Bürgermeisterwahl hat Priorität

Neuberg auf den Super-Wahltag vorbereitet

Im Neuberger Rathaus sind bereits Vorbereitungen getroffen worden: Wähler und Helfer sollen am Supersonntag weitestgehend geschützt werden.
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Im Neuberger Rathaus sind bereits Vorbereitungen getroffen worden: Wähler und Helfer sollen am Supersonntag weitestgehend geschützt werden.

Neuberg – Für die Neuberger steht am 14. März ein SuperWahltag an. Genau wie in Hanau wird an dem Tag nicht nur das neue Kommunalparlament und der Kreistag gewählt, sondern auch das Gemeindeoberhaupt. Zusätzlich eine Bürgermeisterwahl abzuhalten bedeutet für die Gemeindemitarbeiter sowie die ehrenamtlichen Helfer einen besonderen Kraftakt – vor allem in Zeiten einer Pandemie.

Viele Wahlhelfer gehören den sogenannten Risikogruppen an. Dies habe man bereits früh erkannt und sich deshalb auch frühzeitig um Helfer bemüht, sagt Neubergs Bürgermeisterin Iris Schröder (SPD), die dem Wahltag entsprechend entspannt entgegensieht. Für die Verwaltungschefin wird es die letzte Wahl sein, die sie zu organisieren hat. Die Sozialdemokratin tritt nach 18 Jahren nicht mehr an und wird Mitte des Jahres in Pension gehen.

Es gibt sogar eine Reserve an Helfern

„Wir haben bereits jetzt genügend Wahlhelfer zusammen und können sogar noch auf eine Reserve bauen“, sagt die Bürgermeisterin. In der Gemeinde verfüge man glücklicherweise über einen sehr verlässlichen und treuen Stamm an Helfern. Insgesamt werden in den sieben Wahlbezirken der Gemeinde rund 70 Helfer Dienst schieben.

Gespräche mit den Wahlhelfern geführt

Schröder verhehlt nicht, dass man im Vorhinein viele Gespräche geführt habe, um die Kandidaten von der Sicherheit der Wahl zu überzeugen, auch diejenigen, die der Risikogruppe angehören – entweder wegen des Alters oder auch Vorerkrankungen. „Wir konnten sie durch unser gutes Konzept überzeugen“, berichtet Schröder.

Man habe die größtmöglichen Räumlichkeiten als Wahllokale ausgewählt, die Tische würden weiter auseinander stehen als bei vergangenen Wahlgängen. Außerdem gebe es dort, wo Wähler und Helfer sich nahe kämen, Trennscheiben aus Plastikglas. „Wir haben zudem ein Einbahnstraßen-System konzipiert, sodass die Wähler sich beim Hinein- oder Hinausgehen nicht begegnen müssen“, erläutert Schröder. Alle, die am Wahlsonntag im Einsatz seien, werden mit FFP2-Masken ausgestattet (siehe Kasten).

Briefwahl stark nachgefragt

Schröder geht davon aus, dass viele Neuberger vom Angebot der Briefwahl Gebrauch machen werden. Bereits nach zwei Tagen hatten mehr als 50 der rund 4300 Wahlberechtigten die Unterlagen angefordert. „Das ist ein Rekord.“ Dass in der Gemeinde neben den Wahlen fürs Kommunalparlament und den Kreistag auch die Stimmen der Bürgermeisterwahl ausgezählt werden müssen, sieht sie gelassen. Beim Auszählen hätten die Bürgermeisterwahlen Priorität. „Schon deshalb, weil es für die Bürger am spannendsten ist.“ Erst danach geht es an die Trendergebnisse der Kommunalwahl. Durchs Panaschieren und Kumulieren stehe die meiste Arbeit erst am Montag an.

Für die Nachfolge von Schröder gibt es mit dem von der CDU gestützten Walter Bernges (parteilos), Jens Feuerhack (Neuberger Liste) und Jörn Schachtner (SPD) drei Kandidaten und mit Melanie Esch (Bündnis 90/Die Grünen) eine Kandidatin. (Holger Weber)

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