Stadt beteiligt sich an Aktionstag von Terres des femmes

Fahnenaktion „frei leben ohne Gewalt“ heute am Rathaus

Bereits 2019 setzte Nidderau mit der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ ein Zeichen für Frauen. 
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Bereits 2019 setzte Nidderau mit der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ ein Zeichen für Frauen. ARCHIV

Nidderau – Auch 2020 setzt Terre des femmes am 25. November, dem Internationalen Gedenk- und Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen!“, ein deutliches Zeichen. Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne), Gabriele Roß (Vorsitzende des Beirates für Familie und Jugend) sowie Rosemarie Czekalla (ehrenamtliche Stadträtin und neue kommunale Frauenbeauftragte der Stadt Nidderau) zeigen daher ebenfalls heute um 11 Uhr Flagge vor dem Nidderauer Rathaus: „Gewalt an Frauen und Mädchen hat in unserer Stadt keinen Platz.“ „Mit dem diesjährigen Schwerpunkt #meinherzgehörtmir – Gegen Zwangsverheiratung und Frühehen wollen wir wachrütteln“, so Czekalla. Jährlich werden nach Angaben von Unicef weltweit zwölf Millionen Mädchen unter 18 Jahren verheiratet, viele sind noch nicht einmal 16 Jahre alt. Insgesamt kann von derzeit 650 Millionen Frauen ausgegangen werden, die unter 18 Jahren verheiratet wurden. Folgen sind häufig häusliche und sexualisierte Gewalt, gesundheitsgefährdende Teenagerschwangerschaften sowie massive soziale und ökonomische Abhängigkeit.

Obwohl Zwangsverheiratung und die Verheiratung Minderjähriger in Deutschland verboten sind, werden nach wir vor Mädchen und Frauen in Deutschland gegen ihren Willen verheiratet, so Czekalla. Nidderau unterstützt daher die Forderung von Terre des femmes nach Ausbau von Beratungs- und Schutzeinrichtungen, Verbot religiöser und sozialer Zwangsverheiratungen, Verbot der religiösen Voraustrauung auch für Volljährige.

Fast jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner in Deutschland getötet, alle 45 Minuten wird eine Frau Opfer von vollendeter und versuchter gefährlicher Körperverletzung durch Partnerschaftsgewalt (Statistik BKA 11.10.20). Nidderau engagiert sich für die Beratungsstelle Lawine, Pro Familia Hanau und das Frauenhaus Hanau, so Roß.

Die Bäckerei Brückner unterstützt seit Jahren die Aktion „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ der Bäckerinnung und der Bäko. Auf den Tüten finden sich eine Vielzahl regionaler Hilfsangebote sowie das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, z 0800 0116016.  jow

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