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Der Bolzplatz soll es in Neuberg sein

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Von: Holger Weber-Stoppacher

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Beim Ortstermin hatten Befürworter und Gegner des Bolzplatzes am Mittwoch Argumente ausgetauscht: Im Ausschuss fiel die Diskussion dagegen äußert knapp aus.
Beim Ortstermin hatten Befürworter und Gegner des Bolzplatzes am Mittwoch Argumente ausgetauscht: Im Ausschuss fiel die Diskussion dagegen äußert knapp aus. © Reinhard Paul

Neuberg – Es ist zumindest eine Vorentscheidung. Das neue Feuerwehrgerätehaus in Neuberg soll auf dem Gelände des Bolzplatzes gebaut werden. Dafür votierte am Donnerstagabend der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeindeparlaments. Wie zu erwarten setzten sich die Sozialdemokraten mit 4:3 Stimmen gegen die beiden Vertreter der CDU und die Neuberger Liste durch.

Letztere ist in dem Gremium mit einer Stimme vertreten.

Der Bolzplatz ist die von der Verwaltung bevorzugte Variante, weil er bereits in Gemeindebesitz ist und bereits über eine Zu- und Abfahrt verfügt. Die Oppositionsparteien möchten das neue Gebäude für eine fusionierte Neuberger Feuerwehr hingegen lieber auf dem Acker neben dem Rewe-Markt sehen, also auf der anderen Seite der Landstraße. Am Tag zuvor hatten beide Seiten noch einmal bei einer Ortsbesichtigung die Argumente ausgetauscht (wir berichteten). Dementsprechend knapp fiel die Diskussion über den Tagesordnungspunkt 10 im Ausschuss aus.

Federico Theilen, Fraktionschef der CDU, versuchte dem Thema mit einem neuen Vorschlag noch eine Wende zu geben. Die CDU wolle die Flächen zwischen den Ortsteilen Rüdigheim und Ravolzhausen zu einem urbanen Gebiet machen und somit den Lückenschluss herbeiführen. Dabei sollten alle Elemente, die mit Lärmemissionen verbunden seien, dazu zählte er auch das Feuerwehrgerätehaus, auf der Seite des Rewes entstehen.

Die SPD lehnte auch die Forderung der CDU ab, erst ein Bodengutachten in Auftrag zu geben ab. „Ohne eine solche Bewertung sehen wir uns außerstande, diese Entscheidung zu treffen“, hatte Theilen gesagt. Rouven Pohl, Ausschussvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der SPD, merkte an, dass dafür jetzt keine Zeit mehr sei. Denn die Entscheidung müsse auch noch im Haushalt für 2022 berücksichtigt werden, der voraussichtlich kommende Woche verabschiedet werden soll. Seine Parteifreundin Yasmin Schilling erinnerte daran, dass man nun schon insgesamt mehr als drei Jahre über das Thema diskutiere und dass es jetzt angesichts der Dringlichkeit eine Entscheidung geben müsse.

Beide Feuerwehrgerätehäuser in Ravolzhausen und in Rüdigheim entsprechen nicht mehr den Anforderungen des Technischen Prüfdienstes des Landes Hessen.

Von Holger Weber

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