Wegen Corona verschoben

Bürgermeister Andreas Bär wirbt für Beteiligung an der Neuwahl des Seniorenbeirats im Herbst

Der scheidende Seniorenbeirat zog mit Bürgermeister Andreas Bär (links) Bilanz seiner Arbeit.
+
Der scheidende Seniorenbeirat zog mit Bürgermeister Andreas Bär (links) Bilanz seiner Arbeit.

Die Neuwahl des Nidderauer Seniorenbeirats, die voraussichtlich im Oktober stattfinden wird, wirft erste Schatten voraus. Auf seiner letzten Sitzung zog der scheidende Beirat Bilanz seiner bisherigen Arbeit. Bürgermeister Andreas Bär (SPD) warb für eine hohe Beteiligung am Urnengang.

Nidderau – Es ist eine Wahl mit Hindernissen, denn eigentlich hätte sie bereits im vergangenen Herbst stattfinden sollen. Nach der Satzung der Stadt müssen die sieben Mitglieder des Beirates alle vier Jahre neu gewählt werden. Und das hätte turnusgemäß im vergangenen Jahr stattfinden müssen. Doch dann kam Corona und alle größeren Veranstaltungen waren untersagt.

Die eigentliche Wahl findet zwar in Form einer Briefwahl statt, doch zuvor müssen die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen, die Gelegenheit erhalten, sich auf einer Vollversammlung den wahlberechtigten Senioren der Stadt vorzustellen. Das sind im Alter über 65 Jahre immerhin 4288 Personen.

Anteil der älteren Mitbürger wächst

Auf einer Pressekonferenz im Beisein des noch amtierenden Seniorenbeirates rief Bürgermeister Bär noch einmal zur Teilnahme an der Wahl auf. Nidderau sei zwar eine junge Stadt, doch mit einem zunehmend größeren Anteil von älteren Mitbürgern. „Die Politik hört oftmals auf die lauten Stimmen in der Bevölkerung und zu denen gehören die Senioren nun mal nicht“, so der Rathauschef.

Deshalb sei der Seniorenbeirat so wichtig, weil er die Verbindung zwischen den Senioren und der Politik herstellen soll. Nach der Satzung ist der Beirat parteipolitisch und konfessionell unabhängig, er kann Wünsche und Anregungen, die von den Seniorinnen und Senioren an ihn herangetragen werden, direkt an die kommunalen Beschlussgremien weiterleiten und er soll die Stadt in allen speziellen Fragen, die die Seniorinnen und Senioren betreffen, beraten und unterstützen.

Gegenüber unserer Zeitung machte der stellvertretende Beiratsvorsitzende Dr. Georg-Hans Voelcker deutlich, dass die Arbeit des scheidenden Seniorenbeirats in den vergangenen eineinhalb Jahren sehr stark unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie gelitten habe. „Alle Veranstaltungen mussten deswegen abgesagt werden. Das wird sich nun hoffentlich ändern“, so Voelcker.

Fahrradtouren sollen wieder regelmäßig stattfinden

Dass dies keine leeren Versprechungen waren, machte die letzte Sitzung des noch amtierenden Seniorenbeirats einen Tag zuvor deutlich. Da war die Vergangenheit schnell abgehakt. Viel wichtiger war allen Beiratsmitgliedern die Zukunft. Schnellstmöglich aufgenommen werden sollen wieder die Busfahrten zu Sehenswürdigkeiten in der nahen und ferneren Umgebung. Auch die Fahrradtouren, die im kleineren Umfang auch jetzt schon wieder laufen, sollen dann wieder regelmäßig stattfinden.

Dasselbe gilt für das Boulespielen genauso wie für die PC-Kurse oder die gemeinsamen Kinobesuche. Beraten wurde aber auch, mit welchen Veranstaltungen viele Senioren aus ihrer Einsamkeit aufgrund der Corona-Beschränkungen wieder herausgeholt werden können. Vorgeschlagen wurden Malkurse, Spiele für das Gedächtnistraining oder Kurse, bei denen den älteren Menschen der Umgang mit Videokonferenzen, Tablets und Smartphones nähergebracht wird. Darüber aber muss der neue Seniorenbeirat nach seiner Wahl genauso entscheiden wie über die Anregungen mittels eines neuen Konzeptes, die Spielplätze der Stadt nach und nach für Treffpunkte von Jung und Alt umgestalten zu lassen.

Jubiläumsfeier am 25. August auf dem Stadtplatz

Auch über den Standort des neuen Altenheims, das im Stadtteil Eichen entstehen sollte, nun aber einem Ärztehaus weichen wird, soll sich der neue Seniorenbeirat Gedanken machen und der Lokalpolitik dann Vorschläge unterbreiten. Denn in Nidderau fehlen über 100 Betreuungsplätze für Senioren.

Ausführlich wurde dann noch über die Ausgestaltung der Vollversammlung am Mittwoch, 25. August, und des anschließenden Fests zum 25-jährigen Bestehen des Nidderauer Seniorenbeirats gesprochen. Ein Vorschlag lautete, im Zuge der Vollversammlung auch eine Informationsveranstaltung für Sicherheitsfragen stattfinden zu lassen. Der Vorschlag wurde abgelehnt.

So bleibt es dabei, dass sich bei dieser Vollversammlung die 16 Kandidaten – weitere Bewerbungen sind bis zu der Veranstaltung noch möglich - vorstellen und dass anschließend das Jubiläum auf dem Stadtplatz gefeiert werden soll. Die eigentliche Wahl des Nidderauer Seniorenbeirats findet dann im September oder Oktober statt. (Jürgen W. Niehoff)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare