Nach Corona-Infektion im Kreis

Klassenfahrten der weiterführenden Schulen stehen auf der Kippe

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Die Hohe Landesschule hat seine Reisen erst im Juni terminiert. 

Auch an den Schulen in der Region ist das Coronavirus Gesprächsthema. An den weiterführenden Schulen sind üblicherweise am Ende des Schuljahres kurz vor den Sommerferien viele Reisen geplant. Wir haben uns bei den Schulleitungen umgehört.

Karl-Rehbein-Schule (KRS)

 Das Gymnasium hat schon vor einigen Wochen beschlossen, die Reisen zu der chinesischen Partnerschule, die High School von Sanmen in der Provinz von Taizhou, vorerst zu verschieben. Auch die für Ende Februar geplante Italienfahrt nach Vicenza wurde verschoben, so Schulleiter Jürgen Scheuermann auf Nachfrage. 

Eltern und Schüler würden verständnisvoll reagieren, so Scheuermann. „Wir stehen in engem Kontakt mit Elternbeiräten und Eltern.“ Da die Reisen lediglich verschoben seien, entstünden den Eltern auch keine finanziellen Nachteile. 

Lichtenberg Oberstufen Gymnasium

Am Lichtenberg Oberstufen Gymnasium in Bruchköbel gab es noch keine Veränderungen bei den Reiseplänen. Dazu Schulleiter Ingo Wintermeyer: „Im auslaufenden Schuljahr ist eine Austauschfahrt in das Elsass geplant, weitere Studienfahrten finden vor den Herbstferien in verschiedene europäische Regionen statt.“ Da alle Ziele derzeit nicht Krisengebieten liegen, geht Wintermeyer davon aus, dass die Fahrten stattfinden. Zumindest Stand jetzt. 

„Sollten sich die Fahrtenziele absehbar in Krisengebieten befinden, werden die Fahrten abgesagt, wie auch generell geprüft wird, welche Fahrten notwendig sind“, ergänzt der LOG-Schulleiter. Die Schule stehe dabei im Austausch mit den Eltern und den bereits volljährigen Schülern. 

Heinrich-Böll-Gesamtschule

Auch auf der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Bruchköbel gibt es noch keine Reise-Absagen. Auch hier führt Schulleiter Ernst Münz die Begründung an, dass die Reiseziele momentan noch keine Krisengebiete sind. Münz weiter: „Es sind Gespräche mit den Erziehungsberechtigten geplant, in denen beraten wird, ob die geplanten Fahrten durchgeführt werden sollen. Gegebenenfalls wird dann auch mit den Reiseveranstaltern über Stornogebühren verhandelt.“ 

Hohe Landesschule

An der Hohen Landesschule in Hanau verfolgt der stellvertretende Schulleiter Helge Messner die Entwicklungen: „Die nächsten Reisen an der Hohen Landesschule sind erst für den Juni terminiert. Nach Auskunft der medizinischen Experten soll sich das Coronavirus bei wärmeren Temperaturen nicht mehr so stark ausbreiten – ähnlich dem Grippevirus – so dass wir für die kommenden Reisen zunächst die Ausbreitung des Virus beobachten.“ Aber auch bei den Reisen im Juni werde eine mögliche Besorgnis von Eltern ernst genommen, betont Messner. 

Schulen stehen im Kontakt zum Staatlichen Schulamt

Alle Schulen stehen zu diesem Thema im engen Kontakt mit dem Staatlichen Schulamt sowie dem Kultusministerium. Das Staatliche Schulamt informiert, dass gemäß Infektionsschutzgesetz die Anordnungsbefugnis zur Schließung von Schulen den zuständigen Gesundheitsbehörden obliege. Je nach Einschätzung der Gesundheitsbehörde könne eine ganze Schule geschlossen werden, gegebenenfalls aber auch nur der Unterricht in einzelnen Klassen ausfallen. 

Susanne Meißner, Leiterin des Staatlichen Schulamtes weiter: „Das Staatliche Schulamt hat für die Schulen keine zentralen Notfall- oder Krisenpläne. Dies obliegt der einzelnen Schule.“ An allen Schulen sind bereits in den vergangenen Tagen Informationen per Aushang, mündlich in den Klassen oder per E-Mail über entsprechende Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen gemäß des vom Main-Kinzig-Kreis herausgegebenen Maßnahmenpapiers verbreitet worden. Vor allem appellieren aber die Schulen an die Eltern, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken, wenn diese krank sind.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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