Neue Vorschläge für den Dorfweiher: Bürgermeister mit überraschenden neuen Plänen

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Bild aus besseren Tagen: Es gibt immer noch reichlich Diskussionen um den Dorfweiher.

Lange wurde die Zukunft des Dorfweihers in Hassenroth bei Hanau diskutiert. Nun hat der Bürgermeister neue Pläne.

  • Der Dorfweiher in Hasselroth bei Hanau sorgt schon länger für Diskussionen
  • Erster Beschluss fiel im November 2017
  • Nun hat der Bürgermeister neue Pläne

Der seit Jahren umstrittene Dorfweiher in Neuenhaßlau kann möglicherweise doch in seiner jetzigen Form erhalten bleiben. Bürgermeister Matthias Pfeifer (Soziale Wählergemeinschaft/SWG) legte in der Gemeindevertretersitzung überraschend neue Pläne vor, laut denen nur kleinere Aufschüttungen in zwei Kurvenbereichen notwendig wären. Wie vom Angelsportverein Hasselroth und einer Interessengemeinschaft von Beginn an gefordert, würden der Gemeinde so Kosten in Höhe von mindestens 300 000 Euro zu weiten Teilen erspart bleiben. Noch hängen die Banner in Neuenhaßlau, die mit der Aufschrift „Rettet den Dorfweiher“ die Erhaltung des kleinen Teiches fordern. 

Ein ganz anderes Banner am Rathaus hat Bürgermeister Pfeifer nach seinem Amtsantritt allerdings gleich abhängen lassen: Darauf war ein parkähnliches Gelände abgebildet, in das der Dorfweiher umgewandelt werden sollte. Anlass waren befürchtete Hangrutschungen, deren Wahrscheinlichkeit aber über die Jahre hinweg mindestens genauso unklar blieb wie eventuelle Auswirkungen. 

Dorfweiher in Hasselroth bei Hanau hat viele Veränderungsvorschläge hinter sich

Im November 2017 hatte die Gemeindevertretung mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP beschlossen, dass Teile des Gewässers zugeschüttet werden sollen und an gleicher Stelle ein parkähnliches Gelände entstehen soll. Bereits im April 2016 war ein von der Unteren Wasserbehörde des Main-Kinzig-Kreises beauftragtes Gutachten vorgelegt worden, laut dem aufgrund von möglichen Rutschbewegungen eine Hangsanierung notwendig wäre. Proteste der Bürger blieben ungehört, anstatt an einem „Runden Tisch“ trafen sich die Parteien vor Gericht. Der Angelsportverein akzeptierte schließlich im Juli 2018 in einem Kompromiss die Umgestaltung, ohne damit wirklich zufrieden zu sein. Nur die Interessengemeinschaft blieb stur. Per Klage soll aktuell immer noch erreicht werden, dass in einem Bürgerbegehren über die Zukunft des Dorfweihers entschieden wird. Endgültig entscheiden wollen die Gemeindevertreter über die neuen Pläne in ihrer September-Sitzung. 

Zumindest Skepsis ist aber weiterhin zu hören: „Dauerhafte Nachsorge und eventuell ein Monitoring“ wären laut Andreas Franke (SPD) bei den jetzt vorgelegten Plänen notwendig. Er stimmte dennoch zu, drei aus seiner Fraktion enthielten sich. „Diese Variante ist etwas ganz anderes, was beschlossen und diskutiert wurde“, handelt es sich für Torsten Rösch (CDU) hierbei um keine vollumfängliche Lösung. Seine Fraktion war allerdings genauso wie FDP und SWG für die Weiterverfolgung des neuen Vorschlags, den Bürgermeister Pfeifer nun konkretisieren muss. Seine besten Argumente: Anstatt der ankündigten 800 Laster für die Verfüllung wären wohl deutlich weniger als 100 Ladungen Aushub notwendig.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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