Nach Corona-Schließung

Freibad in Nidderau öffnet wieder

Alles steht bereit für die Wiedereröffnung des Freibadbereichs. Der Rasen auf der Liegewiese ist frisch gemäht, Bänke und Stühle im Außenbereich sind geputzt und der Kiosk mit frischer Ware bestückt.
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Alles steht bereit für die Wiedereröffnung des Freibadbereichs. Der Rasen auf der Liegewiese ist frisch gemäht, Bänke und Stühle im Außenbereich sind geputzt und der Kiosk mit frischer Ware bestückt.

Seit dem 2. November sind Hallen- und Freibadbereich des Nidderbads geschlossen. Doch Wasserratten können sich freuen, der Neustart ist für kommenden Montag um 8 Uhr geplant. Betriebsleiter Harald Rühl und seine 22 Mitarbeiter haben in den letzten Tagen Technik, Becken und Freigelände auf Vordermann gebracht, sodass einem optimalen Start in die 49. Saison des Bads eigentlich nur noch Petrus einen Strich durch die Rechnung machen kann.

Nidderau – Seit dem Jahr 2000 ist Harald Rühl Chef des Nidderbads. Er wird kommendes Jahr, nachdem er noch mit seinen Mitarbeitern und den Badegästen den 50. Geburtstag der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Einrichtung gefeiert hat, in den Ruhestand gehen.

„Die letzten Monate waren hart, denn zunächst wussten wir ja nicht, wie lange wir geschlossen haben mussten. Als dann aber absehbar war, dass der Lockdown länger anhalten würde, haben wir das Bad auf Null herabgefahren“, berichtet Rühl. Dazu wurde dann das Wasser in sämtlichen Becken in der Halle und im Freien abgelassen, um sämtliche Systeme wie Lüftung, Filteranlage und Heizung entweder komplett abzuschalten oder auf ein Minimum zurückfahren zu können. „Eine Grundtemperatur musste natürlich im Winter gehalten werden, aber ansonsten wurde das Bad in einen Tiefschlaf versetzt“, stellt der Betriebsleiter fest.

Personal während des Lockdowns an anderen Stellen eingesetzt

Das Personal wurde in den Zeiten des Lockdowns an anderen Stellen der Stadtverwaltung eingesetzt: „Meine Leute waren in Kitas, im Bürgerbüro, in der Bücherei, auf dem Bauamt, bei der Finanzverwaltung, beim Bauhof und im Bereich der Verwaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs im Einsatz“, so Rühl. Eine Kerntruppe nutzte die Zeit, um die Sauna zu sanieren, das heißt alles neu zu streichen und eine kleine Theke einzubauen.

Vor etwa vier Wochen wurden dann alle Mitarbeiter wieder zurückbeordert, denn dann war klar, dass man bald wieder öffnen konnte und die Vorbereitungen begannen. Sämtliche technischen Systeme wurden wieder nach und nach hochgefahren, die Becken mit Wasser gefüllt, Wasserproben gezogen und an das Gesundheitsamt zur Freigabe geschickt. Teile der Außenfassade des Bades wurden neu gestrichen, die Platten im Außenbereich gereinigt, Unkraut gejätet, die Steinumrandungen an den Kinderbecken neu verfugt und der Quellfelsen im Kinderbereich neu bemalt. Der Rasen auf der Liegewiese ist frisch gemäht, Bänke und Stühle im Außenbereich sind geputzt und der Kiosk mit frischer Ware bestückt. Auch der externe Imbissbetreiber ist in den Startlöchern und Absperrungen stehen bereit, um das Abstandsgebot umzusetzen und die vorgeschriebenen Wege zu markieren.

Dauerkarten werden automatisch verlängert

„Wir sind bis Montag bereit, wieder Badegäste zu empfangen. In allen Innenbereichen gilt Maskenpflicht, auf der Liegewiese, wo genügend Abstand gehalten werden kann, entfällt diese Pflicht. Wir empfehlen aber allen Badegästen, sich vor dem Besuch testen zu lassen, kontrolliert wird das allerdings nicht, weil die Tests auch nicht vorgeschrieben sind“, erläutert Rühl. In Sachen Dauerkarten weist der Betriebsleiter darauf hin, dass diese um die Dauer der Schließzeit des Nidderbads automatisch verlängert werden. Eine Sache liegt ihm aber noch am Herzen: „Uns hat einer der Kollegen in Richtung Heimat verlassen und wir suchen schon seit Wochen Ersatz – bislang vergeblich – für die frei gewordene Stelle eines Fachangestellten für den Bäderbetrieb. Interessenten können sich bei der Stadt oder direkt im Nidderbad bei mir melden“, so Rühl.

Und was hat es mit den Notenständern und dem Schlagzeug auf sich, die beim Rundgang durchs Bad in den Blick geraten? „Wir hatten der Bläserklasse der Bertha-von-Suttner-Schule ermöglicht, im überdachten Außenbereich zu proben, was die Schule bei passenden Temperaturen regelmäßig genutzt hat.“

(Thomas Seifert)

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