Ehrenamt

Bürgerstiftung Nidderau mahnt: Bücherschränke sind nicht zur Entsorgung von Altpapier da

Gut sortiert: Barbara Stiller betreut den öffentlichen Bücherschrank am Tennisplatz in Heldenbergen.
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Gut sortiert: Barbara Stiller betreut den öffentlichen Bücherschrank am Tennisplatz in Heldenbergen.

Die Stadt Nidderau verfügt seit einem Jahr in allen fünf Stadtteilen über öffentliche Bücherschränke, die mit rund 4000 Euro durch Spenden über die Bürgerstiftung Nidderau finanziert wurden. Doch nicht alle Mitbürger nutzen das Angebot so wie es gedacht ist.

Nidderau – „Erfreulich ist die große Akzeptanz in der Bevölkerung, was zeigt, dass das Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern am Lesen groß ist“, teilt die Bürgerstiftung mit. „Das Angebot wechselt ständig, sodass für Jung und Alt und jedes Interesse etwas zu finden ist.“ Die Bücherschränke, bestehend aus überarbeiteten ehemaligen Telefonzellen, werden dankenswerterweise von ehrenamtlichen Bürgerinnen betreut, die wöchentlich nachschauen, ob alles in Ordnung ist.

„Leider ist zu beklagen, dass nachweislich einige Zeitgenossen die Bücherschränke als Ablage und Deponie zur Entsorgung ihrer Bücherschränke benutzen“, bedauert die Bürgerstiftung. „Hier werden ganze Stapel nicht geeigneter Sachen wie Gebrauchsanweisungen für Geräte etc. einfach in den Bücherschränken abgelagert.“

Mühsam müssten diese dann von den Betreuerinnen entsorgt werden. Erst kürzlich sei der Bücherschrank am Tennisplatz in Heldenbergen wieder einmal zweckentfremdet benutzt worden, wie Barbara Stiller, Betreuerin dieses Bücherschranks beklagt, was frustrierend sei.

„Im Namen der Betreuerinnen richten die Bürgerstiftung Nidderau und die Stadtbücherei die dringende Bitte an die Bürgerschaft Nidderaus, die Bücherschränke nicht als Entsorgungsstation zu nutzen. Die Stadtbücherei am Marktplatz in Windecken kann angesprochen werden, um zu klären, welches Material noch geeignet ist für die weitere Verwendung.“

Gegebenenfalls sei die Bücherei auch mit Rat behilflich bei der Entsorgung. „Die ehrenamtlichen Betreuerinnen der fünf öffentlichen Bücherschränke bedanken sich für das Verständnis und die Unterstützung für ihre Arbeit“, so die Bürgerstiftung abschließend. (jow)

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