Erlensee/Neuberg

Neuberg soll bei Fusion mit Nachbarkommune zu Erlensee werden

Dieser Streich aus dem Jahr 2014 könnte bald schon Realität werden, wenn es nach der CDU in Erlensee geht. Archivfoto: PM

Erlensee/Neuberg. Die CDU in Erlensee hat sich für eine Fusion mit der Nachbarkommune Neuberg ausgesprochen. Doch die Bedingung der Christdemokraten hat es in sich: „Der Stadtname Erlensee soll bei vier künftigen Stadtteilen erhalten bleiben“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU.

Von Holger Weber

Am kommenden Donnerstagsabend werden Erlensees Stadtverordnete das Thema Fusion auf der Tagesordnung im Haupt- und Finanzausschuss finden. Dabei geht es jedoch zunächst einmal um die Frage, ob ein Bürgerentscheid am 26. Mai stattfinden soll. Sowohl Erlensees Bürgermeister Stefan Erb als auch seine Neuberger Amtskollegin Iris Schröder (SPD) bezeichneten die CDU-Forderung als „durchaus legitim“, aber zu diesem Zeitpunkt der Sache nicht besonders dienlich. „Eigentlich ist es eher kleinkariert“, so Erb. Schröder meinte, jetzt darüber zu streiten, verstelle den Blick auf wichtige andere Elemente der Einheitsgemeinde, die es zu diskutieren gelte.

Zusammenschluss auf emotionaler Ebene

Der Vorstoß der Erlenseer CDU zeige, dass die Diskussion über den Zusammenschluss bisher auf einer emotionalen Ebene geführt werde. Besser sei jedoch, die Fakten einzubeziehen, meint Schröder. Ähnliche Diskussionen auf emotionaler Ebene seien auch beim Zusammenschluss von Ravolzhausen und Rüdigheim geführt worden, heute zweifle niemand mehr an der Sinnhaftigkeit der Fusion damals.

Erlensees CDU-Vorsitzende Birgit Behr und ihr Stellvertreter, der Stadtverordnete Michael Börner, begründeten die Zustimmung ihres CDU-Ortsverbandes zur Verschmelzung der beiden Kommunen vor allem mit den finanziellen Vorteilen, die eine Fusion bringen würde. Die hessische Landesregierung unterstütze die Fusion mit rund 6,9 Millionen Euro. Weiterhin biete der Zusammenschluss der beiden Kommunen die Möglichkeit der Verbesserung der Verwaltungsstruktur. „Indem zum Beispiel die Doppelstruktur der Ämter entfällt – oder nur noch ein Bürgermeister notwendig sein wird“. Allein diese Maßnahmen könnten zu möglichen wiederkehrenden Kostensenkung von einer Million Euro im Jahr führen.

„Der CDU-Stadtverband und die CDU-Fraktion Erlensee respektieren selbstverständlich jeden Ausgang des Bürgerentscheides, möchten aber darauf hinweisen, dass im Fall einer Fusion der Stadtname Erlensee mit dann insgesamt vier Stadtteilen erhalten bleiben soll“, heißt es in der CDU-Erklärung.

Zum Thema Fusion und Bürgerentscheid gibt es am 15. Januar in Neuberg sowie am 16. Januar in Erlensee Bürgerversammlungen.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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