Debatte um Schwimmkurse

DLRG Nidderau: Bislang keine Anfrage aus der Politik nach zusätzlichen Angeboten

Das Nidderbad lockte im zurückliegenden Rekordsommer über 100â000 Besucher. Dies ändert jedoch nichts am jährlichen Defizit von etwa einer Million Euro. Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt höhere Eintrittspreise ab Januar. Archivfoto: Gärtner
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Die Kapazitäten für Schwimmkurse im Nidderbad sind derzeit begrenzt.

„Mit großer Verwunderung“ hat der Vorstand der DLRG Ortsgruppe Nidderau laut Mitteilung den Artikel „Kein freier Eintritt für das Nidderbad“ vom 10. Juli zur Kenntnis genommen. Darin ging es um den CDU-Antrag in der Stadtverordnetensitzung, Kindern für die verbleibende Sommersaison freien Eintritt ins Nidderbad zu gewähren, um das Schwimmen zu unterstützen. Die FWG hatte ergänzend von der Stadt finanzierte zusätzliche Schwimmkurse der DLRG gefordert.

Nidderau – SPD-Abgeordneter Michael Bär, selbst DLRG-Mitglied, hatte in der Sitzung unter anderem dagegen argumentiert, die DLRG habe aufgrund der momentan laufenden Zertifizierungen der Trainer derzeit selbst kaum Kapazitäten, um solche Kurse anzubieten.

Wie die DLRG Nidderau nun in ihrer Stellungnahme mitteilt, sieht sie sich „durchaus gut gerüstet, durch viele ehrenamtlich hoch motivierte Trainer und aktive Mitglieder – in Verbindung mit einem hervorragenden Hygienekonzept – bei Wiedereröffnung des Hallenbades das DLRG-Schwimmkursangebot weiterzuführen“.

DLRG steht derzeit montags nur eine Bahn zur Verfügung

„Der DLRG Nidderau wird im Freibad lediglich eine Schwimmbahn am Montagabend zur Miete angeboten“, erklärt Nadja Fischer, Vorsitzende und Trainerin der DLRG. „Damit kann bis zu den Sommerferien ausschließlich die Rettungsfähigkeit der Wachgänger aufgefrischt werden. Um DLRG-Schwimmkurse anzubieten, müsste das gesamte Freibad an einem Montagabend genutzt werden.“

Bislang hätten die DLRG Nidderau vonseiten der politischen Gremien keine Anfragen zur Ausrichtung zusätzlicher Schwimmkurse erreicht. „Gerade die Ausbildung zur Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen steht im Fokus der DLRG Nidderau“, betont der Verein. „Leider ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder frühzeitig schwimmen lernen. Mit dem Seepferdchen, dem Frühschwimmerabzeichen, ist noch kein Nachweis des sicheren Schwimmens erbracht. Besonders in diesen schwierigen Zeiten sind weiterführende Schwimmangebote für Kinder essentiell.“ (jow)

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