhr gefeiert. „Da wir einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten müssen, können nur 60 Personen an den mit Punkten gekennzeichneten Plätzen pro Gottesdienst in der Kirche sein“, teilt Pfarrer Hans-Hermann Klüh mit. 

„Es wäre daher empfehlenswert, dass Gläubige, die normalerweise sonntags zur Heiligen Messe kommen, eventuell auf die bei uns meist weniger besuchte Samstagsmesse ausweichen würden“, so der Pfarrer weiter. Des Weiteren bittet die Gemeinde darum, dass stets der nötige Sicherheitsabstand eingehalten wird. Gesichtsmasken können, aber müssen nicht getragen werden. Beim Eintritt in die Kirche sollen Besucher die Hände desinfizieren, entsprechende Spender stehen bereit. Gesangbücher sollen Besucher von zu Hause mitbringen, denn in der Kirche liegen aus Sicherheitsgründen keine Bücher aus. „Die Heiligen Messen werden etwas anders sein als wir es gewohnt waren, doch wir werden sie wieder voller Freude feiern können“, so Pfarrer Klüh. ccc

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